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mini|hochkant|Hans Memlings Darstellung der Offenbarung des Johannes:„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“
„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“
Dies ist eine bekannte Stelle aus dem 21. Kapitel der Offenbarung des Johannes:
Das Neue Jerusalem entspringt dieser Vision, wonach am Ende der Apokalypse eine neue Stadt, ein neues Jerusalem auf der Erde entstehen wird.
„Und abermals krähte der Hahn.“
Dies ist eine Stelle aus dem Evangelium nach Markus, wo sich Petrus der Vorhersage Jesu erinnert, dass Simon Petrus ihn zweimal verraten werde:
Siehe auch: („Herr, wohin gehst du?“)
Abermals krähte der Hahn ist ein Buch des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner, das auf diese Bibelstelle anspielt. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Darstellung der Entwicklung der antiken Kirche. Diese wird ergänzt durch kritische Betrachtungen zur Rolle vor allem der katholischen Kirche im Mittelalter und in der Neuzeit.
mini|Vincenzo Camuccini: Caesars Tod
„Auch du, (mein) Kind?“
Nach SuetonSueton, Caesar 82,3 und Cassius DioCassius Dio, Historiae Romanae 44,19 soll Caesar dies auf Griechisch ausgerufen haben, als er seinen Freund Brutus unter seinen Mördern wahrnahm. Brutus gilt neben seinem Freund und Schwager Gaius Cassius Longinus als das Haupt der Verschwörung gegen Caesar; er missbilligte dessen Bestrebungen, die Macht in seiner Hand zu vereinigen, nachdem Caesar sich bereits selbst zum Diktator auf Lebenszeit ernannt hatte. An den Iden des März (15. März) 44 v. Chr. ermordete eine Gruppe von Senatoren Caesar, unter ihnen auch Brutus.
Brutus’ Vater war ein Militärtribun; seine Mutter Servilia Caepionis war die Halbschwester von Cato dem Jüngeren und eine Geliebte Caesars. Nach einigen Quellen soll möglicherweise Caesar Vater des Brutus gewesen sein.
Es ist fraglich, ob Caesar bei so vielen Stichen überhaupt noch sprechen konnte.
Unmittelbar nach dem Mord gewährte der Senat den Mördern Caesars Amnestie. Doch schon nach kurzer Zeit wandte sich die öffentliche Meinung in Rom gegen die Verschwörer, als Marcus Antonius, der Führer der caesarianischen Partei, in seiner berühmten Grabrede das Testament Caesars bekannt gab, nach dem jeder Einwohner Roms eine gewisse Geldsumme erhielt. Um einer Anklage zu entgehen, flüchtete Brutus nach Athen. Dort rüstete er sich für den bevorstehenden Kampf gegen Caesars politische Erben Antonius und Octavian. Die Entscheidung fiel im Oktober 42 v. Chr. in zwei Schlachten bei Philippi. Zuvor erschien ihm angeblich der Geist Caesars und drohte ihm: „“ („Bei Philippi wirst du mich wiedersehen.“)
Der Ausruf Caesars wird häufig lateinisch zitiert, die Worte entstammen William Shakespeares Drama Julius Caesar. Shakespeare lässt hier auf Lateinisch sagen („“ – „Auch du, Brutus?“).
mini|Evangelistensymbole auf einem Elfenbeinkästchen (Musée national du Moyen Âge)
„Und das erste Tier war gleich einem Löwen, und das andere Tier war gleich einem Kalbe, das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Tier war gleich einem fliegenden Adler.“
Beschreibung der späteren Evangelistensymbole in der Offenbarung des Johannes. Deren Ursprung reicht jedoch weit zurück bis zu vier in der gleichen Weise gestaltete Astralgötter der babylonische Mythologie.
