mini|Nils Mohl 2012 beim 10. Steglitzer Literaturfest in der Schwartzschen Villa in Berlin Nils Mohl (* 31. Juli 1971 in Hamburg) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben und Werk Mohl wuchs als Älterer von zwei Geschwistern am Stadtrand von Hamburg auf. Er studierte in Kiel, Tübingen und Berlin Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Linguistik und Volkskunde sowie in Weimar Kulturmanagement. Er verfasste mehrere Bücher. Besonderen Erfolg hatte er mit seinen Kurzgeschichten. Unter anderem ist die Story Tanzen gehen, mit der er beim 11. MDR-Literaturwettbewerb 2006 zu den Preisträgern zählte, inzwischen Schulbuchlektüre.Sie befindet sich in EinFach Deutsch – Unterrichtsmodelle: Die Kurzgeschichte auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. 2012 leitete Mohl in Berlin die erste Berliner Meisterklasse, eine Kooperation des internationalen literaturfestivals berlin und des Treffens Junger Autoren. Im Rahmen dessen war er auch Jurymitglied der Auszeichnung Das außergewöhnliche Buch.

Größere Bekanntheit erreichte Mohl durch seinen Roman Es war einmal Indianerland, der 2013 vom Jungen DT des Deutschen Theaters in Berlin inszeniert wurde. Für Es war einmal Indianerland wurde Mohl mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis (2011), einem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium (2011) und dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Jugendbuch ausgezeichnet. Der 2022 veröffentlichte Jugendroman Henny & Ponger wurde im März 2023 für den in Oktober zu verleihenden Deutschen Jugendliteraturpreis 2023 in der Kategorie Jugendbuch nominiert. Mohl sagt über dieses Buch selbst, dass er einen Jugendroman schreiben wollte, der der Zielgruppe eine in dieser Sparte oft fehlende Komplexität zutraut, sowohl im Aufbau als auch sprachlich. Allerdings hätten sich viele Facetten der Geschichte auch ohne viel Vorplanung während des Schreibprozesses ergeben.

2017 erschien die Romanverfilmung Es war einmal Indianerland.

Mohl nahm an verschiedenen Festivals teil, so zum Beispiel im Jahr 2012 am 2. White Ravens Festival in München, am Kinder- und Jugendprogramm des 12. Internationalen Literaturfestivals Berlin sowie am 10. Steglitzer Literaturfest. 2013 war er zu Gast bei der Buchwoche an der Deutschen Schule New York.Buchwoche mit Nils Mohl, 06. – 09. Mai 2013 Deutsche Schule New York April 2013 (PDF)

Mohl war Mitglied im Forum Hamburger Autoren und lebt mit seiner Familie in Hamburg.

Kritikerstimmen Ich wäre tendenziell für ein Happy End (2009)

Es war einmal Indianerland (2011)

Henny & Ponger (2022)

Publikationen (Auswahl)

High & Low Level Litbizz. Über den Berufs- und Karrierestart von Schriftstellern heute. Artislife, Hamburg 2006, ISBN 978-3-938378113. Kurzgeschichte Tanzen gehen. In: EinFach Deutsch – Unterrichtsmodelle: Die Kurzgeschichte auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-14-022396-6.

Kasse 53. Achilla Presse, Butjadingen 2008, ISBN 978-3-940350-03-9. Ich wäre tendenziell für ein Happy End. 12 Kurzgeschichten Plöttner Verlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-938442-65-4. Ballade von dünnen Männern. Hosentaschenverlag, Hannover 2010, ISBN 978-3-941938-12-0. „Stadtrand-Trilogie“: Es war einmal Indianerland. Rowohlt Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-499215-52-0. Stadtrandritter. Rowohlt, Hamburg 2013, ISBN 978-3-499216-14-5. Zeit für Astronauten. Rowohlt, Hamburg 2016, ISBN 978-3-499216-78-7. Mogel. Rowohlt, Hamburg 2014, ISBN 978-3-499215-37-7. König der Kinder. Illustration von Katharina Greve. Mixtvision, München 2020, ISBN 978-3-95854-155-9. Tänze der Untertanen. Mixtvision, München 2020, ISBN 978-3-95854-156-6. Henny & Ponger. Mixtvision, München 2022, ISBN 978-3-95854-182-5. Wilde Radtour mit Velociraptorin. Illustriert von Halina Kirschner. mairisch Verlag, Hamburg 2023, ISBN 978-3-948722-27-2. Tierische Außenseiter. Reime über unknuddelige Große wie Kleine mit und ohne Beine. Illustriert von Katharina Greve. Tryolia, Innsbruck/Wien 2023, ISBN 978-3-7022-4149-0. Engel der letzten Nacht. Fischer Sauerländer, Frankfurt am Main 2025, ISBN 978-3-7571-0192-3.

Theaterstücke 2003: Revolution. Text: Nils Mohl und Max Reinhold. Uraufführung 2003 Raum 33 in Basel 2013: Es war einmal Indianerland. Stück nach dem gleichnamigen Roman von Nils Mohl, Regie und Fassung: Kristina Stang. Luisa Wolf. Uraufführung 2013 am Deutschen Theater Berlin

Auszeichnungen 2000: Limburg-Preis 2001: Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa am Literarischen Colloquium Berlin 2001: Teilnahme am 9. Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin 2002: Literaturförderpreis der Stadt Hamburg 2003: Teilnahme als Enno Zweyner (zusammen mit Oliver Kemmann) am 11. Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin 2003: 3. Platz beim MDR-Literaturpreis 2004: Stipendiat beim 8. Klagenfurter Literaturkurs 2006: 3. Platz beim MDR-Literaturpreis 2008: Literaturförderpreis der Stadt Hamburg 2011: Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für Es war einmal Indianerland 2012: Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium für Es war einmal Indianerlanddeutscher-literaturfonds.de: Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien 2012: Auszeichnung als eins der "schönsten Bücher Deutschlands" für Es war einmal Indianerland 2012: Deutscher Jugendliteraturpreis in der Kategorie Jugendbuch für Es war einmal Indianerland 2016: Luchs des Monats August für Zeit für Astronauten 2022: Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis für An die, die wir nicht werden wollen (zusammen mit Regina Kehn) 2024: James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur 2026: Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis für seinen Roman Engel der letzten NachtJugendbuchpreis für Nils Mohl, boersenblatt.net vom 4. März 2026, abgerufen am 7. März 2026

Weblinks

Webpräsenz von Nils Mohl Porträts von Mohl Hamburger Abendblatt Süddeutsche Zeitung Nordwest-Zeitung Hamburger Abendblatt Internationales Literaturfestival Berlin Rezensionen zu den Büchern von Nils Mohl bei Jugendbuchtipps.de

Einzelnachweise

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