mini|Logo der Swiss Music Awards Die Swiss Music Awards (SMA) sind die grösste Musikpreisverleihung der Schweiz. Die SMA werden jährlich in einer aufwändig produzierten Show verliehen und dienen der Förderung der nationalen Musikszene sowie der Präsentation ihrer kulturellen Vielfalt. Die SMA bieten Newcomern eine Plattform und ehren das Schaffen der erfolgreichsten nationalen und internationalen Musiker.
Ihre Premiere feierte die Veranstaltung 2008 im Zürcher Club Kaufleuten. 2010 wechselte sie in den grösseren Veranstaltungsort Schiffbau des Zürcher Schauspielhauses. Infolge ihrer ständig steigenden Popularität fanden die SMA von 2014 bis 2018 im Zürcher Hallenstadion statt. Seither sind auch Tickets für die Veranstaltung erhältlich. In den Jahren 2019 und 2020 war das Kultur- und Kongresszentrum Luzern Austragungsort. Im selben Jahr wurde auch «SMA live» eingeführt, eine Parallelveranstaltung zur «Ceremony», bei der Musiker in kurzen Liveauftritten neue Schweizer Musik und internationale Hits präsentieren.
Ab 2012 wurden die Swiss Music Awards live im Hauptprogramm von SRF zwei, in der Romandie auf One TV im Fernsehen sowie von Radiotelevisione Svizzera (RSI) per Live-Streaming übertragen. SRF war Producer der Swiss Music Awards 2019. Aufgrund von Sparmassnahmen gab SRF die Übertragungsrechte 2020 an den Privatsender 3+ ab, behielt jedoch die Medienpartnerschaft für den Förderpreis Best Talent bei.
Kategorien Insgesamt werden Künstler in zehn nationalen und vier internationalen Kategorien ausgezeichnet.
Nationale Kategorien Die Bezeichnungen der nationalen Kategorien lauten Best Solo Act, Best Group, Best Breaking Act, Best Live Act, Best Talent, Best Act Romandie, Best Streaming Artist, Best Hit, Artist Award und Most Rising Artist Social Media.
Bei den SMA 2015 gab es eine Reihe von Veränderungen: Der Fokus der Kategorien lag nicht mehr auf Genres, sondern auf den Künstlern selbst. Bis dahin waren die Albumveröffentlichungen entscheidend, danach gab es nur noch eine Albumauszeichnung. Stattdessen wurden weibliche und männliche Solisten und Bands ausgezeichnet.
Mitte der 2020er Jahre gab es weitere aktuelle Anpassungen. Statt dem besten Album wurde ab 2024 der Best Streaming Artist ausgezeichnet. Dazu wurde eine Social-Media-Kategorie eingeführt. Die Geschlechtertrennung wurde ein Jahr später aufgehoben und ein Preis für Personen aller Geschlechter und Identitäten vergeben.
Daneben gibt es eine Reihe von besonderen Kategorien. 2015 wurde zudem die neue Kategorie Artist Award eingeführt: In dieser bestimmen Schweizer Künstler und Musikschaffende, wer aus ihren Reihen eine Auszeichnung für künstlerisch herausragendes Musikschaffen erhält.
Mit den Kategorien Best Talent (wird von Radio SRF 3 verliehen) und Best Breaking Act fördert die Veranstaltung neue Künstler.
Der Verleiher kann für ausserordentliche Leistungen eines Künstlers einen Outstanding Achievement Award sowie zur Ehrung eines Künstlers posthum einen Tribute Award verleihen. Die beiden Kategorien werden aber nicht regelmäßig besetzt.
Internationale Kategorien Die Bezeichnungen der internationalen Kategorien lauten Best Solo Act International, Best Breaking Act International, Best Group International und Best Hit International.
Organisation Trägerschaft Der Verein Press Play ist offizieller Preisverleiher der Veranstaltung und somit für die Reglementierung und in Zusammenarbeit mit GfK Switzerland für die Auswertung der Preisverleihung verantwortlich. Der Verein besteht aus den vier Mitgliedern IFPI Schweiz, SUISA (Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik), Swissperform (Verwertungsgesellschaft für Leistungsschutzrechte) sowie SMPA (Branchenverband der professionellen Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstalter). Dadurch ist eine breite Abstützung durch die Musikindustrie garantiert.
Ermittlungsverfahren Gemäss dem Regelwerk der SMAReglement der Swiss Music Awards. In: press-play.info/sma. Abgerufen am 25. Januar 2019. hängt die Nominierung der Künstler in den meisten Kategorien primär von Verkäufen (physische Tonträger, Downloads sowie Streams) und den Stimmen der Academy ab. Die Academy der Swiss Music Awards besteht aus 51 Mitgliedern, welche die gesamte Schweizer Musikindustrie repräsentieren und für ein Jahr gewählt werden.
