Der Gouldsmaragdkolibri (Chlorostilbon elegans) ist eine wenig bekannte ausgestorbene Kolibriart aus der Gattung der Smaragdkolibris, die 1860 von John Gould unter dem Namen Erythronota elegans beschrieben und gezeichnet wurde. Sie ist nur von einem einzigen Exemplar unbekannter Herkunft bekannt, das im Walter Rothschild Zoological Museum in Tring aufbewahrt wird. Nach Goulds Beschreibung hatte der Kolibri eine glitzernd hellgrüne Haube. Kehle und Brust waren bronzegrün. Der Gouldsmaragdkolibri galt lange als zweifelhafte Art. Erst nach einer Untersuchung des Museumsexemplares durch den deutschen Ornithologen André-Alexander Weller im Jahre 1999 wurde der Gouldsmaragdkolibri als valide Art anerkannt und 2004 von der IUCN in die Liste der ausgestorbenen Vogelarten aufgenommen. Weller vermutet Jamaika oder die nördlichen Bahamas als Herkunftsgebiet der Art.
Etymologie und Forschungsgeschichte John Gould beschrieb den Kolibri unter dem Namen Erythronota (?) elegans. Wer das Typusexemplar gesammelt hat bzw. wo es lebte, war Gould nicht bekannt.John Gould (1860), S. 307. Ein Jahr später publizierte Gould die dazugehörige Tafel. Sie war Teil der 24. Lieferung seiner Kolibritafeln.John Gould (1861), Tafel 320Frederick Herschel Waterhouse, S. 49 Hier wird Publikationsjahr, Lieferung mit den Tafel in A monograph of the Trochilidæ dargestellt. Erst später wurde er der Gattung Chlorostilbon zugeordnet. Dieser Name setzt sich aus den griechischen Worten »chlōros « für »grün« und »stilbōn « für »scheinend« zusammen. Die Griechen gaben dem Merkur den Beinamen Stilbōn was auf »stilbē « für »Lampe« zurückzuführen ist.James A. Jobling, S. 103. Das lateinische »elegans« bedeutet »fein, geschmackvoll, elegant«.James A. Jobling, S. 144.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kolibris Kategorie:Neuzeitlich ausgestorbener Vogel