Michael Weller (* 29. August 1962 in Rheinbach) ist ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer.

Weller studierte Medizin an der Universität Köln. In den Jahren 1993 bis 1994 war er Habilitationsstudent der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Universitätsspital Zürich, wo er im Bereich der Klinischen Immunologie arbeitete und forschte. Im Jahr 1995 ging er an die Universitätsklinik Tübingen. 1997 habilitierte er sich im Fach Neurologie. Er war Leitender Oberarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurologie. Im Jahr 2005 wurde er auf eine C4-Professur für Neurologie in Erlangen berufen, lehnte diese aber ab und nahm im Oktober 2005 den Ruf auf eine W3-Professor für Neurologie in der Nachfolge von Johannes Dichgans an.

Zum 1. Januar 2008 nahm er einen Ruf auf eine Professur an der Universität Zürich an.KlinikIntern. Zeitung des Universitätsklinikums Tübingen. Jahrgang 12, Nr. 1, Februar 2008.

Seine Forschungsbereiche liegen vor allem im Bereich der Hirntumoren, für welche er immunologische Therapieverfahren u. a. mittels RNA-Interferenz entwickelt.

Auszeichnungen Gerhard-Hess-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft Vincenz-Czerny-Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie Heinrich-Pette-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie Preis der Jacqueline Seroussi Memorial Foundation for Cancer Research 2007 Deutscher Krebspreis für die Leitung einer großen Therapiestudie in der Neuroonkologie

Veröffentlichungen (Auswahl)

(mit Peter Wiedemann): Seele und Sehen. Interdisziplinäre Aspekte von Augenheilkunde und Psychiatrie. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 1990, ISBN 3-7691-0216-9. (Mitautor): Primäre Hirntumoren und ZNS-Metastasen. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. 5. überarb. Aufl. Südwestdeutsches Tumorzentrum, Tübingen 2006. (Mitautor): Neuronkologische Therapie. Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-018462-6. (Hrsg., mit Bodo Klein): Masterplan Gesundheitswesen 2020. Nomos, Baden-Baden 2012, ISBN 978-3-8329-6875-5. (Hrsg., mit Mitchel S. Berger): Gliomas (= Handbook of clinical neurology, 3rd series, Bd. 134). Elsevier, Amsterdam u. a. 2016, ISBN 978-0-12-802997-8. (mit Doris Brötz): Diagnostik und Therapie bei Bandscheibenschäden. Neurologie und Physiotherapie. 4. Aufl. Thieme, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-13-240188-4. (mit Doris Brötz): Bandscheiben-Aktiv-Programm. Endlich wieder schmerzfrei - dauerhaft belastbar bleiben. 4. Aufl. TRIAS, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-432-11509-2.

Weblinks

auf der Website der Universität Tübingen

Einzelnachweise

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