mini|Bezirksamt Rothenburg auf Ausschnitt der Wenng's Spezialkarte von Mittelfranken von 1897 mini|Lage des Landkreises Rothenburg ob der Tauber im heutigen Landkreis Ansbach
Der Landkreis Rothenburg ob der Tauber (bis zum 1. Januar 1939: Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber) gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 61 Gemeinden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964 Der Landkreis führte kein Wappen.
Geographie
Wichtige Orte Die größten Orte waren Schillingsfürst, Wörnitz, Dombühl und Neusitz. Vom 1. April 1940 bis zum 31. März 1948Verordnung Nr. 156 über die Wiederverleihung der Kreisunmittelbarkeit vom 9. April 1948 (Gesetz- und Verordnungsbl. Nr. 9/1948, S. 58) gehörte auch die zuvor und danach wieder kreisunmittelbare Stadt Rothenburg ob der Tauber zum Landkreis.
Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Uffenheim, Ansbach und Feuchtwangen (alle in Bayern) sowie an die Landkreise Crailsheim und Mergentheim (beide in Baden-Württemberg).
Im Westen grenzte der Landkreis auch an die kreisfreie Stadt Rothenburg ob der Tauber.
Geschichte
Bezirksamt Das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Rothenburg und Schillingsfürst gebildet.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber am 1. Januar 1880 vom Bezirksamt Ansbach die Gemeinden Anfelden, Bieg, Binzwangen, Buch am Wald, Ermetzhof, Frommetsfelden, Geslau, Gunzendorf, Oberfelden, Poppenbach, Schwabsroth und Stettberg sowie die Gemeinde Preuntsfelden des Bezirksamtes Uffenheim.Königlich Allerhöchste Verordnung, die Königlich Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend. Vom 2. April 1879 (GVBl. S. 383/384)Königliche Allerhöchste Verordnung, den Bestand der Regierungsbezirke und Bezirksämter betreffend. Vom 19. Juni 1879 (GVBl. S. 675)
Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Rothenburg ob der Tauber.
Am 1. April 1940 wurde die kreisfreie Stadt Rothenburg ob der Tauber in den Landkreis eingegliedert. Dies wurde am 1. April 1948 wieder rückgängig gemacht.
Am 1. Juli 1972 wurde der größte Teil des Landkreises Rothenburg ob der Tauber im Zuge der Gebietsreform in Bayern zusammen mit den Landkreisen Feuchtwangen und Dinkelsbühl und der bis dahin kreisfreien Stadt Rothenburg ob der Tauber in den Landkreis Ansbach eingegliedert. Die Gemeinden Ermetzhof und Steinach an der Ens kamen zum Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 16.356 1885 20.526 1900 19.589 1910 19.728 1925 19.313 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 26.971 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 25.300 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 19.000 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 19.000 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973
Gemeinden Kursiv gesetzte Orte sind noch heute selbständige Gemeinden. Bei den Orten, die heute nicht mehr selbständig sind, ist vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört. Alle Gemeinden des ehemaligen Landkreises gehören heute zum Landkreis Ansbach, außer Steinach an der Ens und Ermetzhof, die heute zum Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gehören. mini|375px|Landkreis Rothenburg ob der Tauber, Gemeindegrenzenkarte von 1961 Stadt Schillingsfürst
Markt DombühlWeitere Gemeinden Adelshofen Anfelden (Gemeinde Oberdachstetten) Bellershausen (Gemeinde Diebach) Bettenfeld (Stadt Rothenburg ob der Tauber) Bettwar (Gemeinde Steinsfeld) Bieg (Markt Colmberg) Binzwangen (Markt Colmberg) Bockenfeld (Gemeinde Gebsattel) Bottenweiler (Gemeinde Wörnitz) Brunst (Stadt Leutershausen) Buch am Wald Burghausen (Gemeinde Windelsbach) Cadolzhofen (Gemeinde Windelsbach) Diebach Dornhausen (Gemeinde Geslau) Eckartsweiler (Stadt Leutershausen) Endsee (Gemeinde Steinsfeld) Erlach (Stadt Leutershausen) Ermetzhof (Markt Marktbergel) Erzberg (Gemeinde Wörnitz) Faulenberg (Stadt Schillingsfürst) Frommetsfelden (Stadt Leutershausen) Gailnau (Gemeinde Wettringen) Gailroth (Gemeinde Schnelldorf) Gastenfelden (Gemeinde Buch am Wald) Gattenhofen (Gemeinde Steinsfeld) Gebsattel Geslau Großharbach (Gemeinde Adelshofen) Gunzendorf (Gemeinde Geslau) Habelsee (Gemeinde Ohrenbach) Hagenau (Gemeinde Buch am Wald) Hartershofen (Gemeinde Steinsfeld) Insingen Kirnberg (Gemeinde Gebsattel) Leuzenbronn (Stadt Rothenburg ob der Tauber) Lohr (Gemeinde Insingen) Neusitz Neustett (Gemeinde Adelshofen) Nordenberg (Gemeinde Windelsbach) Oberfelden (Gemeinde Colmberg) Oberscheckenbach (Gemeinde Ohrenbach) Oestheim (Gemeinde Diebach) Ohrenbach Poppenbach (Gemeinde Colmberg) Preuntsfelden (Gemeinde Windelsbach) Schwabsroth (Gemeinde Geslau) Schweinsdorf (Gemeinde Neusitz) Steinach an der Ens (Gemeinde Gallmersgarten) Steinsfeld Stettberg (Gemeinde Geslau) Stilzendorf (Stadt Schillingsfürst) Kloster Sulz (Markt Dombühl) Tauberscheckenbach (Gemeinde Adelshofen) Tauberzell (Gemeinde Adelshofen) Wettringen Wildenholz (Gemeinde Schnelldorf) Windelsbach Wörnitz
Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ROT zugewiesen. Es wurde bis zum 30. April 1973 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es wieder im Landkreis Ansbach erhältlich.
Literatur
Einzelnachweise
Rothenburg ob der Tauber Kategorie:Geschichte (Landkreis Ansbach) Kategorie:Organisation (Rothenburg ob der Tauber) RothenburgobderTauber Kategorie:Aufgelöst 1972