Mulhausen () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Kanton Ingwiller im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geografie Das Dorf liegt zwischen Pfaffenhoffen und Rothbach. Nachbargemeinden sind Uhrwiller im Osten, Bischholtz im Norden, Zutzendorf im Süden und Schillersdorf im Südwesten.

Geschichte Mittelalter Die älteste erhaltene Erwähnung von Mühlhausen, als Munilhuson, findet sich in einem Schreiben von König Karl III. aus dem Jahr 884.

Das Dorf Mühlhausen gehörte im Spätmittelalter zur Herrschaft Lichtenberg. Es war von den Lichtenbergern teilweise als Lehen vergebenEyer, S. 175. und zwar die Burg insgesamt an die von Uttweiler,Eyer, S. 214. 1/3 des Dorfes an die von UttweilerEyer, S. 214. und 1/3 des Dorfes an die von Waltenheim.Eyer, S. 215f. Die bei den Lichtenbergern verbleibenden Rechte, insbesondere 1/3 des Besitzes am Dorf,Matt, S. 7. waren deren Amt Ingweiler zugeordnet.Eyer, S. 238.

Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers 1480, Graf Jakob, wurde die Herrschaft geteilt und das Amt Ingweiler fiel zunächst an Zweibrücken-Bitsch.Brumm, S. 11.

Neuzeit Allerdings kam es 1570 zu einem weiteren Erbfall, der das Amt Ingweiler nun zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg brachte.

Durch die Reunionspolitik Frankreichs fielen um 1680 die im Elsass gelegenen Teile der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter die Oberhoheit Frankreichs, so auch das Amt Ingweiler und damit Mühlhausen.

1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Aufgrund der Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nach dort. Als Folge der Französischen Revolution fiel dann der linksrheinische Teil der Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch Mühlhausen – an Frankreich.

Bevölkerungsentwicklung mini|Protestantische Kirche

Jahr 1798 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2008 2012 2014 2020 Einwohner 175 390 394 401 352 372 376 410 451 454 465 450

Sehenswürdigkeiten Die Protestantische Kirche hat einen Chor aus dem 14. Jahrhundert. Kirchenschiff und Turm wurden nach Zerstörung gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1957 in neuzeitlichen Formen wieder aufgebaut.

Literatur Jean-Claude Brumm: Quelques dates importantes dans l’histoire …. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 10f.

Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9. Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 210–212.

Weblinks

Einzelnachweise

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