Die Gattung Leptocodon gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie besteht aus zwei Arten, die im Himalaya verbreitet sind.

Merkmale Von den Gattungsmerkmalen her ähnelt Leptocodon der Gattung Codonopsis, der Fruchtknoten ist an der Spitze jedoch mit fünf Drüsen besetzt, die versetzt zu den Staubblättern stehen. Die Blüten sind fünfzählig. Der Pollen besitzt sieben bis acht Furchen („colpat“).K. K. Shresta & V. F. Tarasevich: Comparative pollen morphology of genus Cyananthus in relation to its systematics and its position within the family Campanulaceae In: Bot. Zurn. 77(10)/Oktober 1992, S. 1–13 Der Fruchtknoten ist dreifächrig, der Griffel ist dreilappig. Die Frucht ist eine ledrige dreifächrige Kapsel.

Ökologie Leptocodon kommt in schneefreien Gebieten vor. Die Samen haben jedoch eine feste Keimruhe.T. V. Shulkina, J. F. Gaskin & W. M. M. Eddie: Morphological studies towards an improved classification of Campanulaceae s. str. In: Annals of the Missouri Botanical Garden 90/2003, S. 576–591

Systematik und Taxonomie Die Gattung Leptocodon gehört zu den Glockenblumengewächsen im engeren Sinne (Campanuloideae) und wird dort in eine Verwandtschaftsgruppe mit Campanumoea, Canarina, Codonopsis, Cyananthus, Ostrowskia und Platycodon gestellt.W. M. M. Eddie, T. Shulkina, J. Gaskin, R. C. Haberle & R. K. Jansen: Phylogeny of Campanulaceae s. str. from ITS sequences of nuclear ribosomal DNAIn: Annals of the Missouri Botanical Garden 90/2003, S. 554–575 Auf Grund dessen, dass die Gattung lediglich durch die Drüsen von Codonopsis unterschieden wird, plädieren Morris & Lammers (1997) dafür, Leptocodon in diese zu integrieren.

Die Gattung Leptocodon wurde 1855 von Joseph Dalton Hooker und Thomas Thomson als Untergattung Codonopsis subgen. Leptocodon in Illustrations of Himalayan Plants Tafel 16 A erstbeschrieben. Die Untergattung wurde 1856 von Charles Lemaire in L'Illustration Horticole Band 3 (Misc.), Seite 49 zur Gattung Leptocodon hochgestuft.

Arten Es gibt zwei Leptocodon-Arten, die aber von manchen Autoren zu Codonopsis gestellt werden: Leptocodon gracilis (Syn.: Codonopsis gracilis ): Sie kommt von Nepal bis China vor. Leptocodon hirsutus (Syn.: Codonopsis hongii ): Sie kommt von Sikkim bis China vor.

Literatur J. D. Hooker & T. Thomson: Dr. Hooker and Dr. Thomson's Praecursores ad floram indicam - Campanulaceae In: Journal of the Linnean Society 2/1858, S. 17 K. E. Morris & T. G. Lammers: Circumscription of Codonopsis and the allied genera Campanumoea and Leptocodon (Campanulaceae: Campanuloideae). I. Palynological data. In: Botanical Bulletin of the Academia Sinica. 38/1997, S. 277–284: Online

Einzelnachweise

Weblinks

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Kategorie:Glockenblumengewächse Kategorie:Campanulaceae