Der Schweizer Meister im Fussball wird in der Super League ermittelt, die aus zwölf Mannschaften besteht. Der Erstplatzierte dieser Liga wird Schweizer Meister. Rekordmeister ist der Grasshopper Club Zürich. Pro zehn Meistertitel erhält eine Mannschaft einen Meisterstern. Die im Schweizer Ligasystem integrierten Liechtensteiner Vereine können die Liga gewinnen, aber sich nicht Schweizer Meister nennen. Dieser Fall ist bisher allerdings noch nie eingetreten.Bestnoten statt Luftschlösser. In: NZZ.ch. 17. April 2005.
Bis 2003 hiess die höchste Liga Nationalliga A und war dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) unterstellt. Heute sind die Super-League-Teilnehmer zusammen mit denjenigen der Challenge League in der Swiss Football League organisiert. Diese ist mit dem SFV assoziiert, welcher unter anderem für das Schiedsrichterwesen verantwortlich ist, den Schweizer Fussball als Mitglied der FIFA und UEFA international vertritt sowie die Promotion League, die 1. Liga Classic, die 2. Liga interregional, alle Frauen- und Junioren-Spitzenligen sowie die Nationalteams organisiert.
Daneben trugen in der Vergangenheit verschiedene andere Sportverbände landesweite Fussball-Meisterschaften aus.
Schweizer Meister Ermittlung des Meisters Da die höchste Spielklasse wie auch das System zur Ermittlung des Schweizer Meisters im Laufe der Jahrzehnte änderten, galt, dass 1897/98 der Sieger des Finals um den Ruinart-Cup, 1898/99–1929/30 der Erstplatzierte bzw. der Sieger der Finalrunde der Serie A, 1930/31 der Erstplatzierte der Finalrunde der 1. Liga, 1931/32–1932/33 der Erstplatzierte der Finalrunde um die Schweizer Meisterschaft, bestehend aus drei Teilnehmern der Nationalliga und dem Sieger der 1. Liga (der Erstligist Lausanne-Sports wurde 1931/32 so Schweizer Meister), 1933/34–1943/44 der Erstplatzierte der Nationalliga, 1944/45–1975/76 der Erstplatzierte der Nationalliga A, 1976/77–2002/03 der Erstplatzierte der Finalrunde der Nationalliga A, seit 2003 der Erstplatzierte der Super League, ausgenommen allfälliger Liechtensteiner Vereine (zuvor nicht geregelt), Schweizer Meister wird.
Liste
Anzahl Titelgewinne Meistertitel Verein Titel Meistersterne Saison x22px Grasshopper Club Zürich 27 2 1897/98, 1899/1900, 1900/01, 1904/05, 1920/21, 1926/27, 1927/28, 1930/31, 1936/37, 1938/39, 1941/42, 1942/43, 1944/45, 1951/52, 1955/56, 1970/71, 1977/78, 1981/82, 1982/83, 1983/84, 1989/90, 1990/91, 1994/95, 1995/96, 1997/98, 2000/01, 2002/03 x22px FC Basel 21 2 1952/53, 1966/67, 1968/69, 1969/70, 1971/72, 1972/73, 1976/77, 1979/80, 2001/02, 2003/04, 2004/05, 2007/08, 2009/10, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2024/25 x22px Servette Genf 17 1 1906/07, 1917/18, 1921/22, 1924/25, 1925/26, 1929/30, 1932/33, 1933/34, 1939/40, 1945/46, 1949/50, 1960/61, 1961/62, 1978/79, 1984/85, 1993/94, 1998/99 x22px BSC Young Boys 17 1 1902/03, 1908/09, 1909/10, 1910/11, 1919/20, 1928/29, 1956/57, 1957/58, 1958/59, 1959/60, 1985/86, 2017/18, 2018/19, 2019/20, 2020/21, 2022/23, 2023/24 x22px FC Zürich 13 1 1901/02, 1923/24, 1962/63, 1965/66, 