Pleß ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu des deutschen Bundeslandes Bayern. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Boos.

Geografie Das Pfarrdorf Pleß liegt ca. 14 Kilometer nördlich von Memmingen an der Iller im Landkreis Unterallgäu und ist damit Teil der grenzüberschreitenden Planungsregion Donau-Iller. Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Pleß. Außer Pleß gibt es keine weiteren Gemeindeteile.

Einwohnerentwicklung Jahr 1840 1900 1931 1946 1952 1961 1970 1991 1995 Einwohner 527 656 646 1.028 974 757 730 728 832 Jahr 2000 2004 2010 2015 2017 2024 Einwohner 839 891 847 838 861 893 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 702 auf 861 um 159 Einwohner bzw. um 22,7 %.

Politik

Bürgermeister und Gemeinderat Erster Bürgermeister ist seit Mai 2026 Oliver Hammerer; er wurde am 8. März 2026 mit 73,7 % der Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat David Rüstig kam auf 26,3 % der Stimmen.

Die Wahl des Gemeinderates am 8. März 2026 hatte folgendes Ergebnis: Überparteiliche Wählervereinigung: 8 Sitze

Wappen

Flagge Die Flagge ist blau-gelb gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Am 30. Juni 2018 gab es in der Gemeinde 85 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; von der Wohnbevölkerung standen 392 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit überwog die Anzahl der Auspendler um 307 Personen. Zehn Einwohner waren arbeitslos.

Pleß ist ein bäuerlich geprägtes Dorf. 2016 bewirtschafteten die 26 landwirtschaftlichen Betriebe eine Fläche von 1356 Hektar.

Verkehr Pleß liegt am Iller-Radweg, einer Fernverbindung für Radfahrer zwischen Ulm und Oberstdorf entlang des Flusses.

Durch den Ort führt die Staatsstraße 2031, die nach Süden mit der Einfahrt Memmingen-Nord der A 96 (12 km) und nach Norden mit Altenstadt verbindet.

Östlich des Ortes verläuft die Bahnstrecke Neu-Ulm–Kempten. Der Haltepunkt an dieser Bahnstrecke wurde jedoch stillgelegt, so dass hier keine Züge mehr halten. Im Zuge der Regio-S-Bahn Donau-Iller ist jedoch die Wiedereröffnung einer Haltestelle in Pleß geplant.SMA/Intraplan: (PDF; 2,4 MB), 27. November 2012, abgerufen am 19. November 2013

Bildung In der Gemeinde gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 45 Plätzen und 29 Besuchern, davon vier Kinder unter drei Jahren (Stand 1. März 2019). Die Grundschule wurde 1985 aufgelöst.

Sehenswertes mini|Südfassade von St. Gordian und St. Epimachus Pfarrkirche St. Gordian und Epimach von 1766/67, die wohl bedeutendste Dorfkirche im Memminger Raum Wallfahrtskirche Zum Heiligen Kreuz von 1665; die sogenannte Kreuzkapelle mit Statuen von Ignaz Waibl liegt auf ehemals freier Flur zwischen Pleß und Fellheim. Die Sühnefußwallfahrt zum Heiligen Kreuz von Pleß wurde im Jahre 1973 wieder eingeführt. Sie beginnt in der Pfarrkirche Herz-Jesu in Fellheim zu einem drei Kilometer entfernten angeblich wunderwirkenden Kreuz in der Kreuzkapelle auf der Gemarkung von Pleß. Die Wallfahrt, an der jeweils bis zu 3000 Wallfahrer aus dem Illertal und Umgebung teilnehmen, findet von Mai bis Oktober an jedem zweiten Montag abends vor Sonnenuntergang statt.

Literatur Gemeinde Pleß (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Pleß im Landkreis Unterallgäu. Zur Geschichte eines schwäbischen Dorfes. ohne Jahr. Hans Jochemko: 1150 Jahre Pleß – Ein Gemeinwesen im Wandel der Zeiten. 1988 August Gänsler, Anton Zanker: Geschichtsbeiträge für das Dorf Pless. 1935 / 2018. Books on demand, Norderstedt 2019. ISBN 978-3-7494-3429-9 August Gänsler: Geschichtsbeiträge Pless 1935. Books on demand, Norderstedt 2020, ISBN 978-3-7519-5070-1.

Weblinks

Website der Gemeinde Pleß (PDF-Datei; 1 MB)

Einzelnachweise

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