mini|hochkant=1.5|UN-Mitglieder nach Aufnahmejahr: Die Vereinten Nationen (englisch United Nations, kurz UN) wurden 1945 von 51 Gründungsmitgliedern gebildet. Ihr gehören seit 2011 insgesamt 193 Staaten an, zusätzlich gibt es zwei Beobachter. Die aktuellen und ehemaligen Vetomächte sind nachfolgend fett hervorgehoben.
Beitrittsverfahren
Das Beitrittsverfahren ist in Artikel 4 im Kapitel II der Charta der Vereinten Nationen geregelt. Der Antragsteller muss vom Sicherheitsrat empfohlen werden. Anschließend kann ihn die Generalversammlung per Beschluss aufnehmen.
Liste Aktuelle Mitgliedstaaten
Flagge Staat Sicherheitsratsresolution(Aufnahmeantrag) Beitrittsdatum Bemerkung Afghanistan 8 (29. Aug. 1946) Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen ist weiterhin ein Repräsentant der Islamischen Republik Afghanistan und nicht des de facto seit 2021 herrschenden Islamischen Emirats Afghanistan der Taliban. Ägypten Ägypten gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen. Am 21. Februar 1958 schloss sich das Land mit Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR) zusammen, die als einzelner Staat weiterhin den UN angehörte. Nach dem Austritt Syriens aus der VAR am 13. Oktober 1961 wurden beide Staaten wieder Einzelmitglieder der UN, und die VAR wurde am 2. September 1971 in Arabische Republik Ägypten umbenannt. Albanien 109 (14. Dez. 1955) Algerien 176 (4. Okt. 1962) Andorra 848 (8. Juli 1993) Angola 397 (22. Nov. 1976) Antigua und Barbuda 492 (10. Nov. 1981) Äquatorialguinea 260 (6. Nov. 1968) Argentinien Armenien 735 (29. Jan. 1992) Aserbaidschan 742 (14. Feb. 1992) Äthiopien Australien Bahamas 336 (18. Juli 1973) Bahrain 296 (18. Aug. 1971) Bangladesch 351 (10. Juni 1974) Barbados 230 (7. Dez. 1966) Belarus Die Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik war 1945 Bestandteil der Sowjetunion. Damit verfügte die Sowjetunion zusammen mit der Ukraine und Weißrussland als einziger Staat über effektiv drei Sitze bei den Vereinten Nationen. Am 25. August 1991 erklärte die Republik die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Die offizielle Bezeichnung wurde in Belarus geändert. Belgien Belize 491 (23. Sep. 1981) Benin 147 (23. Aug. 1960) Der Staat hieß bis zum 30. November 1975 Dahomey. Bhutan 292 (10. Feb. 1971) Bolivien Bosnien und Herzegowina 755 (20. Mai 1992) Die Republik Bosnien und Herzegowina wurde am 22. Mai 1992 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen, nachdem Jugoslawien zerfallen war. Botswana 224 (14. Okt. 1966) Brasilien Brunei 548 (24. Feb. 1984) Bulgarien 109 (14. Dez. 1955) Burkina Faso 149 (23. Aug. 1960) Der Staat hieß bis zum 4. August 1984 Obervolta. Burundi 173 (26. Juli 1962) Chile China, Volksrepublik Am 21. Oktober 1971 wurden die Sitze Chinas in Vollversammlung und Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vom Gründungsmitglied Republik China auf die Volksrepublik China übertragen (Resolution 2758 der UN-Generalversammlung), nachdem immer mehr Staaten die Volksrepublik anerkannt hatten. Costa Rica Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) 150 (23. Aug. 1960) Dänemark Deutschland, Bundesrepublik 335 (22. Juni 1973) Die Bundesrepublik Deutschland (Beobachter seit 1952) und die DDR (Beobachter seit 1972) wurden am 18. September 1973 zwei selbstständige Mitglieder der Vereinten Nationen. Mit dem Wirksamwerden des Beitritts der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990, der die Staatlichkeit der Bundesrepublik rechtlich unberührt ließ, wandelten sich die Länder der DDR in Länder der Bundesrepublik Deutschland; diese wurde voll souverän (Zwei-plus-Vier-Vertrag) und bildet nunmehr das vereinte Deutschland. Dominica 442 (6. Dez. 1978) Dominikanische Republik Dschibuti 412 (7. Juli 1977) Ecuador El Salvador Eritrea 828 (26. Mai 1993) Estland 709 (12. Sep. 1991) Eswatini 257 (11. Sep. 1968) Der Staat hieß bis zum 19. April 2018 Königreich Swasiland. Fidschi 287 (10. Okt. 1970) Finnland 109 (14. Dez. 1955) Frankreich Gabun 153 (23. Aug. 1960) Gambia 200 (15. März 1965) Georgien 