1967/68, 1973/74, 1974/75, 1975/76, 1980/81, 2005/06, 2006/07, 2008/09, 2021/22 x22px FC Lausanne-Sport 7 – 1912/13, 1931/32, 1934/35, 1935/36, 1943/44, 1950/51, 1964/65 x22px FC Winterthur(ehemals: Vereinigte FC Winterthur-Veltheim) 3 – 1905/06, 1907/08, 1916/17 x22px FC Lugano 3 – 1937/38, 1940/41, 1948/49 x22px FC La Chaux-de-Fonds 3 – 1953/54, 1954/55, 1963/64 x22px Neuchâtel Xamax(Vorgänger: Cantonal Neuchâtel) 3 – 1915/16, 1986/87, 1987/88 x22px FC Aarau 3 – 1911/12, 1913/14, 1992/93 x22px FC Sion 2 – 1991/92, 1996/97 x22px FC St. Gallen 2 – 1903/04, 1999/00 Anglo-American Club Zürich 1 – 1898/99 x22px SC Brühl St. Gallen 1 – 1914/15 x22px FC Étoile 1 – 1918/19 x22px FC Biel-Bienne 1 – 1946/47 x22px AC Bellinzona 1 – 1947/48 x22px FC Luzern 1 – 1988/89 x22px FC Thun 1 – 2025/26 Stand: 2026
Titel in Serie 8 Titel in Folge: FC Basel (2010–2017) 4 Titel in Folge: BSC Young Boys (2×) (1957–1960; 2018–2021) 3 Titel in Folge: FC Young Boys (1909–1911), FC Zürich (1974–1976), Grasshopper Club Zürich (1982–1984) 2 Titel in Folge: Grasshopper Club Zürich (5×) (1900–1901; 1927–1928; 1942–1943; 1990–1991; 1995–1996); Servette Genf (2×) (1934–1935; 1961–1962); Lausanne-Sports (1×) (1935–1936); FC La Chaux-de-Fonds (1×) (1954–1955); FC Basel (3×) (1969–1970; 1972–1973; 2004–2005); Neuchâtel Xamax (1×) (1987–1988); FC Zürich (1×) (2006–2007), BSC Young Boys (1×) (2023–2024)
Stand: 2024
Amateurfußball-Meisterschaften anderer Verbände Schweizer Firmensportverband (SFS) Meisterschaft in Regionalgruppen (Serie A) mit Finalturnier. Im Firmenfussball spielen Mitarbeitende von Schweizer Unternehmen und Organisationen (wie Roche oder der Polizei), Angehörige von Behörden sowie Mitglieder privater Freizeitmannschaften. Der Wettbewerb ist in regionale Ligen unterteilt.
Schweizerischer Arbeiter-Turn- und Sportverband (SATUS), 1921 bis 2015 Meisterschaft in Regionalgruppen (Serie A) mit Finalturnier. Von 1948 bis 1957 bestand eine Landesliga.
Das Fußballturnier wird seit 2015 nicht mehr gespielt. Viele Vereine wechselten zum Schweizerischen Fussballverband (SFV).
Schweizerischer Arbeiterfussball-Verband (SAFV), 1930 bis 1936 Der Verband entstand 1929/30 nach dem Ausschluss kommunistisch dominierter Vereine aus dem SATUS. Die Meisterschaft wurde in zwei Regionalgruppen (Basel und Zürich) mit Finalturnier ausgetragen. Die ebenfalls aus dem SATUS ausgeschlossenen Westschweizer Vereine trugen in der «Fédération Romande des Sports Ouvriers» (FRSO) eine eigene Meisterschaft aus. Während der Saison 1935/36 erfolgte die Reintegration in den SATUS. Die getrennten Meisterschaften wurden zu Ende gespielt. Im Anschluss daran besiegte SATUS-Meister Sparta Basel in einem «Einheitsspiel» SAFV-Meister St. Johann Basel mit 5:1.
1930: Horburg Basel 1931: Sturm 24 Zürich 1932: Vereinigte Sportfreunde Basel 1933: Vereinigte Sportfreunde Basel 1934: St. Johann Basel 1935: Altstadt Zürich und Wipkingen Zürich 1936: St. Johann Basel
Weblinks Meistertafel auf der Website des Schweizerischen Fussballverbands Offizielle Website der Super League
Einzelnachweise
Meister Schweiz