Die Herren von Sigberg waren ein Adels- und Rittergeschlecht in Vorarlberg. Das Geschlecht der Ritter von Sigberg ist nach der gleichnamigen Burg in Göfis bei Frastanz genannt.
Familiengeschichte Der Name „Sigberg“, in den ältesten urkundlichen Belegen „Segavio“ lautend, ist vom keltischen „segos“ (Sieg, Kraft, Stärke) abgeleitet und bezeichnet eine befestigte Siedlung.Josef Zehrer: Die Ortsnamen von Vorarlberg. 2. Teil, in: Jahrbuch d. Vbg. Landesmus.-Ver. 1960, S. 173. Andreas Ulmer: Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins, Dornbirn 1925, S. 482. Sigberg bedeutet dasselbe wie das romanische „Montfort“.Aus der Geschichte von Göfis von DDr. Karl Heinz Burmeister, Direktor des Vorarlberger Landesarchivs
Die Herren von Sigberg tauchen erstmals 1255 urkundlich auf. Sie waren ursprünglich Dienstmannen der Montforter zu Feldkirch und später vorwiegend der Montfort-Werdenberger, woraus sich ein gespanntes Verhältnis zu Feldkirch entwickelte.Die Burgruine Sigberg. Auszug aus dem Kleinen Vorarlberger Burgenbuch von Franz Josef Huber (PDF; 124 kB). Außerdem dienten sie dem Bischof von Chur.
Die Ritter von Ems (ab 1560 Grafen von Hohenems) erwarben 1318 die Besitzungen der Herren von Sigberg im Gebiet des heutigen Mühlebach in Dornbirn.
Mitte des 15. Jahrhunderts erlosch die Familie derer von Sigberg im Mannesstamm und die Burg Neu-Aspermont ging an die Schlandersberg über.
Personen Adelheid von Sigberg († 1271) war Fürstäbtissin des Stiftes Schänis Wernher von Sigberg war um 1300 Domherr in Chur Johann von Sigberg (1341) (PDF; 64 kB); Bibliotheksgut 1016: Kloster St. Johann im Thurtal, S. 91. In der Mitte des 14.Jh hat ein Ast der Familie Sigberg Burg und Herrschaft Neu-Aspermont gekauft sowie das NiederGericht Malans-Jenins und den Turm Hohenklingen. Ein Ritter von Sigberg trat in den Dienst des Fürstbischofs von Chur und erhielt in Lehen die Burg Ruhenberg.[HBLS, Artikel Sigberg].Heinrich von Sigberg hat eine Schwester der Anna von Haldenstain (- 1341-1360-) Töchter des Haldenstain von Haldenstain zu Trimmis ( -1341-1354-) geheiratet.
Ursula von Sigberg war von 1432 bis 1476 Fürstäbtissin des Stiftes Lindau Heinrich von Sigberg (1442)
Burgen Burg Sigberg mini|Palas der Burg Neu-Aspermont von Westen Errichtet wurde die Anlage seit der Mitte des 13. Jahrhunderts und 1355 kam es zur Eroberung durch Graf Rudolf von Feldkirch. Als er mit den eigenen Bürgern in Streit geriet und diese auf Sigberg Schutz suchten, ließ er die Burg 1355 zerstören.
1435 wurde die Burg durch Graf Friedrich von Toggenburg zerstört und bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts war sie nur mehr eine Ruine – lediglich die Kapelle stand bis 1637 noch in Verwendung.
Im 14. Jahrhundert hatten die von Sigberg noch andere Burgen im Churer Rheintal in ihrem Besitz: Burg Ober-Ruchenberg bei Trimmis Burg Neu-Aspermont in Jenins (von 1393 bis 1448) Schloss Marschlins bei Igis (als Pfand 1442)
Literatur J.G. Friebe: Das Baumaterial der Ruine Sigberg bei Göfis. Vorarlberger Landesmuseumsverein 1857. Tätigkeitsbericht des Burgenausschusses 2004, Bregenz 2005, S. 36–37.
Weblinks
Die Burgruine Sigberg. Auszug aus dem Kleinen Vorarlberger Burgenbuch von Franz Josef Huber (PDF; 124 kB).
Einzelnachweise
Kategorie:Geschichte Vorarlbergs