In dieser Liste der Brunnen der Stadt Bremen sind die Brunnen und Wasserspeier in der Freien Hansestadt Bremen aufgeführt. Einige von ihnen wurden im Laufe der Jahrzehnte von ihrem ursprünglichen Aufstellungsort entfernt, umgestellt, umgestaltet oder zerstört. Dies ist unter dem Vorsatz Status vermerkt. Denkmäler und Standbilder werden ausdrücklich nicht aufgelistet.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird aber fortlaufend ergänzt. Geordnet sind die einzelnen Werke zur besseren Übersicht nach ihrem Aufstellungsdatum, gegliedert in Jahrhundert und Jahr und eventuell noch feingliedriger in Monat und Tag. Sind zwei Brunnen gleichzeitig (oder im selben Jahr) errichtet worden, sind sie in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Ist das Datum der Einweihung unbekannt, wird das Werk entweder unten an die Liste angefügt oder einigermaßen sinnvoll eingefügt. (Wenn beispielsweise der Künstler, das Material, der Aufstellungsort und die Thematik identisch sind mit einem Werk aus einem bestimmten Jahr, ist anzunehmen, dass auch das Denkmal ohne Datum etwa dieser Zeit entstammt. Auch muss beispielsweise ein Brunnen, der 1860 umgesetzt wurde, vor diesem Zeitpunkt aufgestellt worden sein.)
18. Jahrhundert Jakobibrunnen
Errichtet: 1718 Anlass: Einrichtung als öffentliche Wasserstelle Thema: Illustration des Straßennamens des Aufstellungsortes Entwurf: Christoph Albrecht Ausführung: Christoph Albrecht Material: Stein Aufstellungsort: Auf dem Jakobikirchhof. () Besonderheiten: Besaß eine Kolbenpumpe. Status: 1906 wurde die Figur zerschlagen und am 6. Oktober 1944 die Kopie bei einem Bombenangriff zerstört. Vergleiche Jakobusbrunnen.
Ottjen-Alldag-Brunnen rand|rechts|100px
Errichtet: 1733 Thema: Seit 1964 Erinnerung an den plattdeutschen Dichter Georg Droste und dessen Romanfigur Ottjen Alldag Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: Stein (Becken) und Bronze (Rohr) Aufstellungsort: Auf einem Bauernhof in Lankenau. Besonderheiten: – Status: 1963 wurde das Brunnenbecken in den Schnoor, Ecke Spiekerbartstraße versetzt und dort 1964 mit der Ottjen-Alldag-Plastik des Bildhauers Claus Homfeld zusammengefügt. () Info:
Rolandbrunnen rand|rechts|100px
Errichtet: 1737 Anlass: unbekannt Stifter: die 1. Neustädter Bürgerkompanie mit ihrem Vorsitzenden Leutnant Worminghausen Entwurf: Theophilus Wilhelm Frese Ausführung: Theophilus Wilhelm Frese und seine Werkstatt Material: Bremer Stein (Obernkirchener Sandstein) Aufstellungsort: im Pferdegang der Osterstraße in der Alten Neustadt Besonderheiten: Funktion: Brunnensäule Status: 1899 ans Nordende des Neuen Markts und 1965 an dessen Südende versetzt () Info:
Brunnensäule Fröbelstraße rand|rechts|100px
Errichtet: um 1790 Anlass: Wasserversorgung der Öffentlichkeit Material: Stein Aufstellungsort: früher in Vegesack, ab 1892 im Ortsteil Fähr-Lobbendorf, Fröbelstraße 52 () Besonderheiten: Funktion: Brunnensäule Info:
19. Jahrhundert Kunsthandwerker-Brunnen rand|rechts|100px Errichtet: vermutlich nach 1865 Anlass: unbekannt Entwurf: Diedrich Samuel Kropp Ausführung: Eisengießerei Osenbrück (Hemelingen) Material: Gusseisen Aufstellungsort: Vorgarten der Villa Rüpel, Schwachhauser Chaussee (heute Kippenberg-Gymnasium) Besonderheiten: Entwurf des Modells 1863, Präsentation 1865 auf der 5. Gewerbeausstellung. Von den ursprünglich fünf Exemplaren – die sich im Detail unterscheiden – existiert nur noch ein weiteres (besser erhaltenes) in Blumenthal: Siehe Wätjens Brunnen. Info: Status: Seit 1961 auf dem Osterholzer Friedhof. ()
Wätjens Brunnen rand|rechts|100px Errichtet: 1865 Anlass: unbekannt Entwurf: Diedrich Samuel Kropp Ausführung: Eisengießerei Osenbrück (Hemelingen) Material: Gusseisen Aufstellungsort: Wätjens Park, Bremen-Blumenthal () Besonderheiten: Der Brunnen ist das besser erhaltene Exemplar des Kunsthandwerker-Brunnens, hat jedoch keine Füße in Schildkrötenform, sondern ruht auf einem Steinsockel. 1987 wurde er restauriert und dann auf einer Grünfläche am Eingang der Bremer Woll-Kämmerei aufgestellt. Im Juli 2010 wurde der Brunnen abgebaut, um ihn zu restaurieren. Am 30. Oktober 2010 wurde er wieder am alten Standort in Wätjens Park montiert. Info: Status: Wieder am ursprünglichen Standort.
