Biebighausen ist ein Stadtteil von Hatzfeld (Eder) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographie Der Ort liegt eingebettet in das Ederbergland im Norden des Bundeslandes Hessens.

Nachbarorte Dodenau Reddighausen

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Biebighausen erfolgte im Jahr 1395 unter dem Namen Bubinghusen in einer Urkunde: Siegfried von Biedenfeld und seine Ehefrau Gela übertragen am 16. Oktober 1395 ihren halben Hof an Johann von Hatzfeld.

Der Ort ist aber erheblich älter. Geographische Bezeichnungen sind im Zusammenhang zu suchen mit dem adligen Grundherren Buobo von Elsoff. Der Name Buobo begegnet man unter Bubenberg, Bubenkirchenbach oder dem untergegangenen Bubenhausen im Kirchspiel Elsoff.

Die Herren von Hatzfeld sind auch im Jahr 1590 die Besitzer. Für die Zeitspanne von 1600 bis 1800 sind keine Belege vorhanden, da Biebighausen als Teil von Hatzfeld keine selbständige Gemeinde war. Dies änderte sich erst im Jahr 1831. In diesem Jahr beantragten die Hofbesitzer Georg Benner, von Beruf Maurer, geboren in Alertshausen im Schwarzenbächer-Haus, und sein Schwiegersohn Tobias Spies, Biebighausen zur selbständigen Gemeinde zu machen. Am 23. Mai 1832 stimmten die Behörden in Darmstadt und Biedenkopf dem Vorschlag zu. Der Ort war einst die nach Einwohnerzahl zweitkleinste Gemeinde in Hessen.

Schulisch und postalisch gehörte Biebighausen weiterhin zu Hatzfeld und der Ort wurde von der Bürgermeisterei Hatzfeld mitverwaltet. 1887 wurde durch ein preußisches Gesetz die Möglichkeit gegeben, dass auch kleinste Gemeinden einen eigenen Bürgermeister wählen durften, und am 12. November 1898 wurde Louis Groß der erste Biebighäuser Bürgermeister.

Biebighausen hatte keine eigene Schule. Die Kinder besuchten die Schule in Hatzfeld. Ab 1900 konnte die Schule in Reddighausen für den Schulunterricht genutzt werden, und der Schulweg war nun für die Kinder über einen Kilometer kürzer.

Hessische Gebietsreform (1970–1977) Zum 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Biebighausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hatzfeld (Eder) (damalige Schreibweise Hatzfeld/Eder) eingegliedert. Für Biebighausen wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Biebighausen angehört(e):

um 1230: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Battenberg, (Stadt-)Gericht Battenberg um 1400: Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Mainz, Amt Battenberg ab 1464: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Battenberg ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt BattenbergDie Zugehörigkeit des Amtes Battenberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: , und 1604–1648: strittig zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt (Hessenkrieg) ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Battenberg ab 1627: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Battenberg ab 1806: Großherzogtum Hessen,Infolge der Rheinbundakte. Fürstentum Oberhessen, Amt Battenberg ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Battenberg ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk BattenbergTrennung von Justiz (Landgericht Biedenkopf) und Verwaltung. ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf ab 1867: Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (übergangsweise Hinterlandkreis) ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Frankenberg ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg, Stadt Hatzfeld ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Hatzfeld

Einwohnerentwicklung 1577: eine Haushaltung

Religion Kirchlich gehörte der Ort bis 1958 zum Kirchspiel Hatzfeld. In diesem Jahr erfolgte die Ablösung von Hatzfeld zur Pfarrei Dodenau, zu der auch Reddighausen gehörte.

Historische Religionszugehörigkeit

 Quelle: Historisches Ortslexikon • 1895: 43 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 26 evangelische (= 96,30 %), ein katholischer (= 3,70 %) Einwohner

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Literatur

Weblinks Stadtteil Biebighausen. In: Webauftritt der Stadt Hatzfeld (Eder).

Kategorie:Ort im Landkreis Waldeck-Frankenberg Kategorie:Geographie (Hatzfeld (Eder)) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldeck-Frankenberg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1395