In der Liste der Brunnen in Wuppertal sind vorhandene sowie ehemalige Brunnenanlagen und Wasserspiele in Wuppertal aufgeführt.

Gelistet sind, bis auf Ausnahmen, die Brunnen, die öffentlich zugänglich sind oder zu städtischen Einrichtungen gehören. Anders als bei Treppen, die reichlich in der Stadt vorhanden sind, ist das Stadtbild Wuppertals nicht reich an Brunnen. Dies zeigt sich unter anderem an der geringen Anzahl der unter Baudenkmal-Schutz gestellten Brunnen. Dies sind der Märchenbrunnen, der Gerechtigkeitsbrunnen, der Jubiläumsbrunnen, der Brunnen mit Putten in der Adolf-Vorwerk-Straße am Toelleturm, der Brunnen auf dem Schulgelände Eichenstraße am Rott, der Jahn-Denkmal-Brunnen in Ronsdorf, der Wandzierbrunnen an der Kölner Straße sowie seit April 2016 auch der Bleicherbrunnen auf dem Wupperfelder Markt.

Zu den bekanntesten und größten gehört der 1901 eingeweihte Jubiläumsbrunnen auf dem Elberfelder Neumarkt. Dieser löste mit seinen freizügigen Darstellungen seinerzeit heftige Kontroversen aus, die die Bevölkerung der Stadt Elberfeld in zwei Lager spaltete.

Die Liste ist chronologisch nach der Erbauung geordnet und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Liste Vor dem 19. Jahrhundert (–1869) mini|Das Brunnenhäuschen

Brunnenhäuschen … in der kleinen Parkanlage „Am Born“ an der Borner Straße in Cronenberg Geographische Lage: Errichtet: unbekannter Zeit vor oder im 18. Jahrhundert – mit einem neuen Brunnen von 1980 Status: erhalten Beschreibung: Das genaue Alter des ehemaligen Ziehbrunnens ist nicht überliefert. Er befindet sich vor dem 1750 erbauten Pastorat und versorgte die Cronenberger Bevölkerung bis 1888 mit Trinkwasser. Dann wurde der Drei-Kaiser-Wasserturm in Betrieb genommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte man übergangsweise den Brunnen als Trinkwasserlieferant nutzen. Das Brunnenhäuschen wurde 1971/72 restauriert und im Jahr 1980 die Grünanlage um den Brunnen ausgebaut. Gleichzeitig wurde ein alter Schleifstein, aus dem nun in der Mitte Wasser emporsprudelt, neben dem Brunnenhäuschen errichtet und am 15. August 1980 eingeweiht.

mini|Gottesbrünnlein an der Tütersburg in Wichlinghausen

Gottesbrünnlein … an der Tütersburg in Barmen, Nähe Wichlinghauser Markt Geographische Lage: Errichtet: in den 1780er Jahren Status: erhalten Beschreibung: Der Brunnen entstand um 1780 bis 1785 in der Nähe des Wichlinghauser Markts und war einer von vier ehemaligen Brunnen im Oberbarmer Ortsteil Wichlinghausen. Er war ursprünglich eine in Stein gefasste Quelle, die zunächst mit einem Eisengitter und später durch eine zweiflügelige Holztür verschlossen werden konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Brunnen stark verfallen und man plante ihn ganz zuzumauern. 1975 wurde im Rahmen eines NRW-Programms der Brunnen restauriert, wobei auch die Inschrift erneuert wurde. Die letzte Ziffer der Inschrift war Jahrzehnte nicht mehr lesbar gewesen, so dass man bei der Datierung 1781 wählte. Die Restauration wurde mit der Einweihung am 9. Mai 1981 abgeschlossen. Nun erhält der Gottesbrünnlein sein Wasser nicht mehr aus einer Quelle, sondern ist an das Trinkwassernetz der Stadt angeschlossen. Die Brunnenanlage wurde mit 24 Sitzplätzen und Sträuchern ergänzt.

mini|Springbrunnen im Gelände der Villa Dahl

Springbrunnen … an der ehemaligen Vorderseite der Villa Dahl in Unterbarmen Geographische Lage: Errichtet: um 1834 Status: nicht mehr im Betrieb Beschreibung: Um 1834 baute der Architekt Johann Peter Cremer für den Elberfelder Kaufmann Carl Feldhoff einen Sommersitz in Unterbarmen. Das Gebäude im südländischen Stil war mit einem großen Garten versehen, in dem ein Brunnen vor dessen ehemaliger Hauptfront liegt. Der Hauptzugang erfolgt nun nach einem Umbau von der anderen Seite, von der Schlossstraße, die nach diesem schlossähnlichen Haus, das unter dem Namen Dahls Schloss bekannt ist, benannt wurde. Der Brunnen mit der von einer Säule getragenen Brunnenschale ist noch beschädigt erhalten und nicht mehr im Betrieb. Der Zugang zum Garten ist nur mit Erlaubnis gestattet.

