Trip to Asia – Die Suche nach dem Einklang ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 2008 von Thomas Grube über eine Konzertreise der Berliner Philharmoniker. Er startete am 28. Februar 2008 in den deutschen Kinos im Verleih von Piffl Medien.
Handlung Trip to Asia zeigt Einblicke in das Innenleben der Berliner Philharmoniker, die als eines der besten Orchester der Welt gelten. Die Filmemacher haben das Orchester dafür auf seiner Asien-Tournée 2005 durch die Städte Peking, Seoul, Schanghai, Hongkong, Taipeh und Tokio begleitet.
Der Film beschreibt den Orchester-Alltag während dieser Reise. Thomas Grube konzentriert sich auf die einzelnen Musiker des Orchesters und zeigt in sehr persönlichen Interviews deren Hintergrund, Gefühle, Ängste und Motivation. So erfährt man als Zuschauer zum Beispiel, dass selbst Musiker kurz vor der Pensionierung noch mit Lampenfieber zu kämpfen haben oder viele Orchestermitglieder in ihrer Jugendzeit Außenseiter waren. Der Film beleuchtet auch die Abläufe im Orchester selbst und zeigt u. a., welchem Druck junge Musiker ausgesetzt sind, die erst noch ihre zweijährige Probezeit überstehen müssen oder die Beziehung des Orchesters zu seinem Chefdirigenten Sir Simon Rattle. Eine zentrale Fragestellung des Films ist auch der Konflikt zwischen den individuellen Wünschen der einzelnen Musiker und den Ansprüchen der Gemeinschaft.
Die Tournée und die bereisten Städte sind dabei immer wieder Auslöser und Projektionsfläche der in den Interviews behandelten Themen. Der Regisseur verzichtet darauf, die einzelnen Städte und Länder detailliert vorzustellen und konzentriert sich auf die Orchestermusiker selbst.
Der Höhepunkt des Films zeigt sich nach dem Konzert in Taipeh, als über 30.000 Zuschauer, die das Konzert im Regen vor Großleinwänden verfolgt haben, den Musikern zujubeln.
Die Musik Als roter Faden durch den Film zieht sich Ein Heldenleben, die große Tondichtung von Richard Strauss. Die einzelnen Sätze des Heldenlebens finden sich jeweils während der Konzerte in den Städten der Reise wieder und haben stets einen direkten Bezug zur jeweiligen Thematik (z. B. spielen die Philharmoniker Des Helden Weltflucht und Vollendung während der Cellist Götz Teutsch erklärt, man erfahre bei ganz besonderen Abenden das seltene Gefühl „eins zu sein mit dem Kosmos“).
Neben dem Heldenleben kommen in Trip to Asia auch die 3. Sinfonie (Eroica) Ludwig van Beethovens sowie das zeitgenössische Werk Asyla von Thomas Adès vor, die die Berliner Philharmoniker ebenfalls auf ihrer Asien-Tournée gespielt haben.
Die Filmmusik komponierte Simon Stockhausen unter anderem aus Original-Klängen, die er selbst während der Reise aufgenommen hat. Er selbst beschreibt seine Herangehensweise so:
Kritiken
Audiodeskription Neben der Originaltonspur findet sich auf der DVD auch eine Bildbeschreibung, die von der deutschen Hörfilm gGmbH produziert wurde. Sprecherin ist Ulrike Sturzbecher. 2009 wurde die Arbeit für den deutschen Hörfilmpreis nominiert.7. Deutscher Hörfilmpreis 2009
Auszeichnungen 2008: Gilde-Filmpreis Bester Dokumentarfilm 2008: Valladolid International Film Festival „Tiempo del Historia Award“ Bester Dokumentarfilm 2009: Echo Klassik Beste DVD des Jahres
Weblinks
(mit Fotogalerie und Trailer) Seite zum Film auf der Website des Produzenten
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2008 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Film über Musik Kategorie:Berliner Philharmoniker