Adelmannssitz (fränkisch: GsähsE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 35. Dort folgendermaßen transkribiert: „gsǟs“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Petersaurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Adelmannssitz liegt in der Gemarkung Vestenberg.

Geografie Das Dorf liegt in einem kleinen Tal, in dem der Rippbach als linker Zufluss in den Haselbach mündet. Im Norden liegt die Flur Mühlleiten, 0,7 km südöstlich erhebt sich der Boxberg (). Die Kreisstraße AN 10 führt zur B 14 bei Wicklesgreuth (1,7 km südlich) bzw. an Wustendorf vorbei zur Staatsstraße 2246 bei Neubruck (1,5 km nordwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Vestenberg (0,7 km südwestlich) und nach Großhaslach (2,5 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1443 als „Adelmannsgeseß“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zu dem Wohnsitz des Edelmanns. Die Herren von Vestenberg waren bereits im 15. Jahrhundert Grundherren im Ort.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 35.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Adelmannssitz zehn Anwesen (1 Mühle, 5 Gütlein, 3 Leerhäuser, 1 Halbleerhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Vogtamt Vestenberg. Neben den Anwesen gab es kommunale Gebäude (Haus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 827.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 1, Sp. 12. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 1012 f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Adelmannssitz dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vestenberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Vestenberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Petersaurach eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 17 (Mühl- und Wohngebäude): zweigeschossiger Massivbau mit Mansarddach, Rechteckportal mit Mühlrad-Wappen bezeichnet „1790“ und „1871“

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2009 2015 2022Einwohner 58 54 55 52 57 47 57 76 49 54 46 55 63 56HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 11 9 11 11 10 10 10 12 Quelle

Religion Adelmannssitz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt, seit 1578 ist die Pfarrei St. Laurentius (Vestenberg) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt, seit 1992 ist die Pfarrei St. Franziskus (Neuendettelsau) zuständig.

Wanderwege Durch Adelmannssitz verläuft der Fernwanderweg Rangau-Querweg.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Petersaurach Kategorie:Ersterwähnung 1443