Die drei Nominierten pro Kategorie stellen sich einem öffentlichen Online-Voting. Auch die Verkaufszahlen fliessen ins Ergebnis ein. Für die Kategorie «Best Hit» führen die Fernsehsender anlässlich der Preisverleihung live ein Public-Voting mittels SMS- und Telefon-Abstimmung durch.
Veranstalter Von 2008 bis 2018 war die Claim Event AG offizieller Veranstalter der Swiss Music Awards. Geschäftsführer war von 2008 bis 2018 Oliver Rosa. 2019 wurde die Claim Event AG von den beiden Agenturen Aroma und FS Parker/Activation übernommen. Seit 2022 ist das Medienunternehmen CH Media der offizielle Veranstalter und gleichzeitig auch der Broadcaster.
Kritik Der Rapper Tommy Vercetti kritisierte 2020 in der WOZ die Veranstaltung, da die dortigen Künstler instrumentalisiert und nicht gefördert werden.
Veranstaltungen Datum Veranstaltungsort Moderatoren 27. Februar 2008 Kaufleuten Marco Fritsche, Jubaira Bachmann 19. Februar 2009 Live: Melanie Winiger, Marco Fritsche; TV: Jubaira Bachmann 2. März 2010 Schiffbau Melanie Winiger, Marco Fritsche 3. März 2011 2. März 2012 Melanie Winiger, Mario Torriani 1. März 2013 7. März 2014 Hallenstadion 27. Februar 2015 Melanie Winiger, Mario Torriani, Andi Rohrer 12. Februar 2016 10. Februar 2017 Alexandra Maurer, Stefan Büsser 9. Februar 2018 16. Februar 2019 KKL Luzern Stefan Büsser 28. Februar 2020 Hazel Brugger 26. Februar 2021 Hallenstadion Nik Hartmann 25. Mai 2022 Bossard Arena Zug Marco Fritsche, Madeleine Sigrist 17. Mai 2023 Marco Fritsche, Annina Frey 8. Mai 2024 Hallenstadion Melanie Winiger, Annina Frey 28. Mai 2025 19. März 2026
Liveacts 2008: Maria Mena, Börni, Adrian Solo, Stephan Eicher, D-Verse City 2009: Silbermond, Seven, Lovebugs, Ritschi, Stress, Nek, Amy Macdonald 2010: Bushido, Kesha, Sens Unik, Baschi, Christophe Maé, Lunik, Milow, Dada Ante Portas 2011: Bligg, Adrian Stern, TinkaBelle, Unheilig, Grégoire, Polo Hofer, Gotthard 2012: Silbermond, James Morrison, Züri West, Lovebugs, Stefanie Heinzmann, The Overtones, DJ Antoine, Bastian Baker, Anna Rossinelli 2013: Hurts, Baschi, Die Toten Hosen, Marc Sway und Philipp Fankhauser, Stress, Bastian Baker, Noah Veraguth, 77 Bombay Street, Remady & Manu-L 2014: Alex Hepburn, Pegasus, Sunrise Avenue, John Newman, Casper, Milky Chance, Gotthard, Bastian Baker 2015: Die Fantastischen Vier, Kodaline, Lo & Leduc, Leal, Stefanie Heinzmann, James Bay, Bonaparte 2016: 77 Bombay Street, Dodo, Dua Lipa, Robin Schulz, Seven, Sido, Sophie Hunger 2017: Damian Lynn, Lo & Leduc, Pegasus, Álvaro Soler, Mark Forster, Nemo, James Blunt, Züri West 2018: Die Toten Hosen, Trauffer, Veronica Fusaro, Hecht, Sina, Büne Huber, Dodo, Rita Roof 2019: «The Ceremony»: Billie Eilish, Gotthard, Stress, Comme1Flocon; «SMA live»: Anna Rossinelli, Bastian Baker, Manillio, Nemo 2020: Loredana, Bligg und Marc Sway, Naomi Lareine, Sensu, Monet192, Lewis Capaldi, Justin Jesso und Eliane 2021: Kunz, Dodo, Zoe Wees, Master KG, Zian, Lo & Leduc 2022: Naomi Lareine und Sektion Züri, Tashan, Loco Escrito, Stress, Xen und Eaz, George Ezra 2023: Ofenbach feat. SVEA, Andryy, Baschi, Ilira, Loi, Argyle feat. Chiara Castelli, Joya Marleen, Mimiks feat. LCone 2024: Loco Escrito, Naomi Lareine, Monet192, Linda Elys, Nickless, Calum Scott, Ray Dalton, Rea Garvey feat. Picture This 2025: Gigi, Zoë Më, Michael Patrick Kelly, Sophie and the Giants, Ilira, Milune, Linda Elys, Nemo, Hecht, Trauffer feat. Stefanie Heinzmann, Nicky B Fly und Maja Brunner 2026: Bastian Baker, Soleroy, Beatrice Egli und Heimweh, Stress und Zian, Lo & Leduc und To Athena, Bligg, Nico Santos, JJ
Statistik Stand nach der Verleihung 2026:
Mehrfachpreisträger Künstler Siege Patent Ochsner 9 Stress 9 Hecht 8 Nemo 7 Bligg 7 Bastian Baker 7 Züri West 6 Lo & Leduc 4 Ed Sheeran 4 Loco Escrito 4 Joya Marleen 4 Stefanie Heinzmann 4 Adele 4 Imagine Dragons 4 Trauffer 3 Beatrice Egli 3 DJ Antoine 3 (Schluneggers) Heimweh 3 Coldplay 3 Gotthard 3 Amy Macdonald 3 Pegasus 3 Dabu Fantastic 3 Eminem 3 Billie Eilish 3 Alex Warren 3
Je zwei Auszeichnungen bekamen 77 Bombay Street, Bruno Mars, Danitsa, Faber, Kunz, Lady Gaga, Luca Hänni, Marius Bear, Megawatt, Miley Cyrus, Pharrell Williams, Remady, Rusch-Büeblä, Sina, Sophie Hunger, Steff la Cheffe, Stubete Gäng, The Weeknd, Yello und Zian.
