mini| Juniorenweltmeisterin des Jahres 2006: die Südkoreanerin Kim Yuna Die Eiskunstlauf-Juniorenweltmeisterschaften (World Junior Figure Skating Championships, auch als World Juniors oder Junior Worlds bekannt) sind ein jährlich von der Internationalen Eislaufunion (ISU) ausgerichteter Eiskunstlauf-Wettbewerb, bei dem junge Sportler um den Titel des Junioren-Weltmeisters konkurrieren.
Durchführung Die ISU änderte in der Vergangenheit mehrfach ihre Richtlinien für eine Teilnahme. Die gegenwärtigen Regelungen sehen vor, dass die Eiskunstläufer das 13. Lebensjahr vollendet haben müssen (bis zum vorangegangenen 1. Juli eines Jahres) und nicht älter als 19 Jahre alt sein dürfen. Im Paarlaufen und Eistanzen ist das Höchstalter der Herren auf 21 Jahre festgesetzt.
Die Titelkämpfe sind einer von vier, die die ISU jährlich veranstaltet und gilt als angesehenster internationaler Wettbewerbe im Junioren-Bereich. Die Eiskunstläufer konkurrieren in den Disziplinen Einzellauf (Männer und Frauen), Paarlauf und Eistanz.
Geschichte Die ersten Eiskunstlauf-Juniorenweltmeisterschaften wurden im März 1976 in Megève als ISU Junior Figure Skating Championships veranstaltet. Zwei weitere Male wurde der Wettbewerb in der französischen Stadt ausgetragen. Bei der dritten Auflage im Jahr 1978 wurde der Wettbewerb offiziell in World Junior Figure Skating Championships umbenannt. Seit 1979 variieren die Austragungsorte jedes Jahr.
Seit dem Jahr 2000 wurden die Konkurrenzen immer im frühen März abgehalten, aber für manche Auflagen wurde der späte November oder der frühe Dezember des vorangegangenen Kalenderjahres ausgewählt.
Startberechtigung Eiskunstläufer qualifizieren sich für die Eiskunstlauf-Juniorenweltmeisterschaften, wenn sie Staatsangehörige eines Landes sind, das Mitglied der Internationalen Eislaufunion ist. Jede Nation erhält standardmäßig einen Startplatz für jede Disziplin. Ein zweiter oder dritter Startplatz für das folgende Jahr wird durch eine Punktevergabe zugewiesen, die sich nach der Platzierung des Sportlers richtet. Die Punktezahl ergibt sich aus der Summe der Platzierungen der Eiskunstläufer eines jeweiligen Landes (die besten zwei Platzierungen, bei drei Startplätzen). Mehrere Startplätze werden nicht übertragen, so dass die Länder jedes Jahr erneut um die Vergabe eines zweiten beziehungsweise dritten Startplatzes konkurrieren müssen. Sendet ein Land nur einen Eiskunstläufer beziehungsweise ein Paar aus, muss dieser/diese sich unter die besten Zehn platzieren, um einen zweiten Startplatz zu erringen; unter die Top 2 für drei Startplätze. Wenn ein Land zwei Sportler/Paare nominiert, muss die Summe der Platzierungen 13 oder weniger betragen, um drei Startplätze für das nächste Jahr zu erringen; 28 oder weniger für zwei Startplätze.
Ausnahmen werden gemacht, sofern ein Läufer aus gesundheitlichen Gründen oder Materialproblemen gezwungen sein sollte, den begonnenen Wettbewerb nicht zu Ende zu führen.
Die Nominierungen für die Junioren-Weltmeisterschaften obliegen den jeweiligen nationalen Verbänden. Manche Länder richten sich nach den Resultaten ihrer Sportler bei nationalen Titelkämpfen, während andere nach vielfältigeren Kriterien auswählen.
