Bolbec [] ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Seine-Maritime in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Le Havre und zum Kanton Bolbec. Im Stadtgebiet entspringt das Flüsschen Rivière de Bolbec, das heute überwiegend Rivière de Commerce genannt wird und zur Seine entwässert.
Geschichte
Der Ort wird im 11. Jahrhundert als Bolebec, Altnordischer Ortsname bekkr „Bach“ des Boli (dänisch-nordischer eingliedriger Rufname, der auch im acht Kilometer entfernten Bolleville erscheint), erstmals erwähnt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich in Bolbec ein Lager für deutsche Kriegsgefangene.
Einwohnerentwicklung 1962: 12.212 1968: 12.716 1975: 12.555 1982: 12.461 1990: 12.372 1999: 12.588 2005: 12.801 2017: 11.417
Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Michel Manoir de Cailletot Château du Val au Grès
Verkehr mini|Bahnhof Bolbec-Ville um 1900 Die Gemeinde hatte zwei Bahnhöfe: Bolbec-Nointot an der Bahnstrecke Paris–Le Havre (eröffnet am 22. März 1847) und den Stadtbahnhof Bolbec-Ville an der Bahnstrecke Bréauté-Beuzeville–Gravenchon-Port-Jérôme. Letztere erreichte den Ort von Bréauté her am 20. Juni 1881. Dreizehn Monate lang war Bolbec-Ville Endpunkt der Strecke, ehe diese nach Lillebonne verlängert wurde. In den 1960er Jahren endete in Bolbec-Ville der Personenverkehr; die Güterzüge von und nach Port-Jérôme bedienen den Ort nicht. Seit Juni 2019 halten auch in der Station Bolbec-Nointot keine Züge mehr.
Durch Bolbec verlaufen mehrere Departementsstraßen. Nördlich der Gemeindegrenze befindet sich die Anschlussstelle 7 der Autobahn A 29.
Persönlichkeiten François-Amable Ruffin (1771–1811), General der Infanterie Guillaume de Felice (1803–1871), IV. Graf von Panzutti, dritter Pfarrer von Bolbec Léon Suzanne (1870–1923), Maler und Zeichner Jacques Prevel (1915–1951), Dichter Dominique Noguez (1942–2019), Schriftsteller
Städtepartnerschaften Es bestand eine Städtepartnerschaft mit dem ehemaligen niedersächsischen Landkreis Wittlage (bis zur Gemeindereform 1972). Diese Partnerschaft wird heute weitergeführt durch die Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln, die alle zum Landkreis Wittlage gehörten.
Literatur Edouard-Ferdinand Collen-Castaigne, Essai historique et statistique sur la ville de Bolbec, Rouen, 1839 Pierre Dardel, Les Manufactures de toiles peintes et de serges imprimées à Rouen et à Bolbec aux XVIIe et XVIIIe siècles, Rouen, 1940 Jacques Vauquelin, Bolbec, ses rues… ses places…, Bolbec, 1970 Bolbec. Les hôtels de ville, les statues du jardin public, 1982 Alain Avenel et Raymond Bernard, Splendeur des indiennes bolbécaises, Bolbec, 1996 Raymond Bernard, Bolbec. Ses rues d'hier à aujourd'hui, 2003 Raymond Bernard, Bolbec. Ses écoles d'hier à aujourd'hui, 2006 Philippe Delacroix, C.C.P.W.E n° 23. Le camp de prisonniers de guerre allemands de Bolbec (Février 1945 – Août 1946)
Weblinks
Webauftritt der Gemeinde
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