Die Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) ist eine deutsche Vereinigung von über 50 Unternehmen von Messe- und Ausstellungsveranstaltern. Aufgabe der Organisation ist es, einheitliche Kriterien für die Ausweisung der Flächen-, Aussteller- und Besucherzahlen von Messeveranstaltungen vorzugeben und deren Einhaltung zu überprüfen.

Geschichte und Aufgaben Der Gründung im Jahr 1966 durch sechs Messegesellschaften lag das Bemühen zugrunde, „die Klarheit und Wahrheit im Messewesen zu fördern“. Zu diesem Zweck entwickelte die Gesellschaft Vorschriften für eine einheitliche Erfassung von Daten und standardisierte Fragen für Besucher und Aussteller, die sogenannten Strukturtests. So wird beispielsweise zwischen Fach- und Privatbesucherstrukturtests unterschieden, bei denen in Stichprobenbefragungen auf die jeweilige Besuchergruppe zugeschnittene persönliche Interviews geführt werden. Darüber hinaus prüft sie die Angaben über Aussteller, Flächen und Besucher auf Basis einheitlicher Kriterien. Die so von der FKM erhobenen Daten werden von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer, seit den 1990er Jahren die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, zertifiziert. Jährlich unterliegen rund 200 Messen in Deutschland dieser Kontrolle. Insbesondere die Besucherstrukturanalysen werden als Maßstab deutscher und internationaler Messeforschung angesehen. Die Geschäftsführung der FKM liegt seit 1984 beim Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. (AUMA), seit 2001 mit Sitz in Berlin.

Die Mitglieder sind in ihrer Eigendarstellung durch eine Selbstverpflichtung an die Richtlinien und Definitionen der Gesellschaft gebunden. In diesen Richtlinien wird zum Beispiel festgelegt, dass bei der Ermittlung der Besucherzahl die Eintrittskarten für Aussteller oder Journalisten nicht gezählt werden dürfen und wie Eintritte mit Mehrtageskarten gezählt werden, wie Gemeinschaftsstände oder Mehrfachpräsenzen bei der Angabe der Ausstellerzahl zu berücksichtigen sind, welche Flächen bei der Ausweisung von Brutto- und Nettofläche der Ausstellung einbezogen werden dürfen.

Hintergrund der detailreichen Regelungstiefe ist die hohe Bedeutung, die der Größe und Teilnehmerstruktur einer Messe bei der Besuchs- oder Beteiligungsentscheidung zukommt. Die FKM-Regeln sollen sicherstellen, dass Eigenbezeichnungen wie „größte Fachmesse“ auf allgemeinen und vergleichbaren Kriterien beruhen. Sie erleichtern die Vergleichbarkeit von bestimmten Messen im Zeitablauf und von Messen, die miteinander im Wettbewerb stehen.

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Zertifizierungs-Logo Ein Logo der FKM wird für einzelne Messen verwendet, die zur regelmäßigen Zertifizierung angemeldet sind.

Weblinks Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Wirtschaftsverband (Deutschland) Kategorie:Messewesen Kategorie:Verein (Berlin) Kategorie:Verbandsgründung 1966