Medaillengewinner Herren In die Siegerliste konnten sich bisher so bekannte Seniorenläufer wie die späteren Olympiasieger oder Weltmeister Alexander Fadejew, Wiktor Petrenko, Todd Eldredge, Ilja Kulik, Alexei Jagudin, Jewgeni Pljuschtschenko, Daisuke Takahashi, Yuzuru Hanyū und Ilia Malinin einreihen. Der US-Amerikaner Adam Rippon war 2009 der erste, der seinen Titel verteidigte.
Junioren-WM Gold Silber Bronze 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Artur Gatschinski 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Absage aufgrund der COVID-19-Pandemie 2022 2023 2024 2025 2026 2027
Damen In die Siegerliste konnten sich bisher so bekannte Seniorenläuferinnen wie die späteren Olympiasiegerinnen oder Weltmeisterinnen Elaine Zayak, Rosalynn Sumners, Kristi Yamaguchi, Yuka Satō, Michelle Kwan, Irina Sluzkaja, Miki Andō, Mao Asada, Kim Yuna, Julija Lipnizkaja, Adelina Sotnikowa, Jewgenija Medwedewa und Alina Sagitowa einreihen. Die Russin Jelena Radionowa war 2014 die erste, die ihren Titel verteidigen konnte.
Junioren-WM Gold Silber Bronze 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Absage aufgrund der COVID-19-Pandemie 2022 2023 2024 2025 2026 2027
Paare In die Siegerliste (mit je drei Siegen am erfolgreichsten: Natalja Krestjaninowa und Alexei Tortschinski, sowie Sui Wenjing und Han Cong) konnten sich bisher so bekannte Seniorenpaare wie die späteren Olympia-, Welt- oder Europameister Barbara Underhill und Paul Martini, Larissa Selesnjowa und Oleg Makarow, Jekaterina Gordejewa und Sergei Grinkow einreihen. Entsprechende Erfolge wurden von verschiedenen siegreichen Teilnehmer, wie Marija Petrowa, Anton Sicharulidse oder Aljona Savchenko, im Seniorenbereich mit anderen Partnern erzielt.
Junioren-WM Gold Silber Bronze 1976 / Robin Cowan / Donald Mitchell / Peter Cain 1977 / Paul Mills / Gavin MacPherson – / – 1978 / Paul Martini / Luděk Feňo / Ken Flora 1979 / Marat Akbarow / Oleg Makarow / Lloyd Eisler 1980 / Oleg Makarow / Raschid Kadyrkajew / Xavier Douillard 1981 / Oleg Makarow / Lloyd Eisler / Raschid Kadyrkajew 1982 / Juri Kwaschnin / Sergei Lichanski / Torsten Ohlow 1983 / Juri Kwaschnin / Ralf Seifert / Sergei Lichanski 1984 / Ingo Steuer / Jason Dungjen / Sergei Hudjakow 1985 / Sergei Grinkow / Dmitri Schkidschenkow / Jewgeni Koltun 1986 / Gennadi Krasnitski / Dmitri Schkidschenkow / Artjom Torgaschew 1987 / Gennadi Krasnitski / Artjom Torgaschew / Rudy Galindo 1988 / Rudy Galindo / Dmitri Suchanow / Andrei Buschkow 1989 / Dmitri Suchanow / Marno Kreft / Alexei Tichonow 1990 / Alexei Tortschinski / Wladislaw