Die Norddeutsche Zeitung war eine regionale Tageszeitung in Schwerin. Sie erschien von 1946 bis 1991 als Organ der Liberal-Demokratische Partei Deutschlands für die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Geschichte Die Norddeutsche Zeitung erschien erstmals am 4. März 1946 als Regionalzeitung für Mecklenburg und Vorpommern. Die Chefredaktion und der Verlag befanden sich in Schwerin, es gab Regionalbeilagen für die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. (Weitere regionale Zeitungen der LDPD waren die Liberal-Demokratische Zeitung für Sachsen-Anhalt, die Thüringische Landeszeitung und das Sächsische Tageblatt, Zentralorgan war Der Morgen).

Die Zeitung erreichte eine Auflage von 20.846 Exemplaren täglich. Diese war absichtlich begrenzt. (Zum Vergleich: Die Schweriner Volkszeitung der SED hatte 1946 eine Auflage von 100.000, 1947 etwa 170.000Martin Broszat, Gerhard Braas, Hermann Weber: SBZ-Handbuch. 1993, ISBN 3-486-55262-7, Seite 512 u. a.). Die Zeitung nutzte vor allem in den ersten Jahren die Möglichkeiten einer etwas liberaleren Berichterstattung.

Am 31. August 1991 erschien die letzte Ausgabe der Norddeutschen Zeitung, danach wurde ihr Erscheinen eingestellt.

Mitarbeiter Chefredakteure Hans-Gotthilf Strasser, 1946, erster Chefredakteur Helmut Bulle Herbert Exner, 1951–1953. Günter Grasmeyer, –1991, letzter Chefredakteur.

Weitere Mitarbeiter Heinz Thormann, 1946–1949 Karl-Hermann Flach, 1949, politischer Redakteur Dieter W. Angrick, 1955–1991, verantwortlicher Redakteur des Norddeutschen Leuchtturms Heike Jehnichen, um 1976, Redakteurin

Norddeutscher Leuchtturm Besonderer Beliebtheit unter den Lesern der Norddeutschen Zeitung erfreute sich die dem Blatt freitags beiliegende landeskundliche Wochenendbeilage Norddeutscher Leuchtturm mit hoch- und niederdeutschen Beiträgen aus der kulturellen und literarischen Vergangenheit und Gegenwart Mecklenburgs.Norddeutscher Leuchtturm Antiquariat Liberarius

Mit Beiträgen von Hans-Joachim Theil jeweils anlässlich des 100. Geburtstags von John Brinckman (1970), Fritz Reuter 1973/74 und Fritz Stavenhagen (1976) würdigte die Wochenendbeilage „Norddeutscher Leuchtturm“ kulturell bedeutende plattdeutsche Autoren. Auch das Theater Putbus (1971) als Kulturzentrum der Insel Rügen sowie Niederdeutsch in der Schule („Wi snacken platt“, 1981) waren ebenfalls Beispiele kultureller Beiträge von Hans-Joachim Theil in der landeskundlichen Wochenendbeilage „Norddeutscher Leuchtturm“.Bibliothekarischer Nachweis hier von Beiträgen Hans-Joachim Theils (von 1970 bis 1981) dokumentiert unter

Die Nr. 1 des Leuchtturms erschien am 30./31. Oktober 1952, als letzte Ausgabe die Nr. 2002 im Jahr 1991. Verantwortlicher Redakteur des Leuchtturms war vom 1. September 1955 bis zum Ende am 31. August 1991 Dieter W. Angrick, der in 36 Jahren etwa 1800 Ausgaben mit mehr als 6500 eigenen Beiträgen produziert hat.

Siehe auch Tageszeitungen der DDR

Weblinks Norddeutsche Zeitung ZDB-Katalog (5. Absatz) Norddeutscher Leuchtturm Liberarius, Wochenendbeilage

Einzelnachweise

Kategorie:Zeitung (Mecklenburg-Vorpommern, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Parteizeitung (LDPD) Kategorie:Deutschsprachige Tageszeitung Kategorie:Lizenzzeitung Kategorie:Schwerin Kategorie:Ersterscheinen 1946 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1991