Die Verbindung der Evangelisten mit ihren Attributen geht auf eine Stelle im Buch des Propheten Ezechiel zurück, in der die Cherubim beschrieben werden:,
Diese Symbole, die bis zum 13. Jahrhundert auch zu einem einzigen Gebilde zusammengefasst wurden, das die aus dem Griechischen übernommene Bezeichnung Tetramorph trägt, was „Viergestalt“ oder „Viergetier“ bedeutet, finden sich auch als Attribute in figürlichen Darstellungen der Evangelisten. Die heute gebräuchliche Deutung geht auf den Kirchenlehrer Hieronymus zurück:
+ Die vier Evangelistensymbole Symbol Evangelist Anmerkungen 100px|alt=mittelalterliche Buchillustration, Abbildung eines geflügelten Menschen, eines Engels Matthäus Da das Evangelium nach Matthäus mit dem Stammbaum Jesu beginnt, wird dem Evangelisten Matthäus das Symbol Mensch zugewiesen.Der Mensch weist auch auf die Menschwerdung Jesu hin.Das Matthäusevangelium entstand um das Jahr 80, als zweites anerkanntes Evangelium, und richtet sich an Juden-Christen. Hieronymus schreibt „Matthäus, der auch Levi ist und der von einem Zöllner zu einem Apostel wurde, und zwar als erster aller Evangelisten, verfasste ein Evangelium von Christus in Judäa in der hebräischen Sprache…“ und setzt Matthäus mit dem Apostel Levi gleich. 100px|alt=mittelalterliche Buchillustration, Abbildung eines geflügelten löwenartigen Tieres Markus Weil das Evangelium nach Markus mit dem Rufer in der Wüste einsetzt, ist der Markuslöwe sein Kennzeichen.Der Löwe soll außerdem auf die Auferstehung Jesu hinweisen.Das Markusevangelium entstand um das Jahr 70 n. Chr. und ist damit das älteste Evangelium. Es richtet sich vorrangig an Heiden-Christen, die mit der jüdischen Tradition nichts zu tun hatten. Das Haus seiner Mutter war der Mittelpunkt der Jerusalemer Urgemeinde. Es wird berichtet, dass er der Übersetzer des Petrus war und dessen Lehren niedergeschrieben hat. Die koptische Kirche sieht ihn als ihren ersten Papst. 100px|alt=mittelalterliche Buchillustration, Abbildung eines geflügelten Stieres Lukas Da das Evangelium nach Lukas mit der Verheißung des Engel Gabriels an Zacharias beim Opferdienst einsetzt, bekam Lukas den Flügelstier zugewiesen.Der Stier weist aber auch auf den Opfertod Jesu am Kreuz hin.Das Lukasevangelium entstand etwa zur gleichen Zeit wie das Matthäusevangelium und benutzt wie dieses ebenfalls das Markusevangelium als Vorlage. Der Verfasser dieses Evangeliums schrieb auch die Apostelgeschichte und hat das beste Griechisch aller vier Evangelisten. Er wendet sich auch insbesondere an hellenistische Leser. Laut Tradition war er Mitarbeiter des Paulus, der ihn als Arzt und lieben Freund bezeichnet und war bei den in der Apostelgeschichte berichteten Reisen des Paulus teilweise dabei. 100px|alt=mittelalterliche Buchillustration, Abbildung eines geflügelten Adlers Johannes Da das Evangelium nach Johannes aus ihm der Geist der Höhe am mächtigsten spreche, wurde Johannes mit dem Adler ausgezeichnet.Der Adler soll auf die Himmelfahrt Jesu hinweisen.Das Johannesevangelium wurde erst zu Beginn des 2. Jahrhunderts verfasst und weicht inhaltlich stark von den anderen drei, den so genannten Synoptischen Evangelien, ab. Die Tradition setzt Johannes mit dem Apostel Johannes als dem Lieblingsjünger Jesu gleich und sieht in ihm auch den Verfasser der Briefe des Johannes und der Offenbarung des Johannes.
„Neuer Bund“
Dieser christliche Begriff wurde ins Lateinische mit „“ (Neues Testament; : „Bund“) übersetzt. Jesus benutzt diesen Ausdruck beim letzten Abendmahl, wahrscheinlich in bewusster Anlehnung an das Wort des Propheten Jeremia:
Das Alte Testament heißt auf Griechisch . Beide zusammen werden auch mit dem Begriff Heilige Schrift, , bezeichnet. Das Neue Testament ist im so genannten Koine-Griechisch aufgezeichnet worden (lateinisch „“). Die Septuaginta ist die griechische Übersetzung des hebräischen Tanach bzw. Alten Testaments und die älteste durchgehende Bibelübersetzung überhaupt. Sie ist das Werk hellenistischer Juden aus Alexandria.
mini|hochkant|„Du trägst Caesar und sein Glück.“ (Comic History of Rome)
„Caesar transportierst du und Caesars mitreisendes Glück.“
Als Gaius Iulius Caesar in einer Winternacht des Jahres 48 von Epirus aus trotz Sturm nach Italien zurückfahren wollte, um die fehlenden Legionen gegen Gnaeus Pompeius Magnus nachzuziehen, zögerte der Schiffer, bei diesem Seegang die Überfahrt zu wagen. Doch rief ihm Caesar diesen Satz zu.
