miniatur|links|Nahe dem Ursprung der Norðurá auf der Holtavörðuheiði miniatur|links|Blick von der Passstraße Brattabrekka nach Süden ins Norðurárdalur (im Hintergrund) miniatur|Stafholtskirkja am Unterlauf der Norðurá miniatur|Lachs miniatur|links|Paradísarhlaut an der Norðurá, im Hintergrund Vikrafell

Norðurá ist ein Fluss im Westen von Island auf dem Gemeindegebiet von Borgarbyggð und im Bezirk Mýrasýsla.

Geographische Daten Die Durchschnittswassermenge beträgt im Sommer 10–40 m³/s und im Winter 6–30 m³/s.Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 2. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, S. 140. Der Fluss weist eine Länge von 62 km auf.; abgerufen: 6. September 2012.

Verlauf Der Fluss beginnt im Holtavörðuvatn auf der Hochebene Holtavörðuheiði. Von dort strömt er durch das Norðurárdalur und mündet in die Hvítá.

Sammelfluss Es handelt sich um einen sogenannten Sammelfluss, d. h. einen Fluss der zahlreiche andere Flüsse in sich aufnimmt und im Sommer nach starken Regenfällen und im Frühjahr, wenn der Schnee taut, stark anschwellen kann. Daher reicht bei ihm der Bewuchs auch nicht bis zur Wasseroberfläche hinunter. (Im Gegensatz dazu stehen Quellflüsse wie der Sog oder Gletscherflüsse wie die Jökulsá á Fjöllum.)s. Ari T. Guðmundsson, u. a.: Land im Werden. Ein Abriss der Geologie Islands. Vaka-Helgafell, Reykjavík 1996, S. 24.

Nutzung Lachsfluss Der Fluss ist bekannt als einer der besten Lachsflüsse des Landes.; abgerufen: 6. September 2012 Man erkennt Angelgebiete daran, dass an einem Pfad am Flussufer in unregelmäßigen Abständen Schildchen mit Nummern oder Platznamen stehen.

Wandermöglichkeiten Es gibt gekennzeichnete Wanderwege am Fluss, z. B. zu den Wasserfällen Laxfoss und Glanni knapp südlich von Bifröst.

Das Norðurártal Das Tal des Flusses Norðurá (isl. Norðurárdalurinn) ist das längste Tal des Verwaltungsbezirks Mýrasýsla, oben in den Bergen der Holtavörðuheiði enger und dann breit auslaufend etwa ab der Höhe der Raststätte Baula.

Bei Bifröst macht sich östlich das Massiv des alten und ausgekühlten Zentralvulkans Hallamúli mit dem Grjótháls breit. Am westlichen Ufer liegen hingegen noch sichtbarer andere vulkanische Berge, der Kegel der Baula und der kleineren Litla Baula, Zeugen des aktiven Vulkanismus der Gegend vor 4 Millionen Jahren, der klippenartige Abhang des Hraunsneföxl und die Grábrók-Krater, die nördlichsten Ausläufer des Ljósufjöll-Vulkansystems, eines heute noch aktiven Vulkansystems, dessen Zentralvulkan sich in etwa 90 km Entfernung auf Snæfellsnes befindet.

Auch hier bieten sich viele Wandermöglichkeiten an, von alpinem Bergsteigen auf der Baula über Wanderungen mittleren Anspruchs wie etwa über die Berge im Westen zu den Seen Langavatn und Hítarvatn wie auch Spaziergänge rund um den See Hreðavatn mit seinen neuzeitlichen Baumpflanzungen.vgl. Freysteinn Sigurðsson: Borgarfjarðarhérað á milli Mýra og Hafnarfjalla. Ferðafélag Íslands, árbók 2004. Reykjavík 2004, 243ff.

Siehe auch Liste der Flüsse in Island Geographie Islands

Weblinks

Infoseite der Vereinigung isländischer Angelvereine zur Norðurá (englisch) IMO (Isl. Staatl. Wetteramt), Hydrology (neueste Daten zum Fluss in Echtzeit) (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Borgarbyggð)