Kaiserzeit (1871–1918) mini|Bleicherbrunnen auf dem Wupperfelder Markt

Bleicherbrunnen … auf dem Wupperfelder Markt Geographische Lage: Errichtet: 1884 Status: erhalten Beschreibung: Der Bleicherbrunnen aus Sandstein nach einem Entwurf von Carl Winchenbach auf dem Wupperfelder Markt in Barmen wurde am 21. Mai 1884 eingeweiht. Den Anschluss Barmens an das Gemeinschaftswasserwerk Volmarstein hatte man als Anlass zur Errichtung genommen. Der dreigeschossige Brunnen wurde von dem Bildhauer Friedrich Küsthardt ausgeführt und zeigt vier Delfine, die von der Mitte aus in das barocke Bassin speien. Ein Kranz feiner Düsen lässt Wasser von der Spitze der Brunnensäule ins tiefer gelegene Bassin laufen. Auf der Brunnensäule ist eine Figur eines Garnbleichers. 1954 wurde im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße 7 der Brunnen an den heutigen Standort versetzt. Durch Umwelteinflüsse war der Sandstein stark beschädigt, so wurde der Brunnen 1966/1967 restauriert. Eine erneute Restaurierung wurde 1977 ausgeführt.

mini|hochkant|Märchenbrunnen

Märchenbrunnen … im Zooviertel, am Kreuzungspunkt der Wotan-, Baldur-, Donar- und Jägerstraße Hauptartikel: Märchenbrunnen Geographische Lage: Errichtet: 1897 Status: erhalten Beschreibung: Der denkmalgeschützte Märchenbrunnen im Wuppertaler Zooviertel wurde am 13. November 1897 eingeweiht und zeigt Motive aus den Märchen der Brüder Grimm. Der Brunnen aus Sandstein wurde von den Architekten Rudolf Hermanns und Kuno Riemann mit dem Bildhauer Wilhelm Albermann gestaltet. Ursprünglich floss aus kunstvoll geschmiedeten Röhren Wasser in grottenartige Becken. 1939 wurden sie entfernt und durch Blumenbeete ersetzt. 2007 wurde der Märchenbrunnen restauriert.

Siegesbrunnen … vor dem ehemaligen Kreishaus in Vohwinkel, dem späteren städtischen Kinderheim an der Gräfrather Straße Geographische Lage: Errichtet: 1900 Status: nicht erhalten, wahrscheinlich im Zweiten Weltkrieg zerstört Beschreibung: Vor dem Vohwinkler Landratsamt an der Gräfrather Straße lag der Siegesbrunnen, der durch den Düsseldorfer Bildhauer Gustav Rutz aus Granit geschaffen wurde. Die Einweihung des Siegesbrunnens durch Wilhelm II. am 24. Oktober 1900 war seinerzeit ein beliebtes Ansichtskartenmotiv. Die Figur der Siegesgöttin wurde nach einem Entwurf von Rutz in Galvanobronze ausgeführt. Der Brunnen hatte eine Plattform von 25 Metern Breite und ein Wasserbecken, aus dem kaskadenartig das Wasser dem Betrachter entgegenkam. Das Schicksal des Brunnens ist nicht ganz geklärt, wahrscheinlich ist er im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

mini|Jubiläumsbrunnen (Wuppertal)

Jubiläumsbrunnen … auf dem Neumarkt in Elberfeld Hauptartikel: Jubiläumsbrunnen Geographische Lage: Errichtet: 1901 Status: erhalten Beschreibung: Der denkmalgeschützte Jubiläumsbrunnen (auch Neptunbrunnen) auf dem Neumarkt in Elberfeld wurde 1895 vom Elberfelder Verschönerungsverein aus Anlass des 25-jährigen Bestehens gestiftet. Der 11,5 Meter hohe Brunnen aus rotem Mainsandstein wurde 1900/1901 vom Düsseldorfer Bildhauer Leo Müsch (1846–1911) als Nachbildung des Neptunbrunnens (1767–1768) auf dem Domplatz im italienischen Trient geschaffen. Das mehrfach geschwungene Becken von acht Metern Durchmesser befindet sich auf einem Stufenunterbau. Dargestellt sind hier Meeresgott, Nixen und Seeungetüme. Auf einem dreigeschossigen Aufbau erhebt sich ein etwa drei Meter hoher Neptun samt Zubehör. Der Aufbau ist belebt mit Tritonen, Putten und Delfinen. Die freizügige Darstellung des Neptuns, in Form der anatomisch korrekt modellierten Schamregion, entrüstete damals die Moralisten – für sie zeigten sich die Figuren allzu sehr männlich markant. In dieser hitzigen Debatte machten selbsternannte Volkserzieher kurzen Prozess und schlugen über Nacht hervorragende Teile zweier Eckfiguren des Brunnens ab.