Diese Anekdote wird vom griechischen Schriftsteller Plutarch auf Griechisch überliefert, lateinisch wird diese Aussage mit den Worten „“ („Caesar fährst du und sein Glück“) oder „“ („Was fürchtest du? Du fährst Caesar.“) zitiert.
mini|hochkant|Henri Klagmann: Medea
„Eines schlechten Mannes Geschenke bringen keinen Segen.“
Mit diesen Worten lehnt Medea in der gleichnamigen Tragödie des Dramatikers Euripides das Angebot ihres Mannes Iason ab, ihr und ihren gemeinsamen Kindern einen reichhaltigen Unterhalt zu gewähren:Übersetzung Georg Langes, zitiert nach Hans Poeschel: Die griechische Sprache. dtv, München 1975, S. 327.
Doch wenn du für die Kinder und die eigne Flucht Von meinem Gelde Unterstützung nehmen willst, So sag’s! Ich will ja spenden gern mit reicher Hand …
Medea reagiert abweisend auf dieses Angebot und sagt:
Gastliche Hilfe deiner Freunde brauch’ ich nicht. Auch will ich nicht empfangen, gib uns also nichts! Des schlechten Manns Geschenke bringen Segen nicht.
Medea rächt sich dann durch die Ermordung ihrer gemeinsamen Kinder an ihrem untreuen Ehemann und sagt:Euripides: Medea, 1078–1080; zitiert nach reformiert-online.net.
„Einer schlechten Krähe schlechtes Ei“
Entspricht dem deutschen Sprichwort „Wie der Vater, so der Sohn.“
In der griechischen Sagenwelt war der Rabe immer mit Apollon verbunden. In einer Sage heißt es, dass Apollon den Raben ausschickte, um frisches Wasser zu holen. Der Rabe fraß stattdessen jedoch genüsslich Feigen und vergaß seinen Auftrag. Dann log er noch, dass ihn eine Wasserschlange gehindert hätte. Apollon verurteilte den Raben zu ewigem Durst, was das krächzende Geschrei der Raben erklärt.
In einer anderen Sage heißt es, dass ein Rabe Apollon die Nachricht überbracht hätte, dass ihm sein Geliebter untreu sei und vor Wut von Apollon geschwärzt wurde.
„Ein schlechter Mann lebt lang.“
Dieses altgriechische Sprichwort entspricht dem deutschen „Unkraut vergeht nicht.“
Außerdem gibt es noch ein weiteres Sprichwort mit ähnlichem Sinn:Michael Apostolios, 9,36
Lateinisch:
Im Neugriechischen wird aus dem Menschen beziehungsweise dem Topf ein Hund:
Der Humanist Erasmus von Rotterdam schreibt zu diesem Thema in seiner Sprichwörtersammlung Adagia:Erasmus von Rotterdam: Ausgewählte Schriften. Band 7. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 1972.
mini|Das Urteil des Paris von Peter Paul Rubens
„der Schönsten“
Vom Mythos des Zankapfels ( „Apfel der Eris“), eines goldenen Apfels mit der Aufschrift („für die Schönste“). Da Zeus sich weigerte, den Streit zwischen Hera, Athene und Aphrodite zu schlichten, wer die Schönste sei, musste das Urteil des Paris dies entscheiden.
Der Schriftsteller Gustav Schwab erzählt dies in seinen Sagen des klassischen Altertums so:Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums
Deshalb gab Paris den Apfel der Aphrodite. Weil aber Helena, die schönste Frau, bereits verheiratet war, entstand durch ihren Raub der Trojanische Krieg. Eine weitere Folge des Parisurteils war, dass in dem Krieg Aphrodite auf der Seite der Trojaner stand, während sich die abgewiesenen Göttinnen Athene und Hera zornig auf die Seite der Griechen schlugen.
mini|hochkant|Pandora mit Büchse am Louvre
„schönes Übel“
Als schönes Übel beschreibt der Dichter Hesiod die Pandora, die erste Frau auf der Erde, welche die unheilvolle „Büchse der Pandora“ aus Neugier öffnete. Dadurch entlässt sie die darin aufbewahrten Plagen in die Welt. Damit endet das Goldene Zeitalter, in dem die Menschheit von Arbeit, Krankheit und Tod verschont war.
Der Schriftsteller Gustav Schwab erzählt dies in seinen Sagen des klassischen Altertums so:
Alle bewunderten Pandoras Schönheit, die aber sofort zu Epimetheus ging, dem argloseren Bruder des Prometheus, um ihm das Geschenk des Zeus zu bringen. Prometheus hatte zwar seinen Bruder gewarnt, niemals ein Geschenk von Zeus anzunehmen, doch Epimetheus, empfand das Übel erst, als er es hatte:
mini|Gute Reise. Ein Trencadís mit der griechischen Inschrift im Nordbahnhof von Valencia
„Gute Reise.“
kalós kagathós „schön und gut“