763 (6. Juli 1992) Ghana 124 (7. März 1957) Grenada 351 (21. Juni 1974) Griechenland Guatemala Guinea 131 (9. Dez. 1958) Guinea-Bissau 356 (12. Aug. 1974) Guyana 223 (21. Juni 1966) Haiti Haiti stand vom 19. September 1994 bis zum 31. März 1995 unter US-amerikanisch-geführter Besatzung. Honduras Indien Indien stand bis zum 15. August 1947 unter britischer Herrschaft. Indonesien 86 (26. Sep. 1950) Indonesien verließ die Vereinten Nationen am 20. Januar 1965, erklärte aber am 19. September 1966, die Zusammenarbeit wieder aufnehmen zu wollen. Nach Einladung der Generalversammlung vom 28. September 1966 nahmen die Vertreter Indonesiens ihren Sitz wieder ein. Irak Irak stand vom 9. April 2003 bis zum 18. Dezember 2011 unter US-amerikanisch-geführter Besatzung. Iran Irland 109 (14. Dez. 1955) Island 8 (29. Aug. 1946) Israel 69 (4. März 1949) Italien 109 (14. Dez. 1955) Jamaika 174 (12. Sep. 1962) Japan 121 (12. Dez. 1956) Jemen Rechtsnachfolger von Nordjemen und Südjemen. Jordanien 109 (14. Dez. 1955) Kambodscha 109 (14. Dez. 1955) Kamerun 133 (26. Jan. 1960) Kanada Kap Verde 372 (18. Aug. 1975) Die Republik Kap Verde hat ihren offiziellen Namen in Republik Cabo Verde geändert. Der Antrag wurde dem Generalsekretär am 24. Oktober 2013 durch den Ständigen Vertreter des Landes vorgelegt. Kasachstan 732 (23. Jan. 1992) Katar 297 (15. Sep. 1971) Kenia 185 (16. Dez. 1963) Kirgisistan 736 (29. Jan. 1992) Kiribati 1248 (25. Juni 1999) Kolumbien Komoren 376 (17. Okt. 1975) Kongo, Demokratische Republik 142 (7. Juli 1960) Vom 27. Oktober 1971 bis zum 17. Mai 1997 als Zaire. Kongo, Republik 152 (23. Aug. 1960) Korea, Demokratische Volksrepublik (Nordkorea) 702 (8. Aug. 1991) Korea, Republik (Südkorea) 702 (8. Aug. 1991) Kroatien 753 (18. Mai 1992) Die Republik Kroatien wurde am 22. Mai 1992 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen, nachdem Jugoslawien zerfallen war. Kuba Kuwait Laos 109 (14. Dez. 1955) Lesotho 225 (14. Okt. 1966) Lettland 710 (12. Sep. 1991) Libanon Liberia Libyen 109 (14. Dez. 1955) Liechtenstein 663 (14. Aug. 1990) Litauen 711 (12. Sep. 1991) Luxemburg Madagaskar 140 (29. Juni 1960) Malawi 195 (9. Okt. 1964) Malaysia 125 (5. Sep. 1957) Am 17. September 1957 wurde der Malaiische Bund Mitglied der Vereinten Nationen. Im Anschluss an die Aufnahme von Singapur, Sabah (Nordborneo) und Sarawak in den Bund wurde dieser am 16. September 1963 umbenannt und heißt seitdem Malaysia. Singapur wurde am 9. August 1965 unabhängig und trat am 21. September 1965 den Vereinten Nationen bei. Malediven 212 (20. Sep. 1965) Mali 159 (28. Sep. 1960) Nachfolgestaat der Mali-Föderation. Malta 196 (30. Okt. 1964) Marokko 115 (20. Juni 1956) Marshallinseln 704 (9. Aug. 1991) Mauretanien 167 (25. Okt. 1961) Ein erster Aufnahmeantrag war im November 1960 von den arabischen Mitgliedsstaaten verhindert worden, die Marokkos Ansprüche auf Mauretanien unterstützt hatten. Mauritius 249 (18. April 1968) Mexiko Mikronesien 703 (9. Aug. 1991) Moldau 739 (5. Feb. 1992) Monaco 829 (26. Mai 1993) Mongolei 166 (25. Okt. 1961) Montenegro 1691 (22. Juni 2006) Die Republik Montenegro wurde am 28. Juni 2006 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen. Zuvor war Montenegro als Teil verschiedener Vorgängerstaaten Mitglied der UN: Bis zum Zerfall von der SFR Jugoslawien, vom 1. November 2000 bis zur Umbenennung am 4. Februar 2003 in der Bundesrepublik Jugoslawien und ab der Umbenennung in Serbien und Montenegro. Am 3. Juni 2006 erklärte Montenegro schließlich seine Unabhängigkeit. Mosambik 374 (18. Aug. 1975) Myanmar 45 (10. April 1948) Bis zum 18. Juni 1989 als Birma. Namibia 652 (19. April 1990) Nauru 1249 (25. Juni 1999) Nepal 109 (14. Dez. 1955) Neuseeland Nicaragua Niederlande Niger 148 (23. Aug. 1960) Nigeria 160 (7. Okt. 1960) Nordmazedonien 817 (7. April 1993) Mazedonien wurde nach dem Zerfall des Gründungsmitglieds Jugoslawien selbstständig und beantragte die Aufnahme in die Generalversammlung. