Dodenau ist ein Stadtteil von Battenberg im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Dodenau ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.

Geographie Der Ort liegt in Nordhessen, am Fuße des Rothaargebirges in unmittelbarer Nähe zur nordrhein-westfälischen Landesgrenze. Dodenau liegt an der Eder.

Geschichte Ortsgeschichte Das Dorf wurde erstmals 1184, in seiner mittelalterlichen Schreibweise Tatinowi, urkundlich erwähnt und gehörte dem Erzbistum Mainz. Um das Jahr 1400 verfiel der Ort zur Wüstung. Ab 1483 erfolgte die Wiederbesiedelung. Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges brachte Dodenau fremde Truppen und die Pest in das Dorf.

1721/22 ließ Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt sich im Dodenauer Forst das Jagdschloss Kleudelburg erbauen. Die Anlage wurde jedoch bereits ab 1770 wieder abgetragen. An ihrer Stelle steht heute ein 1884 erbautes Forsthaus.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Dodenau:

1932 wurde Dodenau Teil des Landkreises Frankenberg/Eder. 1922 wurde die Freiwillige Feuerwehr Dodenau gegründet, 1926 die Feuerwehrkapelle.

Am 1. Februar 1971 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbstständige Gemeinde Dodenau auf freiwilliger Basis in die Stadt Battenberg eingemeindet Für Dodenau, sowie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden und die Kerngemeinde, wurden ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

2007 gewann Dodenau den vom hr-Fernsehen veranstalteten Wettbewerb „Dolles Dorf“.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Dodenau angehört(e):

um 1400 und später: Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Mainz, Amt Battenberg ab 1464: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Battenberg ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt BattenbergDie Zugehörigkeit des Amtes Battenberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: , und 1604–1648: strittig zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt (Hessenkrieg) ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Battenberg ab 1627: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Battenberg ab 1806: Großherzogtum Hessen, Fürstentum Oberhessen, Amt Battenberg ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Battenberg ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk BattenbergTrennung zwischen Justiz (Landgericht Biedenkopf) und Verwaltung. ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Biedenkopf (übergangsweise Hinterlandkreis) ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Frankenberg ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg, Stadt Battenberg ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Battenberg

Einwohnerentwicklung • 1577: 52 Hausgesesse • 1629: 44 Hausgesesse • 1712: 73 Haushaltungen • 1791: 638 Einwohner • 1800: 643 Einwohner • 1806: 673 Einwohner, 109 Häuser • 1829: 827 Einwohner, 122 Häuser

Historische Religionszugehörigkeit • 1829: 776 evangelische (= 99,88 %), ein katholischer (= 0,12 %) Einwohner • 1885: 772 evangelische (= 99,48 %), 4 katholische (= 0,52 %) Einwohner • 1961: 1138 evangelische (= 92,07 %), 96 katholische (= 7,77 %) Einwohner

Sehenswürdigkeiten Sehenswert sind die denkmalgeschützte Evangelische Kirche und das Wildgehege Dodenau.

Vereine TSV Dodenau 1908 e. V. 1. Dodenauer SC 1984 825 Jahre Dodenau e. V. Bogensportverein Tatinowi DRK Ortsgruppe Dodenau FC Schalke 04 Fan-Club Fischereiverein Petri Heil Förderverein Tati&Nowi Forstbetriebsvereinigung Dodenau e. V. Freiwillige Feuerwehr Dodenau e. V. Jagdgenossen Dodenau II und III Jugendclub Dodenau MGV „Eintracht“ 1861 Dodenau e. V. Osterfeuer Dodenau e. V. Pferdefreunde Ederaue-Dodenau e. V. Seniorenclub Dodenau Schachclubs Battenberg und Dodenau Skiclub Blau-Gelb Dodenau VdK Dodenau Verkehrs- und Verschönerungsverein 1955 Dodenau e. V.

Verkehr Der Haltepunkt Dodenau lag an der Bahnstrecke Bad Berleburg–Allendorf. Der Personenverkehr wurde am 30. Mai 1981 eingestellt, der Güterverkehr am 29. Mai 1995. Im Jahr 2000 wurden die Gleise abgebaut.

Persönlichkeiten In Dodenau geboren Karl Reitz (1887–1980), hessischer Landtagsabgeordneter (CDU)

Literatur Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 164.

Weblinks

Stadtteil Dodenau. In: Webauftritt der Stadt Battenberg.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Waldeck-Frankenberg Kategorie:Geographie (Battenberg (Eder)) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldeck-Frankenberg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Ersterwähnung 1184