mini|Logo des ASC Duisburg Der Amateur-Schwimm-Club Duisburg (ASC Duisburg) ist ein Sportverein aus Duisburg, dessen Wasserballmannschaft zu den stärksten in Deutschland zählt und der zudem über eine Schwimmabteilung verfügt. Die „Amateure“ wurden insgesamt sechsmal Deutscher Wasserball-Meister und viermal Deutscher Wasserball-Pokalsieger.
Geschichte Der ASC Duisburg wurde 1909 gegründet. Als Gründer gilt der Bremer Arthur Schmidt, der im Jahr 1909 ins Ruhrgebiet versetzt wurde. Er arbeitete als Assistent bei der Reichsbank und gründete in seiner neuen Heimat einen Schwimmverein. Die Gründungssitzung fand im Hotel Reichskrone am Friedrich-Wilhelm-Platz in Duisburg statt. Von Anfang an war der Amateur-Schwimm-Club als Wassersportverein konzipiert. Neben einer Schwimmabteilung etablierte sich bald eine Springer- und eine Wasserballmannschaft.
Im Jahr 1910 erhielten die Mitglieder von der Firma Krupp, der die Seen in der Wedau gehörten, die Erlaubnis, an einem heute zugeschütteten See zu schwimmen. Im Jahr 1912 zog der Verein an das Ufer des Bertasees um. Hier entstand eine erste hölzerne Unterkunft. 1920 wurde im See eine 100-Meter-Schwimmbahn errichtet, die mit der Förderung der Industrieunternehmen Duisburgs entstand. Diese Bahn wurde 1925 vom Verein käuflich erworben. 1928 folgte die Einweihung des Vereinsheims.Frank Kopatschek: Eine starke Marke im Sportpark. 100 Jahre Amateur-Schwimm-Club. In: Duisburger Jahrbuch 2010. Mercator-Verlag, Duisburg 2010, ISBN 978-3-87463-449-6. S. 79. Der Verein wurde im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung nach 1933 aufgelöst.
Die Wiedergründung fand im Jahr 1945 statt. Im Jahr 1973 konnte das Warmwasserbecken eingeweiht werden. In der Folge konnte der Mitgliederschwund gestoppt werden. Diese Entwicklung ging mit dem Aufstieg der Wasserballmannschaften des Vereins einher. 1972 erhielt die erste Mannschaft als Gründungsmitglied in die neu etablierte Bundesliga eingeladen, wo sie seitdem ununterbrochen spielt.Frank Kopatschek: Eine starke Marke im Sportpark. 100 Jahre Amateur-Schwimm-Club. In: Duisburger Jahrbuch 2010. Mercator-Verlag, Duisburg 2010, ISBN 978-3-87463-449-6. S. 81.
Derzeit hat der Verein rund 3500 Mitglieder und gehört damit zu den größten Schwimmvereinen in Deutschland. Die Vereinsanlage im Sportpark Duisburg ist etwa zwei Hektar groß. Zudem verfügt der Club über ein beheiztes 50-Meter-Freibadbecken. Die Mitglieder können außerdem den Barbarasee zum Schwimmen nutzen.
Abteilungen Wasserball Der ASC Duisburg spielt in der Deutschen Wasserball-Liga. In den letzten Jahren gehörten die „Amateure“ regelmäßig zur Spitzengruppe der Liga und konnten 2013 mit dem Double aus Meisterschaft und Pokal die langjährige Vorherrschaft der Wasserfreunde Spandau 04 durchbrechen. Bereits 2010 gelang der Pokalsieg nach einer Wartezeit von mehr als zwanzig Jahren.
Sechsmal wurde der ASCD Deutscher Meister (1957, 1963, 1965, 1967, 1968 und 2013). Im Pokalwettbewerb, der 1972 eingeführt und erstmals in Duisburg ausgetragen wurde, waren die Duisburger 1972, 1989, 2010 und 2013 erfolgreich.
Schwimmen Der ASCD ist seit 1999 einer von zehn Duisburger Vereinen, die eine Startgemeinschaft bilden. Zum Duisburger Schwimmteam gehören neben den „Amateuren“ die folgenden Clubs: Duisburger SV 1898, Duisburger SSC 09/20, SSF Hamborn 07/38, Freie Schwimmer Duisburg 1920, DJK SV Hamborn, DJK SV Poseidon Duisburg 1921, SV Rheinhausen 1913, Polizei SV Duisburg und 1. Schwimmverein Walsum 1959.
Persönlichkeiten (Auswahl) Friedrich Osselmann (* 1934), Wasserballspieler, Olympiateilnehmer 1956 und 1960 Tobias Kreuzmann (* 1981), Wasserballspieler, Olympiateilnehmer 2008 Julian Real (* 1989), Wasserballspieler, Olympiateilnehmer 2008
Literatur Frank Kopatschek: Eine starke Marke im Sportpark. 100 Jahre Amateur-Schwimm-Club. In: Duisburger Jahrbuch 2010. Mercator-Verlag, Duisburg 2010, ISBN 978-3-87463-449-6. S. 76–82.
Weblinks Website des Vereins
Einzelnachweise
Duisburg Kategorie:Sportverein (Duisburg) Duisburg Kategorie:Vereinsgründung 1909