Bârsana alte Schreibweise Bîrsana [] () ist eine Gemeinde im Kreis Maramureș in Rumänien.

Lage Bârsana liegt etwa 18 km südöstlich der Stadt Sighetu Marmației im Tal des Flusses Iza.

Gliederung Außer dem eigentlichen Ort Bârsana gehört zur Gemeinde noch das westlich gelegene Dorf Nănești. Die früher ebenfalls von Bârsana aus verwaltete Ortschaft Oncești bildet seit 2004 eine eigene Gemeinde.

Geschichte Der Ort wurde 1326 als „terram Zurduky“ erstmals urkundlich erwähnt. Er war über mehrere Jahrhunderte Teil des Komitats Maramuresch und damit des Königreichs Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte er zu Rumänien.

2004 wurde die heutige Nachbargemeinde Oncești aus Bârsana ausgegliedert.Angaben des rumänischen Parlaments, abgerufen am 10. September 2018 (PDF; 250 kB, rumänisch).

Bevölkerung Seit Beginn der offiziellen Volkszählungen im Jahr 1850 war die Gemeinde überwiegend von Rumänen bewohnt. Bis zum Zweiten Weltkrieg stellten Juden die größte Minderheit (etwa 10–15 Prozent). Inzwischen sind die Bewohner von Bârsana nahezu ausschließlich Rumänen; 2002 wurden in der Gesamtgemeinde vier Ungarn und sechs Ukrainer erfasst. Im Ort Bârsana selbst lebten im Jahr 2002 4270 Bewohner. Ähnliches gilt für den eingemeindeten Ort Nănești, der 2002 533 Einwohner zählte.Volkszählung 1850–2002, letzte Aktualisierung 15. Dezember 2010 (ungarisch; PDF; 651 kB).

Verkehr Bârsana liegt an der Kreisstraße (drum județean) DJ186, die von Vadu Izei nach Săcel führt und damit die Städte Sighetu Marmației und Borșa miteinander verbindet. In diese Städte bestehen regelmäßige Busverbindungen. Der nächste Bahnhof befindet sich ca. 13 km nordöstlich des Ortes an der Bahnstrecke Valea Vișeului–Borșa.

Sehenswürdigkeiten Abgesehen von der landschaftlich attraktiven Lage ist touristischer Hauptanziehungspunkt die 1720 errichtete Holzkirche „Intrarea Maicii Domnului în Biserică“ (wörtl. „Eintritt der Mutter Gottes in die Kirche“, im Sinne von Darbringung Mariens als Kind in den Tempel zu Jerusalem) in der Ortsmitte von Bârsana. 1999 war sie eine der acht Holzkirchen in der Maramureș, die in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde. abgerufen am 24. August 2012 (rumänisch).

Ein am südöstlichen Ortsrand von Bârsana gelegenes Kloster wurde 1390 erstmals erwähnt, jedoch um 1800 verlassen und abgetragen. Die 1720 errichtete Klosterkirche wurde von den Bewohnern demontiert und versetzt und als Dorfkirche weiterbenutzt. Die heute auf dem alten Klostergelände befindlichen Gebäude wurden erst ab 1993 errichtet, wobei sich der Architekt von der herkömmlichen Holzbauweise inspirieren ließ; die große zweistöckige Hauptkirche ist jedoch ein holzverkleideter Betonbau. Heute funktioniert dort ein Rumänisch-Orthodoxes Nonnenkloster.

Die Holzkirche in Bârsana

Das Kloster Bârsana

Weblinks

Bârsana bei ghidulprimariilor.ro Website des Klosters Bârsana (teilweise deutsch)

Einzelnachweise

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