Der HC Slovan Ústí nad Labem ist ein tschechischer Eishockeyverein, der 1963 in Ústí nad Labem gegründet wurde. Der Klub spielt seit der Saison 2008/09 in der 1. Liga, der zweithöchsten tschechischen Profispielklasse im Eishockey. Seine Heimspiele trägt der Verein in der 6.500 Zuschauer fassenden Zlatopramen Arena aus.

Geschichte Der Verein war vor der Eigenständigkeit unter verschiedenen Namen bekannt. 1945 gab es eine erste Eishockeymannschaft bei Sokol Ústí nad Labem. Dieser Klub wurde später in ZSJ Armaturka und TJ Chemička umbenannt, bevor 1963 der TJ Slovan Ústí nad Labem ins Leben gerufen wurde.

Der Verein konnte 1999 den Meistertitel in der drittklassigen 2. Liga erreichen, stieg aber erst ein Jahr später in die 1. Liga auf. Am Ende der Saison 2005/06 konnte er das erste Mal den Meistertitel der 1. Liga gewinnen, konnte aber nicht in die Extraliga aufsteigen, da diese zu diesem Zeitpunkt eine geschlossene Liga war.

Der größte Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte wurde 2007 erreicht, als der HC Slovan die Meisterschaft der 1. Liga feiern konnte und in die Extraliga aufsteigen durfte.hockeyarenas.net, HC Slovan Dies war möglich, da die geschlossene Liga gegen das tschechische Kartellrecht verstieß und damit dem Gewinner der 1. liga ein Aufstiegsrecht ohne wirtschaftliche Auflagen gewährt wurde. Allerdings stieg der Verein nach einem Jahr Erstklassigkeit wieder in die 1. Liga ab, da die Mannschaft des HC Slovan die Relegationsserie gegen den BK Mladá Boleslav mit 4:1 verlor. In der folgenden Spielzeit der 1. Liga dominierte der Verein diese Spielklasse und schloss die Hauptrunde mit 110 Punkten ab. In der Finalserie um den Meistertitel und die Teilnahme an der Relegation zur Extraliga traf die Mannschaft auf den HC Kometa Brno, der mit 4:2 Siegen bezwungen wurde. Damit erreichte der Verein aus Ústí erneut den Meistertitel der 1. Liga. Auch 2011 konnte der Klub die 1. Liga für sich entscheiden.

Heimspielstätte Die Zlatopramen Arena wurde 1965 erbaut und fasste damals 6.500 Zuschauer, davon 1.866 Stehplätze und 4.634 Sitzplätze. Erst 2004 wurde die Eishalle umgebaut. Dabei wurde unter anderem ein Videowürfel installiert. Seit dem Umbau hat die Halle eine maximale Kapazität von 6.634 Zuschauern, die sich aus 2.000 Stehplätzen und 4.634 Sitzplätzen zusammensetzt.hockeyarenas.net, Zimní Stadion Usti