Künstler mit den meisten Nominierungen Gölä ist der Musiker mit den meisten Nominierungen (zwölf) unter denen, die bislang noch keinen Preis gewinnen konnten. Sir Colin und Muse blieben trotz jeweils fünf Nominierungen ohne Auszeichnung. Umgekehrt gewann Bastian Baker bei 7 Nominierungen 7 Preise und bei Imagine Dragons waren es 4 aus 4.
Künstler Nominierungen Patent Ochsner 14 Bligg 13 Trauffer 13 Gölä 12 Hecht 12 Stress 12 Beatrice Egli 11 DJ Antoine 11 Lo & Leduc 10 Nemo 10 (Schluneggers) Heimweh 10 Sophie Hunger 10 Coldplay 8 Züri West 8 Bastian Baker 7 Loredana 7 Philipp Fankhauser 7 Seven 7
Jeweils sechsmal nominiert waren: 77 Bombay Street, Ed Sheeran, Faber, Gotthard, Joya Marleen, Loco Escrito und Remady.
Preisträger 2008 Kategorie Preisträger ausserdem nominiert Best Song National «On n’a q’une terre» von Stress «Wenn das Gott wüsst» von Baschi; «Campari Soda» von Taxi Best Song International «Umbrella» von Rihanna feat. Jay-Z «Say It Right» von Nelly Furtado; «Apologize» von Timbaland presents OneRepublic Best Album Pop/Rock National «Domino Effect» von Gotthard «Fürs Volk» von Baschi; «Eldorado» von Stephan Eicher Best Album Pop/Rock International «Loose» von Nelly Furtado «Back to Black» von Amy Winehouse; «Minutes to Midnight» von Linkin Park Best Album Urban National «Renaissance» von Stress «Panzer» von Gimma; «Home» von Seven Best Album Urban International «As I Am» von Alicia Keys «Introducing Joss Stone» von Joss Stone; «Graduation» von Kanye West Best Newcomer National Redwood Greis; MiNa Best Newcomer International Amy Winehouse Mika; Timbaland Best Album Dance National «Variété (The Show)» von DJ Tatana «Live in Moscow» von DJ Antoine; «Retro» von Sir Colin Best Videoclip National «Mais où?» von Stress «Meh Verdiant» von Sektion Kuchikäschtli; «Wake Up» von Seven
2009 Kategorie Preisträger ausserdem nominiert Best Song National «My Man Is a Mean Man» von Stefanie Heinzmann «Rosalie» von Bligg; «Severina» von Marc Sway Best Song International «This Is the Life» von Amy Macdonald «Mercy» von Duffy; «I Kissed a Girl» von Katy Perry Best Album Pop/Rock National «Haubi Songs» von Züri West «The Theory of Everything» von Dada (ante portas); «Z’Läbe fägt» von Gölä Best Album Pop/Rock International «This Is the Life» von Amy Macdonald «Black Ice» von AC/DC; «Viva la vida» von Coldplay Best Album Urban National «0816» von Bligg «Gangdalang» von Phenomden; «Love Man Riding» von Philipp Fankhauser Best Album Urban International «Ich und meine Maske» von Sido «808s & Heartbreak» von Kanye West; «Growing Pains» von Mary J. Blige Best Newcomer National Stefanie Heinzmann Phenomden; Sophie Hunger Best Newcomer International Leona Lewis Amy Macdonald; Duffy Best Album Dance National «Stop!» von DJ Antoine «10» von Sir Colin; «Tatana» von Tatana Best Live Act National Züri West Favez; Sophie Hunger
2010