Die Sur ist ein über 43 km langer Fluss in den oberbayerischen Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, der bei Surberg entspringt und nach einem insgesamt ostnordöstlichen Lauf mit einigen starken Richtungswechseln oberhalb der Stadt Laufen von links in die Salzach mündet.
Name Der Flussname erscheint um das Jahr 790 als „super rivolum Surâ“ erstmals in den schriftlichen Aufzeichnungen. Der Name könnte möglicherweise aus dem Keltischen stammen (*Sūrā) und mit „die sich Drehende“ übersetzt werden.
Die Sur ist Namensgeber für die Orte Surberg, Surtal, Surmühl und Surheim am Lauf und auch für den unteren ihrer beiden großen Zuflüsse, die Kleine Sur.
Geographie mini|links|Einzugsgebiet der Sur Verlauf Die Sur entspringt im Quellhanggebiet des Kühmooses bei der Einöde Moos der Gemeinde Surberg im Landkreis Traunstein auf etwa . Auf den ersten zweieinhalb Kilometern ihres Laufs zieht sie unter schneller Eintiefung und an Surberg selbst vorbei nordwestlich, bis sie am Gewerbegebiet Au des Dorfes in eine recht breite, mit dem nahen Grundbach gemeinsame weite Auenmulde eintritt. Der Nachbarbach fließt von der anderen Seite der Gewerbezone westlich zur Traun, während die Sur in einem Bogen nach rechts und von der B 304 begleitet in der Mulde auf Ostkurs geht.
So wechselt sie aus der Gemarkung von Surberg in die von Markt Teisendorf im Landkreis Berchtesgadener Land. Am aufwärtigen Ortsrand von Teisendorf selbst läuft ihr in kilometerbreiter Aue der erste große rechte Zufluss Oberteisendorfer Ache zu, die hier etwas kürzer ist, aber mehr Einzugsgebiet hat und deren höchste Quellen sehr viel höher auf über am Teisenberg entspringen. Nachdem sie in Teisendorf von der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg gequert wird, schwenkt die Sur für etwa 6 Kilometer in sehr verengtem Tal auf Nordlauf und durchläuft dabei zuletzt an der Gemeindegrenze zu Gemeinde Petting wieder im Landkreis Traunstein auf etwa den fast 7 ha großen Surspeicher.
Dann tritt sie an der Schleifmühl von Petting in eine weitere breite Eiszeitrinne ein, in der sie am Schönramer Filz vorbei südöstlich fließt und ab dem namengebenden Pettinger Ortsteil Schönram abschnittsweise auf Gemeindegrenzen und auch der Kreisgrenze läuft. Beim Kirchdorf Sillersdorf der Gemeinde Saaldorf-Surheim wechselt sie endgültig in den Landkreis Berchtesgadener Land über, kurz danach mündet ihr am südlichsten Punkt ihres Laufes und auf unter aus dem Gemeindegebiet von Ainring die Kleine Sur zu, ihr zweiter großer und ebenfalls rechter Zufluss. Dieser entsteht in der nach deren Nordkehre bei Teisendorf sich südöstlich fortsetzenden Auenmulde der oberen Sur.
Von dieser Zumündung an wendet sie sich wieder nach Norden, ohne das nur noch weniger als einen Kilometer östlich entfernte Freilassing berührt zu haben, dessen Gemarkung einmal sogar bis aufs linke Ufer herüberreicht. Etwas danach läuft sie beidseits im Gemeindegebiet von Saaldorf-Surheim und quert dabei die Bahnstrecke Freilassing–Mühldorf sowie unterhalb von Surheim die in Abstand linksseits der Salzach laufende B 20. Danach tritt die Sur in den Wald in der linken Salzach-Aue ein, wo ihr von rechts noch der sich neben dem kanalisierten Vorfluter entlangschlängelnde Mittergraben zumündet, ehe sie gleich danach noch auf die Gemarkung der Stadt Laufen wechselt, wo sie von links und zuletzt Süden in die Salzach mündet.
Zuflüsse vom Ursprung zur Mündung. Höhenangaben in der Regel nach dem Höhenlinienbild auf dem BayernAtlas, Einzugsgebiete teilweise und Längen häufig dort abgemessen, andere Quellen für Angaben sind vermerkt.
Ursprung der Sur auf etwa bei der Einöde Moos der Gemeinde Surberg im Landkreis Traunstein. An den obersten, nordwestlich laufenden Abschnitt des Flusslaufes grenzt links das Quellhanggebiet des Kühmooses; jenseits von diesem läuft der Auerbach über den Grundbach zur Traun.
