Wittinghof (fränkisch: Migleas-huhfW. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 104. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „migleʳshūf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Langenzenn im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Wittinghof liegt in der Gemarkung Keidenzell.
Geographie Der Weiler liegt am Kirchfarrnbach, der unmittelbar südwestlich des Ortes die Wittinghofteiche speist und bei Keidenzell mit dem Dürrnfarrnbach zum Farrnbach zusammenfließt. Südöstlich des Ortes grenzen die Reichenbacher Weghölzer an. Ein Anliegerweg führt zur Kreisstraße FÜ 11 (0,2 km nordwestlich), die nach Keidenzell (1,7 km nordöstlich) bzw. nach Kirchfarrnbach verläuft (2 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1233 als „Widogowendorf“ erstmals urkundlich erwähnt, als der Eichstätter Chorherr Volkmar seine Güter im Ort dem Kloster Heilsbronn schenkte.W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 104 f. Der Hofbesitzer hatte dem Kloster eine jährliche Gült von einem Simra Korn abzuliefern.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 375. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Witigowe.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Wittinghof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Der Ganzhof hatte das Kastenamt Cadolzburg als Grundherrn.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 190.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wittinghof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Keidenzell und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Keidenzell zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 230.
Am 1. Mai 1978 wurde Wittinghof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Langenzenn eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 19 14 22 22 17 24 16 17 22 18 17HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 2 3 3 3 3 3Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Trinitatiskirche (Langenzenn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Marien (Langenzenn) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Langenzenn Kategorie:Weiler im Landkreis Fürth Kategorie:Ersterwähnung 1233