Tkaschenko / John Frederiksen 1991 / Alexei Tortschinski / Wladislaw Tkaschenko / John Frederiksen 1992 / Alexei Tortschinski / Jean-Sébastien Fecteau / Wladislaw Tkaschenko 1993 / Dmitri Saweliew / Anton Sicharulidse / Bruno Marcotte 1994 / Anton Sicharulidse / Jean-Sébastien Fecteau / Jewhen Schigurskyj 1995 / Anton Sicharulidse / Steve Hartsell / Ihor Martschenko 1996 / Wladislaw Schownirski / Ihor Martschenko / Steve Hartsell 1997 / Steve Hartsell / Teimuras Pulin / Wladislaw Schownirski 1998 / Dmitri Palamartschuk / Alexei Sokolow / Wladislaw Schownirski 1999 / Dmitri Palamartschuk / Paul Binnebose / Wladislaw Schownirski 2000 / Stanislaw Morosow / Dmitri Palamartschuk / Alexei Sokolow 2001 / Zhang Hao / Alexander Markunzow / Michael McPherson 2002 / Stanislaw Sakarow / Sergei Slawnow / Ren Zhongfei 2003 / Zhang Hao / Ren Zhongfei / Jonathon Hunt 2004 / Pawel Lebedew / Bryce Davison / Maxim Trankow 2005 / Maxim Trankow / Bryce Davison / Egor Alexejewitsch Golowkin 2006 / Drew Meekins / Andy Seitz / Konstantin Besmaternych 2007 / Rockne Brubaker / Juri Larionow / Konstantin Besmaternych 2008 / Konstantin Besmaternych / Nodari Maissuradse / Wu Yiming 2009 / Nodari Maissuradse / Alexei Rogonow / Simon Shnapir 2010 / Han Cong / Mervin Tran / Fjodor Klimow 2011 / Han Cong / Fjodor Klimow / Mervin Tran 2012 / Han Cong / Jin Yang / Andrei Deputat 2013 / Brandon Frazier / Michael Marinaro / Maxim Miroschkin 2014 / Jin Yang / Wladimir Morosow / Jegor Sakrojew 2015 / Jin Yang / Charlie Bilodeau / Maxim Miroschkin 2016 / Martin Bidař / Wladislaw Mirsojew / Dmitri Sopot 2017 / Harley Windsor / Dmitri Koslowski / Xie Zhong 2018 / Denis Chodykin / Dmitri Jalin / Alexander Galljamow 2019 / Alexander Galljamow / Dmitri Rylow / Dmitri Jalin 2020 / Dmitri Rylow / Waleri Kolessow / Michail Nasarytschew 2021 Absage aufgrund der COVID-19-Pandemie 2022 / Luka Berulawa / Hektor Giotopoulos Moore / Benjamin Mimar 2023 / Daniel Tioumentsev / Hektor Giotopoulos Moore / Iwan Chobta 2024 / Luka Berulawa / Luke Wang / Lachlan Lewer 2025 / Luka Berulawa / Artem Darenskyi / Charly Laliberté Laurent 2026 / Yohnatan Elizarov / Kieran Thrasher / Iwan Chopta 2027
Eistanz In die Siegerliste (mit drei Siegen am erfolgreichsten: Jewgeni Platow mit seiner damaligen Partnerin Jelena Krikanowa) konnten sich bisher so bekannte Seniorenläufer wie die späteren Olympia-, Welt- oder Europameister Sergei Ponomarenko, Oxana „Pascha“ Grischtschuk, Marina Anissina, Ilja Awerbuch, Roman Kostomarow, Oxana Domnina und Maxim Schabalin sowie Tessa Virtue und Scott Moir einreihen.