Nielsenbrunnen Errichtet: 1872 Anlass: Verschönerung der Contrescarpe. Benannt nach Ferdinand Nielsen, einem der Ideengeber und Stifter des Brunnens. Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: Stein (Becken) und Bronze (Figuren) Aufstellungsort: An der Ecke Contrescarpe/Daniel-von-Büren-Straße (früher Bürenstraße) () Besonderheiten: – Info: Status: 1931 abgerissen.
Niemitzbrunnen rand|rechts|100px Errichtet: 1878 Anlass: – Stifter: Johann Friedrich Niemitz Entwurf: Heinrich Müller Ausführung: unbekannt Material: Stein und Marmor Aufstellungsort: Im Bürgerpark. () Besonderheiten: Hat die Form eines kleinen pompejanischen Tempels mit flachem Dreiecksgiebel. Im Inneren des offenen Formation befindet sich der eigentliche Brunnen. Status: Noch am selben Ort. Info:
Wilhadibrunnen rand|rechts|100px Errichtet: 1883 (gestiftet 30. April, eingeweiht 19. Juni)https://www.kunst-im-oeffentlichen-raum-bremen.de/werke/wilhadi-brunnen-1883-mitte-art1917kior.html Thema: Erinnerung an Willehad, den ersten Bischof von Bremen. Modell: Richard Neumann Ausführung: Gießerei Gladenbeck, Berlin Material: Stein (Becken und Sockel) und Bronze (Figur) Aufstellungsort: Grasmarkt zwischen Dom und Rathaus. () Besonderheiten: – Status: 1942 wurde die Figur als „Metallspende“ eingeschmolzen. Der Sockel und das Becken wurden 1952 abgebaut. Info:
Marcus-Brunnen (Bürgerpark) rand|rechts|100px
Errichtet: 1889 Anlass: unbekannt Stifter: Bürgermeister Victor Marcus Entwurf: August Töpfer Ausführung: Diedrich Kropp (Figuren) und F. Kallmeyer (Metallschmuck) Material: Stein (Sockel und Brunnenschale) und Bronze (Figuren) Aufstellungsort: Im Bürgerpark. () Besonderheiten: – Status: 1940 wurden die Figuren als „Metallspende“ eingeschmolzen. Der Brunnen wurde 1959 restauriert. 1976 wurde die obere Schale ergänzt und die Seepferdchen am Sockel wurden vom Bildhauer Claus Homfeld durch Muschelschalen ersetzt. Info:
Centaurenbrunnen
rand|rechts|100px rand|rechts|100px Errichtet: 22. September 1891 Anlass: unbekannt Entwurf: Carl August Sommer Ausführung: August Sommer Material: Stein (Becken) und Bronze (Figur) Aufstellungsort: Schwachhauser Heerstraße / Bismarckstraße (abgebaut am 13. März 1958) Besonderheiten: Stifter war der Architekt Eduard Gildemeister, der den Bau eines Pissoirs vor seinem Wohnhaus damit verhinderte. Status: Der Brunnen wurde 1958 in die Neustädter Wallanlagen nahe dem Leibnizplatz versetzt. () Link:
Turmbläserbrunnen
rand|rechts|100px Errichtet: 30. August 1899 Anlass: Ausschmückung einer Heilwasserpumpe. Stifter: Franz Ernst Schütte Entwurf: Ernst Ehrhardt (Sockel), Max Dennert (Turmbläsergruppe) Ausführung: Schäffer u. Welcker, Berlin (Guss) Material: Stein (Sockel) und Bronze (Figuren) Aufstellungsort: An der südwestlichen Ecke des Doms. () Besonderheiten: – Status: 1928 wurde der Brunnen beim Bau der Glocke leicht versetzt, 1942 fiel die Figur einer „Metallspende“ zum Opfer. Der Neuguss (nach dem erhaltenen Modell) wurde am 30. Oktober 1956 enthüllt. Info:
Jakobibrunnen I Errichtet: unbekannt Anlass: unbekannt Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: Stein Aufstellungsort: Am Stavendamm im Schnoor. Besonderheiten: – Status: Abgerissen.
Jakobibrunnen II Errichtet: unbekannt Anlass: unbekannt Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: Stein Aufstellungsort: Auf dem Schützenwall. Besonderheiten: – Status: Abgerissen.
