miniatur miniatur Gödestorf ist ein Ortsteil der Stadt Syke (Landkreis Diepholz, Niedersachsen).

Geografie Lage

Zusammen mit den Syker Ortsteilen Henstedt, Heiligenfelde, Wachendorf und Jardinghausen wird ein südlicher Bereich gebildet. Zu Gödestorf gehören die historischen Ortsteile Falldorf und Holldiek. Gödestorf gehört zusammen mit Henstedt, Heiligenfelde, Wachendorf und Jardinghausen zum Kirchspiel Heiligenfelde.

Nachbarorte Nachbarn des im südöstlichen Bereich von Syke gelegenen Ortes Gödestorf sind die Syker Ortsteile Osterholz, Schnepke, Heiligenfelde und Wachendorf. Östlich ist es die Syker Nachbargemeinde Samtgemeinde Thedinghausen.

Flüsse/Bäche Im östlichen Ortsbereich, zur Samtgemeinde Thedinghausen hin, fließt der Süstedter Bach, der in Süstedt entspringt und östlich von Weyhe-Kirchweyhe in den Kirchweyher See mündet. Zeitweise ist er Grenzfluss zur Samtgemeinde Thedinghausen (Emtinghausen und Riede).

Geschichte

Fundstücke aus der Steinzeit in Gödestorf bezeugen eine vorgeschichtliche Ansiedlung. Gödestorf wurde erstmals 1124 als Gatisdorf erwähnt und gehörte seit 1290 zum Kirchspiel Heiligenfelde.Stadt Syke und NWP Planungsgesellschaft Oldenburg: Dorferneuerungsplanung Osterholz, Schnepke und Gödestorf. Syke 2008.

1722 wurde anlässlich einer Bevölkerungszählung die erste Gödestorfer Schule an den Specken aktenkundig. 1826 entstand der eingeschossiger Schulneubau.

Das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte nennt die Namen der Gefallenen und Vermissten aus dem Ersten Weltkrieg und aus dem Zweiten Weltkrieg.

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Gödestorf in die Stadt Syke eingegliedert.

Einwohnerentwicklung 1950: 765 Einwohner 1961: 492 Einwohner 1966: 477 Einwohner 1970: 455 Einwohner 1982: 402 Einwohner 2006: 432 Einwohner 2015: 578 Einwohner

Politik

Ortsrat Der Ortsrat, der den Ortsteil Gödestorf vertritt, setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Infrastruktur Gödestorf hat keine eigene Kirche und auch keinen Friedhof.

Verkehr Straße Gödestorf liegt fernab des großen Verkehrs, was eigentlich den Wohnwert steigert. Die nächste Bundesstraße, die B 6, verläuft 3,5 km entfernt südwestlich durch Heiligenfelde und schafft gute Verbindungen zum Norden (nach Bremen, zur A 1 und zur A 27) und zum Süden (nach Hannover, zur A 2).

Spätestens im Jahr 1974 haben alle Gödestorfer Straßen und einige Wege Namen bekommen. Insgesamt gibt es in Gödestorf 20 Straßen und Wege, die Namen haben. Daneben gibt es einige Feldwege, die namenlos geblieben sind. Zwei gut ausgebaute Hauptstraßen (die Landesstraßen L 354 und L 356) durchschneiden den Kernort und unterteilen ihn in verschiedene Bereiche:

die „Schnepker Straße“ (L 354) verläuft nordwestlich nach Schnepke die „Gödestorfer Straße“ (L 354 / K 121) verläuft nördlich nach Osterholz die „Gödestorfer Straße“ (L 356 / K 121) verläuft südlich nach Wachendorf (dort als K 121) die Straße „Holzkamp“ (L 356) verläuft südwestlich nach Heiligenfelde die Straße „Gödestorfer Damm“ (L 354) verläuft östlich nach Emtinghausen

Namen der Gödestorfer Straßen (in alphabetischer Reihenfolge): Am Moor, Bi’n Spritzenhus, Falldorf, Falldorfer Weg, Gödestorfer Damm, Gödestorfer Straße, Heerweg, Holldiek, Hollwischdamm, Holzkamp, Kreuzbusch, Langendamm, Norderheide, Schnepker Straße, Specken, Twillbeeke, Wiedhoop, Zum Heitkamp, Zum Kolk, Zum Storchennest

Schiene Der ca. 8 km nordwestlich vom Gödestorfer Ortskern entfernt gelegene DB-Bahnhof in Syke gehört zur Strecke Bremen-Osnabrück.

Vereine Ortsfeuerwehr Gödestorf, Osterholz, Schnepke Schützenverein Gödestorf von 1950

Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Bauernhaus von 1840 In der Liste der Baudenkmale in Syke sind für Gödestorf fünf Baudenkmale aufgeführt. Naturschutzgebiet Wachendorfer / Gödestorfer Bruch im Bereich Langendamm und Hollwischdamm Gödestorfer Betglocke von 1707 an der Straße Specken an einem freistehenden Holzgerüst. Kriegerdenkmal an der Straße Specken mit den Namen von 18 Gefallenen und 2 Vermissten aus dem Ersten Weltkrieg und denen von 29 Gefallenen und 9 Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Siehe auch Meliorationsgenossenschaft Bruchhausen-Syke-Thedinghausen Liste der Straßennamen von Syke#Gödestorf

Literatur Gödestorf. In: Heinz-Hermann Böttcher, Heiner Büntemeyer, Hermann Greve und Wilfried Meyer: SYKE und umzu. Syke 1983, ISBN 3-923965-00-1, Seite 198–201 Gödestorf. In: Hermann Greve u. Gabriele Ullrich: 13mal Syke. Eine historische Lesereise. Weyhe 1992, Seite 118–128 Storchen-Route (u. a. Gödestorf). In: Hermann Greve u. Gabriele Ullrich: Unterwegs ... in Syke. Ein Kultur- und Naturreiseführer für Syke und seine Ortsteile. Ein Führer durch die Hachestadt. Natur – Kultur – Geschichte. Fischerhude 2002, Seite 84–101 Gödestorf. In: Hermann Greve u. Klaus Fischer: Stadtbilder aus Syke. Leipzig 1996, Seite 8 u. 46 Ingrid Fandrich u. Else Schröder: Chronik Gödestorf. Bassum 2005, 312 S. m. zahlr. Abb.

Weblinks

Ortsteil Gödestorf auf ansichtskarten-syke.de Gödestorf auf ansichtskarten-syke.de – Historische Ansichtskarten

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Diepholz Kategorie:Stadtteil von Syke Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Diepholz) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974