Junioren-WM Gold Silber Bronze 1976 / Nicholas Slater / David Dagnell / Yves Tarayre 1977 / Mark Reed / Kim Spreyer / Robert McCall 1978 / Sergei Ponomarenko / Kris Barber / Pierre Husarek 1979 / Sergei Ponomarenko / Andrei Antonow / Kris Barber 1980 / Alexei Solowjew / Csaba Bálint / Andrew Ouellette 1981 / Alexei Solowjew / Wadim Karkatschew / Rodney Garossino 1982 / Wadim Karkatschew / Igor Schpilband / Alexander Miller 1983 / Igor Schpilband / Oleg Bljachman / Keith Yatsuhashi 1984 / Jewgeni Platow / Keith Yatsuhashi / Georgi Sur 1985 / Jewgeni Platow / Georgi Sur / Charles Paliard 1986 / Jewgeni Platow / Andrei Scharkow / Didier Courtois 1987 / Gennadi Kaskow / Alexander Tschitschkow / Donald Godfrey 1988 / Alexander Tschitschkow / Maxim Sewastjanow / Oleg Owsjannikow 1989 / Dmitri Lagutin / Wladimir Fjodorow / Gwendal Peizerat 1990 / Ilja Awerbuch / Sergei Romaschkin / Bruno Yvars 1991 / Juri Razguljajew / Gwendal Peizerat / Sergei Romaschkin 1992 / Ilja Awerbuch / Juri Schesnischenko / Alexandre Alain 1993 / Sergei Sachnowski / Sebastian Kolasiński / Luc Moneger 1994 / Sebastian Kolasiński / Sergei Sachnowski / Alexis Gayet 1995 / Dmitri Naumkin / Franck Laporte / Michal Szumski 1996 / Roman Kostomarow / Olivier Schoenfelder / Witali Kurkudym 1997 / Michail Stifunin / Denis Petukhov / Marcin Kozubek 1998 / Charles Butler jr. / Luciano Milo / Denis Petukhov 1999 / Justin Pekarek / Luciano Milo / Daniil Baranzew 2000 / Daniil Baranzew / Brandon Forsyth / Benjamin Agosto 2001 / Daniil Baranzew / Benjamin Agosto / Maxim Schabalin 2002 / Benjamin Agosto / Maxim Schabalin / Alexander Gratschow 2003 / Maxim Schabalin / Attila Elek / Alexander Gratschow 2004 / Alexander Gratschow / Attila Elek / Maxim Sawosin 2005 / Maxim Sawosin / Scott Moir / Ilja Tkatschenko 2006 / Scott Moir / Arkadi Sergejew / Charlie White 2007 / Dmitri Solowjow / Kristian Rand / Andrew Poje 2008 / Evan Bates / Paul Poirier / Witali Butikow 2009 / Greg Zuerlein / Alex Shibutani / Jonathan Guerreiro 2010 / Nikita Kazalapow / Mitchell Islam / Kirill Chaljawin 2011 / Kirill Chaljawin / Jonathan Guerreiro / Dean Copely 2012 / Ruslan Schiganschin / Iwan Bukin / Daniel Eaton 2013 / Iwan Bukin / Guillaume Cizeron / Daniel Eaton 2014 / Jean-Luc Baker / Sergei Mosgow / Zhao Kai Pang 2015 / Sergei Mosgow / Quinn Carpenter / Maksym Nikitin 2016 / Quinn Carpenter / Michael Parsons / Pawel Drosd 2017 / Michael Parsons / Pawel Drosd / Anthony Ponomarenko 2018 / Kirill Aljoschin / Anthony Ponomarenko / Maxim Nekrassow 2019 / Zachary Lagha / Nikita Nasarow / Igor Erjomenko 2020 / Vadym Kolesnik / Georgi Rewia / Dewid Narischny 2021 Absage aufgrund der COVID-19-Pandemie 2022 / Gage Brown / Bruce Waddell / Peter Beaumont 2023 / Daniel Mrázek / Ye Quan / Peter Beaumont 2024 / Artem Markelov / Alexei Kiliakov / Michail Savitskiy 2025 / Noah Lafornara / Dimitry Tsarevski / Michail Savitskiy 2026 / Daniil Veselukhin / Samuel Blanc Klaperman / Artem Koval 2027
Siehe auch Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften Eiskunstlauf-Europameisterschaften Liste der Olympiasieger im Eiskunstlauf
Weblinks
Vollständige Ergebnisse der Junioren-Weltmeisterschaften 2012 bei isufs.org (englisch)
Kategorie:Eiskunstlaufwettbewerb Kategorie:Erstveranstaltung 1976 Juniorenweltmeisterschaften