Teichmann-Brunnen rand|rechts|100px Errichtet: 28. November 1899 Anlass: Ersetzung der Pumpe auf dem Domshof. Stifter: Gustav Adolph Teichmann († 1892), Kaufmann Entwurf: Rudolf Maison Ausführung: Rudolf Maison Motiv: Boot mit Merkur, Neptun und Nixen Material: Bronze Aufstellungsort: Auf dem Domshof. () Besonderheiten: – Status: 1940 als „Metallspende“ eingeschmolzen. Info:
Brunnen an der Stadtwaage rand|rechts|100px Errichtet: Brunnensäule 18. Jhdt.; Pfeiler nach 1874, auch der Löwe ist spätere Zutat. Anlass: unbekannt Stifter: unbekannt Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: Bronze (Rohr) und Stein Aufstellungsort: An der nördlichen Ecke der Stadtwaage in der Große Waagestraße. () Besonderheiten: – Status: Noch am selben Ort. Info: Lit.: Ausstellungskatalog Wasser, Focke-Museum 1983, Kat. Nr. 24Andere Datierung:
20. Jahrhundert Pferdebrunnen I rand|rechts|100px Errichtet: 1900 Anlass: unbekannt Stifter: Tierschutzverein Entwurf: Gerhard Lange Ausführung: Aerzener Maschinenfabrik Material: unbekannt Aufstellungsort: Contrescarpe, Ecke Goetheplatz. () Besonderheiten: Um 1900 waren von der Aerzener Maschinenfabrik mindestens 58 dieser „Trinkbrunnen für Menschen, Pferde, Hunde und Vögel“ produziert wordenErtel, Rainer und Roesener, Ernst-Friedrich: Hannoversches Brunnenbuch, Hannover: Fackelträger-Verlag, 1988, S. 53..Dieses Exemplar wurde im Jahre 1960 mit Unterstützung des Bürgervereins Ostertor repariert.Ab 1974 wurden mehrere Nachbildungen dieses Brunnentyps aufgestellt – vgl. Pferdebrunnen II-V. Info: Status: Noch am selben Ort.
Marcus-Brunnen (Liebfrauenkirchhof) rand|rechts|100px
Errichtet: 14. November 1909 Anlass: Errichtung des Moltkedenkmals Stifter: Bürgermeister Victor Marcus Entwurf: Heinrich Jennen und Hermann Hahn Ausführung: Heinrich Jennen und Hermann Hahn Material: Stein (Sockel und Brunnenschale) und Bronze (Figuren) Aufstellungsort: Auf dem Liebfrauenkirchhof. () Besonderheiten: Auch Taxibrunnen genannt. Status: Noch am selben Ort. Info:
Claus-Albert-Addix-Brunnen rand|rechts|100px Errichtet: 1909 Anlass: Erbe des Kaufmanns Claus Albert Addix Entwurf: Johann Conrad Buchner Ausführung: wie vor Material: Stein Aufstellungsort: Schwachhausen, Bürgerpark. () Besonderheiten: Umbau 1968 Status: Noch am selben Ort. Info:
Sieben-Faulen-Brunnen rand|rechts|100px Errichtet: vor 1930 Anlass: Erinnerung an die Sage der Sieben Faulen Entwurf: Bernhard Hoetger Ausführung: Otto Meier Material: Backstein (Sockel) und Bronze (Rohre) Aufstellungsort: Im Handwerkshof der Böttcherstraße. () Besonderheiten: – Status: Noch am selben Ort. Info:
Rehbrunnen rand|rechts|100px
Errichtet: 22. August 1933 Anlass: 80. Geburtstag des ehemaligen Bürgermeisters Hermann Hildebrand. Stifter: Einige Bremer Mäzene Entwurf: Ernst Gorsemann Ausführung: Ernst Gorsemann Material: Bronzefiguren auf Steinsockel Aufstellungsort: In den Wallanlagen, Nähe Wallmühle. () Besonderheiten: Der Brunnen wurde schon oftmals Opfer von Vandalismus. Status: Im Zweiten Weltkrieg als „Metallspende“ eingeschmolzen, aber 1949 wieder restauriert. Info:
Jakobusbrunnen rand|rechts|100px
Errichtet: 1957 Anlass: unbekannt Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: Stein Aufstellungsort: Am Neanderhaus neben der Martinikirche. () Besonderheiten: Der Brunnen ist eine leicht abgewandelte Nachbildung des zerstörten Originals von 1718. Vergleiche Jakobibrunnen, St.-Jacobus-Denkmal. Status: Noch am selben Ort.
Brunnen am Weidedamm rand|rechts|100px Errichtet: 1966 Anlass: Fertigstellung der damaligen Fachschule für Sozialberufe (heute: LIS) Entwurf: Alice Peters-Jonescu Ausführung: unbekannt Material: Bronze und Waschbeton Aufstellungsort: Am Weidedamm 20 () Besonderheiten: - Info: Status: Noch am selben Ort. Der Brunnen steht jedoch nicht mehr lotrecht.
Brunnen Auf der Brake Errichtet: 1967 Anlass: unbekannt Entwurf: Paul Halbhuber Ausführung: unbekannt Material: Travertin Aufstellungsort: Auf der Brake, Ecke SchillerstraßeGebäude- und Technik Management Bremen, 2007: Öffentliche Brunnen in Bremen; abgerufen am 3. April 2022.. ()