Figurengruppe und Brunnen … auf dem Plateau unterhalb des Bergischen Hauses auf der Hardt in Elberfeld Geographische Lage: Errichtet: 1902 Status: nicht mehr erhalten Beschreibung: Aus dem Vermächtnis Wichelhaus wurde 1902 von dem Hardt-Verein ein Springbrunnen für die Parkanlage angeschafft. Da vom Budget etwas übrig geblieben war, konnte auch noch eine Figurengruppe mit einem Motiv aus dem Märchen Brüderchen und Schwesterchen der Gebrüder Grimm finanziert werden. Der Brunnen bestand aus einer dreistufigen Brunnenschale und befand sich unterhalb des Bergischen Haus. Es ist nicht überliefert, wie lange der Brunnen vorhanden war.

Goldschmiedbrunnen … im Hof der damaligen Knabenmittelschule an der Brandenburger Straße, heute Pfalzgrafenstraße in Elberfeld Geographische Lage: Errichtet: 1910 Status: nicht erhalten Beschreibung: Anlässlich der Dreijahrhundertfeier Elberfelds im Jahr 1910 stiftete der Juwelier Karl Schmitz (1854–1910) den Goldschmiedbrunnen für den Neubau der Knabenmittelschule an der Brandenburger Straße. Ausführender Bildhauer des drei Meter hohen Brunnens war Friedrich Coubillier. Er bestand aus einem Becken aus Granit mit zwei Meter Durchmesser, aus dem in der Mitte ein viereckiger Sockel herausragte. Auf dem Sockel befand sich in zwei Metern Höhe eine Figur eines mittelalterlichen Goldschmieds aus Bronze. Am Rand des Beckens waren sechs Sprudel als Trinkgelegenheit angebracht. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs soll die Bronzefigur noch vorhanden gewesenen sein, wahrscheinlich wurde sie für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Bei einer Erweiterung der Schule 1967/1969 wurde das Brunnenbecken entfernt.

mini|Gerechtigkeitsbrunnen

Gerechtigkeitsbrunnen … auf dem Platz der Republik in Elberfeld Hauptartikel: Gerechtigkeitsbrunnen Geographische Lage: Errichtet: 1910 Status: erhalten; Bronzefigur rekonstruiert Beschreibung: Ebenfalls anlässlich der Dreijahrhundertfeier Elberfelds im Jahr 1910 wurde der heute denkmalgeschützte Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Platz der Republik in Elberfeld eingeweiht. Stifter dieses Brunnens war der Geheime Kommerzienrat August Freiherr von der Heydt. Ausführender Bildhauer der Frauengestalt nach einer Aktzeichnung „Wägende“ war Bernhard Hoetger. Der Architekt Kuno Riemann gestaltete das Brunnenbecken aus Kirchheimer Muschelkalk mit einem Rand aus Kupfer. Ein wasserspeiender Basilisk befand sich zu Füßen der Frauengestalt. Das große Brunnenbecken, das wie ein gigantisches Taufbecken wirkt, wird von liegenden Löwen auf Gusseisen getragen. Die Löwen speien selbst Wasser aus dem Maul in Abflussröhren, die in ein Steinmosaik gebettet sind. Während der Zeit des Nationalsozialismus galt Hoetger als entartet und die Brunnenfigur wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Von 1957 bis 1959 wurde mit Hilfe des Bildhauers Fritz Bernuth die verbliebene Brunnenanlage, aus der kein Wasser mehr rann, restauriert. 1989 wurde der Brunnen erneut restauriert, um einige Meter versetzt und wieder an die Wasserversorgung angeschlossen. Auf Initiative von Hans-Joachim Camphausen wurde 2011 mit privaten Mitteln die Brunnenskulptur durch den Bildhauer Schwan Kamal rekonstruiert. An seinem Arbeitsplatz, der Düsseldorfer Gießerei Rolf Kayser, entstand sie neu. Der Brunnen-Unterbau wurde im Frühjahr 2012 saniert, die rund eine Tonne schwere Skulptur am 18. Juni 2012 aufgestellt und am 24. Juni 2012 enthüllt.

mini|hochkant|Brunnen auf dem Von-der-Heydt-Sportplatz

Brunnen auf dem Von-der-Heydt-Sportplatz … am Freudenberg in Elberfeld Geographische Lage: Errichtet: 1910 Status: erhalten