mini|hochkant|Nick Holonyak
Nick Holonyak Jr. (ukrainisch , * 3. November 1928 in Zeigler, Illinois; † 18. September 2022 in Urbana, Illinois) war ein US-amerikanischer Elektroingenieur, der als einer der Miterfinder der Laserdioden und Erfinder der Leuchtdiode (LED) mit sichtbarem Licht bekannt wurde.
Leben Seine Eltern waren ukrainische Emigranten, der Vater arbeitete in einem Kohlebergwerk. Nachdem Nick Holonyak bei der Illinois Central Railroad gearbeitet hatte, zog er es vor, wieder zur Schule zu gehen. Er erwarb 1954 seinen Ph.D. an der University of Illinois at Urbana-Champaign bei John Bardeen. 1954 bis 1955 arbeitete er bei den Bell Telephone Laboratories, leistete dann seinen Militärdienst und war von 1957 bis 1963 Wissenschaftler bei General Electric (GE).
Bei Bell Laboratories und ab 1957 bei GE war er einer der Pioniere in Silizium-Halbleiter-Technologien für TransistorenZur Geschichte Nick Holonyak: The origin of diffused silicon technology at Bell Labs 1954–1955, in: The Electrochemical Society Interface, Herbst 2007, PDF. und Thyristoren (SCR genannt). Er erfand den shorted Emitter in Thyristoren und Triacs. Aus seiner Zeit beim US-Militär in Japan kannte er auch die Arbeiten von Leo EsakiRobert Noel Hall, „IEEE Oral History“-Interview zur Tunneldiode und stellte sie als erster in Silizium her.
Bei General Electric entwickelte er bis Februar 1962 die rote Leuchtdiode. 1962 leitete er eines der Teams, die fast gleichzeitig (erster war Robert Noel Hall vom Schenectady-Labor von GE) die ersten Laserdioden (Halbleiterlaser) zum Laufen brachten (seine war die erste im sichtbaren Wellenlängenbereich).
1963 ging Holonyak als Professor an die University of Illinois at Urbana-Champaign. Dort demonstrierte er unter anderem in den 1970ern Laser-Effekte in zahlreichen Legierungen (wie InGaP, AlGaAsP oder InGaPAs), entwickelte 1977 mit seinen Studenten die ersten Quantum Well-Laser und 2004 mit Milton Feng und anderen den Transistor-Laser. 2013 wurde er emeritiert.
Er hielt etwa 30 weitere Patente und wurde vielfach ausgezeichnet.
Holonyak starb am 18. September 2022 im Alter von 93 Jahren in Urbana.
Auszeichnungen (Auswahl) 1972: Fellow der American Physical Society 1973: IEEE Morris N. Liebmann Award 1973: Mitglied der National Academy of Engineering 1976: Heinrich Welker Medal of the International Symposium on GaAs and Related compounds 1981: IEEE Jack A. Morton Award 1984: Mitglied der National Academy of Sciences 1984: Mitglied der American Academy of Arts and Sciences 1989: IEEE Edison Medal 1990: National Medal of Science 1992: Ehrenmitglied des Joffe-Instituts in Sankt Petersburg 1995: Japan-Preis 1999: Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften 2000: IEEE Third Millennium Award 2001: Frederic Ives Medal der Optical Society of America 2003: National Medal of Technology 2003: Global Energy Prize 2004: Von Hippel Award 2006: Mitglied der Consumer Electronics Association (CEA) Hall of Fame 2008: National Inventors Hall of Fame 2015: Charles-Stark-Draper-Preis 2016: Ehrenmitglied der Optical Society of America 2017: Progress Medal der Photographic Society of America 2017: Benjamin Franklin Medal des Franklin Institute 2021: Queen Elizabeth Prize for Engineering
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Erfinder Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (University of Illinois Urbana-Champaign) Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der National Academy of Engineering Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Fellow der American Physical Society Kategorie:Träger des Japan-Preises Kategorie:Träger der National Medal of Science Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2022 Kategorie:Mann Kategorie:Elektroingenieur