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit Griechenland über den Namen des Staates beschloss die Generalversammlung am 8. April 1993 die Aufnahme des Staates mit der provisorischen Bezeichnung Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien. Diese provisorische Bezeichnung wurde bei den Vereinten Nationen bis zur Beilegung des Namensstreits im Jahr 2019 verwendet. Norwegen Oman 299 (30. Sep. 1971) Österreich 109 (14. Dez. 1955) Osttimor 1414 (23. Mai 2002) Pakistan 29 (12. Aug. 1947) Palau 963 (29. Nov. 1994) Panama Papua-Neuguinea 375 (22. Sep. 1975) Paraguay Peru Philippinen Die Philippinen standen bis zum 4. Juli 1946 unter US-amerikanischer Herrschaft. Polen Portugal 109 (14. Dez. 1955) Ruanda 172 (26. Juli 1962) Rumänien 109 (14. Dez. 1955) Russland Rechtsnachfolger der Sowjetunion ab 24. Dezember 1991. Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken war am 24. Oktober 1945 ein Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. In einem Brief informierte der russische Präsident Boris Jelzin, dass die Russische Föderation die Mitgliedschaft der Sowjetunion übernehmen wird. Salomonen 433 (17. Aug. 1978) Sambia 197 (30. Okt. 1964) Samoa 399 (1. Dez. 1976) San Marino 744 (25. Feb. 1992) São Tomé und Príncipe 373 (18. Aug. 1975) Saudi-Arabien Schweden 8 (29. Aug. 1946) Schweiz 1426 (14. Juli 2002) Die Schweiz ist der einzige Staat, der den Vereinten Nationen durch eine Volksabstimmung, die „Eidgenössische Volksinitiative für den Beitritt der Schweiz zur Organisation der Vereinten Nationen (UNO)“, beitrat. Die Schweiz hatte seit 1948 einen Beobachterstatus inne. Senegal 158 (28. Sep. 1960) Nachfolgestaat der Mali-Föderation. Serbien 1326 (31. Okt. 2000) Rechtsnachfolger von Serbien und Montenegro. Seychellen 394 (16. Aug. 1976) Sierra Leone 165 (26. Sep. 1961) Simbabwe 477 (30. Juli 1980) Singapur 213 (20. Sep. 1965) Slowakei 800 (8. Jan. 1993) Nachfolgestaat der Tschechoslowakei. Slowenien 754 (18. Mai 1992) Die Republik Slowenien wurde am 22. Mai 1992 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen, nachdem Jugoslawien zerfallen war. Somalia 141 (5. Juli 1960) Spanien 109 (14. Dez. 1955) Sri Lanka 109 (14. Dez. 1955) Der Staat hieß bis zum 22. Mai 1972 Ceylon. St. Kittsund Nevis 537 (22. Sep. 1983) St. Lucia 453 (12. Sep. 1979) St. Vincent unddie Grenadinen 464 (19. Feb. 1980) Südafrika Sudan 112 (6. Feb. 1956) Südsudan 1999 (13. Juli 2011) Suriname 382 (1. Dez. 1975) Syrien Syrien gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen. Am 21. Februar 1958 schloss sich das Land mit Ägypten zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR) zusammen, die als einzelner Staat weiterhin den UN angehörte. Nach dem Austritt Syriens aus der VAR am 13. Oktober 1961 wurden beide Staaten wieder Einzelmitglieder der UN. Tadschikistan 738 (29. Jan. 1992) Tansania Rechtsnachfolger von Tanganjika und Sansibar. Thailand 13 (12. Dez. 1946) Der Staat hieß bis zum 11. Mai 1949 Siam. Togo 136 (31. Mai 1960) Tonga 1253 (28. Juli 1999) Trinidad und Tobago 175 (12. Sep. 1962) Tschad 151 (23. Aug. 1960) Tschechien 801 (8. Jan. 1993) Nachfolgestaat der Tschechoslowakei. Tunesien 116 (26. Juni 1956) Türkei Turkmenistan 741 (7. Feb. 1992) Tuvalu 1290 (17. Feb. 2000) Uganda 177 (15. Okt. 1962) Ukraine Die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik war 1945 eine Teilrepublik der Sowjetunion. Damit verfügte die Sowjetunion zusammen mit der Ukraine und Weißrussland als einziges Land über effektiv drei Sitze bei den Vereinten Nationen. Am 24. August 1991 erklärte die Ukraine ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Ungarn 109 (14. Dez. 1955) Uruguay Usbekistan 737 (29. Jan. 1992) Vanuatu 489 (8. Juli 1981) Venezuela Vereinigte Arabische Emirate 304 (8. Dez. 1971) Vereinigte Staaten Vereinigtes Königreich Vietnam 413 (20. Juli 1977) Zentralafrikanische Republik 154 (23. Aug. 1960) Zypern 155 (24. Aug. 1960)
Beobachterstaaten Beobachterstaaten besitzen den Status eines permanenten Beobachters bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Sie haben mit Ausnahme des Stimmrechts die Rechte eines Mitgliedstaates.