(Zulauf), von rechts und Südosten auf etwa in der Aue zwischen Surberg und Surberg-Surtal, ca. 2,2 km. Entsteht auf etwa nordöstlich von Surberg-Moos. Kohlgraben, von links und Nordwesten auf etwa unterhalb von Surtal an der Buchmühl, ca. 1,0 km. Entsteht auf unter an der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg gegenüber von Surberg-Lacken. (Klingenzulauf), von links und Norden auf etwa bei Surberg-Thalmann, ca. 0,6 km. Entsteht auf etwa an der Bahnstrecke am Ostrand von Surberg-Lauter. (Hangzulauf), von rechts und Südwesten auf über bei Surberg-Feiler, ca. 0,5 km. Entsteht auf über bei Surberg-Leiten. (Klingenzulauf), von links und Norden auf unter bei Teisendorf-Gastag, ca. 0,4 km. Entsteht auf etwa in einer bewaldeten Klinge. (Zulauf), von rechts und Südwesten auf unter bei Surberg-Diesenbach, ca. 0,8 km. Entsteht auf unter am Waldhang Kuhleite über Diesenbach. Reutergraben, von rechts und Süden auf unter gegenüber von Teisendorf-Wieshäusl entlang der Gemeinde- und Kreisgrenze, ca. 0,9 km. Entsteht auf über bei Surberg-Ried. Thalhausergraben, von rechts und Süden auf unter bei Teisendorf-Thalhausen, ca. 0,7 km. Entsteht auf etwa über Thalhausen. (Hangzulauf), von rechts und Süden auf über gleich nach dem vorigen, ca. 0,9 km. Entsteht auf etwa am Waldhang unter Teisendorf-Hochhorn. (Zulauf), von links und Norden auf etwa vor Teisendorf-Wagneröd, ca. 0,6 km. Entsteht auf unter in einer Waldklinge östlich von Teisendorf-Schnaitt. Rundauer Graben, von links und Norden auf unter bei Wagneröd, ca. 0,9 km. Entsteht auf etwa bei Teisendorf-Schlinzger. Grübeler Graben, von links und Nordosten auf unter bei Teisendorf-Grübel, ca. 0,7 km. Entsteht auf etwa bei Teisendorf-Vorderkapell. Leitenbach, von rechts und Südwesten auf unter gegenüber von Teisendorf-Leiten, ca. 3,3 km und ca. 3,5 km². Entsteht auf etwa nördlich von Teisendorf-Neukirchen am Teisenberg. Aschauer Graben, von links und Norden auf etwa bei Teisendorf-Spöck, ca. 1,9 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf unter nordwestlich von Teisendorf-Vorderkapell. Thumberger Graben, von rechts und Südwesten auf etwa nordwestlich von Teisendorf-Oberteisendorf, ca. 1,4 km. Entsteht auf etwa am Rand von Teisendorf-Thumberg. Feldbach, von links und Nordwesten auf über bei Teisendorf-Kirchsteg in einen linken Ast, ca. 2,0 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf unter an der Kläranlage von Teisendorf-Rückstetten. Der bei Teisendorf-Knapper links abgehende Seitenzweig ist selbst mindestens 1,1 km lang und mündet bei Teisendorf-Surmühl zurück. Oberteisendorfer Ache, von rechts auf über an der Brücke der Kreisstraße BGL 12 am Westrand von Teisendorf, 10,2 km mit Quellbach Schwarzenberggraben und 23,0 km². Der Schwarzenberggraben entsteht auf etwa am Nordhang des Großen Kachelsteins (), andere Quellbäche und Zuläufe auf bis über . Ramsauer Bach, von rechts auf gegen Ortsende von Markt Teisendorf, mit längstem Oberlauf ca. 7,4 km, der westlich über dem Siedlungsplatz Kerschall von Anger auf etwa entspringt und über den Höglwörther See zum Ramsauer Bach fließt. … Lußgraben, von links auf gegenüber Oberstarz und vor dem Surspeicher, ca. 1,6 km. … Kleine Sur, von rechts und Südwesten auf unter bei Ainring-Gessenhart, 10,3 km mit der rechten Oberlauffolge Leitenbach – Kumpfmühlgraben und 26,5 km². Der Leitenbach entsteht auf etwa bei Teisendorf-Weiherhäusl. … Mittergraben, von rechts und Südsüdosten auf unter in der Au östlich von Saaldorf-Surheim-Au, ca. 6,8 km. Geht auf wenig unter östlich von Freilassing-Salzburghofen von dem gleich darauf in die Saalach mündenden Freilassinger Mühlbach ab.
Mündung der Sur auf unter beim Dorf Triebenbach der Stadt Laufen im Landkreis Berchtesgadener Land. Das Gewässer ist hier 43,7 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 149,8 km² hinter sich.
Wirtschaftliche Nutzung mini|hochkant|Surspeicher An der Gemeindegrenze von Teisendorf und Schönram (Gemeinde Petting) liegt der Surspeicher, auch Surtalsperre genannt, der vom Freistaat Bayern betrieben wird. Dieses Hochwasserrückhaltebecken dient dem Hochwasserschutz an Mittel- und Unterlauf der Sur. Von ehemals 16 Wassermühlen und Wehren bestehen noch acht, wie z. B. die Surmühle unweit des Ortsausgangs Oberteisendorf. Mit ihren 55 kW Leistung gehört sie zu den letzten noch aktiven Mühlen im Landkreis Berchtesgadener Land. Die Absturzhöhe der Wehre hat sich teils erheblich erhöht.
Pegel Im Lauf der Sur befinden sich drei Pegel: Teisendorf (Messstellennummer: 18662000) Ammerberg (Messstellennummer: 18663003) Brodhausen (Messstellennummer: 18666001)
Kleine Sur Die Kleine Sur entspringt in der Nähe der Gemeindegrenzen Ainring, Anger und Teisendorf. Sie fließt in einem Tal nördlich des Högls an Thundorf (Ortsteil der Gemeinde Ainring) vorbei und mündet westlich von Freilassing bei Gessenhart in die Sur.
Weblinks
Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Sur auf dem BayernAtlas. Beschreibung der Sur auf der Website des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein
Einzelnachweise Länge abgemessen auf: Einzugsgebiet abgemessen auf dem BayernAtlas.
Kategorie:Fließgewässer im Landkreis Traunstein Kategorie:Fließgewässer im Landkreis Berchtesgadener Land