Fegersheim ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
Geografische Lage Die Gemeinde liegt etwa zehn Kilometer südlich des Stadtzentrums von Straßburg, westlich von Eschau an der Ill, in die hier die Andlau einmündet.
Geschichte Politische Zugehörigkeit Fegersheim gehörte zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg und dort zum Amt Wolfisheim.Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. 1962, S. 20;Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. 1980, S. 9. Da es sich 1480 noch nicht in dessen Bestand befand, ist es erst später dazu gekommen. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Wolfisheim – 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, die den Erbprinzen und späteren Landgrafen Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt geheiratet hatte. In hessen-darmstädtischer Zeit wird Fegersheim als Bestand des Amtes Wolfisheim geführt. Mit dem durch die Französische Revolution begonnenen Umbruch wurde das Amt Wolfisheim Bestandteil Frankreichs und in den folgenden Verwaltungsreformen aufgelöst.
Unter Deutscher Besatzung wurden 1940 die wenigen in der Gemeinde verbliebenen jüdischen Einwohner nach Südfrankreich deportiert. Nach Angaben von Yad Vashem kamen durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft siebenundzwanzig ehemalige Einwohner jüdischen Glaubens ums Leben.Fegersheim (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 23. Dezember 2024.
Bevölkerungsentwicklung 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2004 2018 2153 2350 2900 3646 3953 4533 4846 5736
Verkehr Im Eisenbahnverkehr wird Fegersheim gemeinsam mit Lipsheim über den Haltepunkt Fegersheim-Lipsheim bei Streckenkilometer 11,8 an der Bahnstrecke Strasbourg–Basel der SNCF bedient.Eisenbahnatlas Frankreich 1 = Nord. Schweers + Wall, Aachen 2015, S. 38.
Sehenswürdigkeiten Kirche St. Mauritius
Literatur
Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6]. Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace. 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9. Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 397–401.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Grand Est
Kategorie:Ort an der Ill (Elsass)