Saisonstatistik seit 1993

SaisonLigaHauptrundePunkteEndrundeKapitänTrainerstab 1993/94 1. Liga 5. Platz 4. Platz Karel Chládek Jaroslav Holman 1994/95 1. Liga 9. Platz 9. Platz Jaroslav Holman, Jiří Hurych 1995/96 1. Liga 8. Platz 9. Platz Jiří Hurych 1996/97 1. Liga 12. Platz Abstieg Verkauf der Lizenz an den KLH Chomutov Jiří Hurych 1997/98 2. Liga 12. Platz (West) Jiří Hurych 1998/99 2. Liga 1. Platz (West) Relegation – 3. Platz Josef Horešovský, Jiří Hurych 1999/00 2. Liga 2. Platz (West) Relegation – 1. Platz Martin Cmerda Josef Horešovský, Jiří Hurych 2000/01 1. Liga 12. Platz 28 13. Platz Martin Cmerda Josef Horešovský und Jiří Hurych gefolgt von Milan Hejduk senior und Jaroslav Holmann gefolgt von Jiří Vrba, gefolgt von Zdenek Müller 2001/02 1. Liga 6. Platz 60 6. Platz Daniel Tvrzník Zdenek Müller und Radomír Mikeš 2002/03 1. Liga 6. Platz 61 6. Platz Daniel Tvrzník Jindřich Setikovský 2003/04 1. Liga 4. Platz 75 4. Platz Daniel Hodek Jindřich Setikovský 2004/05 1. Liga 2. Platz 121 2. Platz Daniel Hodek Pavel Hynek 2005/06 1. Liga 1. Platz 106 1. Platz, Extraliga-Relegation Milan Antoš Pavel Hynek 2006/07 1. Liga 2. Platz 113 1. Platz; Aufstieg in die Extraliga Milan Antoš Pavel Hynek, Vladimír Evan 2007/08 Extraliga 14. Platz 40 14. Platz, Abstieg Václav Novák Jan Votruba, Vladimír Evan 2008/09 1. Liga 1. Platz 110 1. Platz, Extraliga-Relegation Jan Čaloun Miloslav Hořava senior 2009/10 1. Liga 1. Platz 117 2. Platz Jan Klobouček Petr Rosol, Milan Skrbek 2010/11 1. Liga 1. Platz 92 1. Platz, Extraliga-Relegation Jan Klobouček Petr Rosol, Milan Skrbek 2011/12 1. Liga 1. Platz 124 2. Platz Jan Klobouček Petr Rosol, Milan Skrbek 2012/13 1. Liga 3. Platz 111 3. Platz Jaroslav Roubík Jaromír Šindel und Jiří Mička2013/14 1. Liga10. Platz 65 10. Platz Milan Vobořil Jaromír Šindel und Tomáš Marešgefolgt von Milan Skrbek und Tomáš Mareš2014/15 1. Liga 10. Platz 8. Platz Martin VágnerMilan Skrbek und Tomáš Marešgefolgt von Miroslav Mach und Tomáš Mareš2015/161. Liga 8. Platz 4. Platz Martin Vágner Miroslav Mach und Tomáš Mareš2016/171. Liga 6. Platz 6. Platz Martin Vágner Miroslav Mach und Tomáš Mareš2017/181. Liga 12. Platz 65 12. Platz Martin Vágner Miroslav Mach und Tomáš Marešgefolgt von Tomáš Mareš, Vladimír Machulda2018/191. Liga 14. Platz 47 14. Platz Martin Vágner Jan Čaloun, Vladimír Machuldaab Oktober 2018 Tomáš Mareš, Martin Štěpánek2019/201. Liga 14. Platz 52 14. Platz Vladimir Broz Vladimír Evan, Tomáš Mareš, Jaroslav Roubík

Ehemalige bekannte Spieler Jan ČalounGoldmedaillengewinner bei Olympia 1998, Eishockey-Weltmeister 1999, 24 NHL-Spiele für die San Jose Sharks und die Columbus Blue Jackets, über 290 SM-liiga-Spiele für HIFK Helsinki und Blues Espoo, Finnischer Meister mit HIFK Helsinki 1998 Milan Hejduk Goldmedaillengewinner mit der Tschechischen Nationalmannschaft bei Olympia 1998, Stanley-Cup-Gewinner 2001, 772 NHL-Spiele für die Colorado Avalanche Radek Hamr 11 NHL-Spiele für die Ottawa Senators; über 380 Elitserien-Spiele für den Färjestad BK und die Frölunda Indians, Schwedischer Meister mit Färjestad 2006 20px Tomáš Andres Martin Štěpánek Eishockey-Weltmeister 2000 Petr Rosol Radek Kampf Petr Přikryl Andrej Nedorost 20px Petr Macholda Dušan Salfický Jan Alinč Sacha Treille Pavel Francouz

Weblinks Offizielle Website

Einzelnachweise

Usti, HC Slovan Kategorie:Sportverein (Ústecký kraj)

Kategorie:Organisation (Ústí nad Labem) Kategorie:Vereinsgründung 1945