Siegfried Wagner (* 16. Februar 1881 in GraudenzBerliner Tagesspiegel am 20. Juli 2007: Vier Tage später war der Oberst tot. (Abgerufen am 5. Mai 2019.); † 26. Juli 1944 im KZ Sachsenhausen) war Berufsoffizier und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944.

Leben Wagner war Bundeskanzler (= Generalsekretär) des StahlhelmsVolker R. Berghahn: Der Stahlhelm. Bund der Frontsoldaten 1918 – 1935. Droste, Düsseldorf 1966, S. 185 und Teilnehmer der Harzburger Front, später jedoch in Opposition zur Kriegspolitik von Adolf Hitler. Als Oberst war er im Zweiten Weltkrieg Abteilungschef der Truppenabteilung im Oberkommando der Wehrmacht. Er unterstützte in dieser Funktion die Umsturzpläne und sollte als Verbindungsoffizier zum Wehrkreis XI (Hannover) dienen.

Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 versuchte Wagner zwei Tage später mit einem Sturz aus dem Fenster seiner Potsdamer Offizierswohnung in der Kurfürstenstraße 19 einer Verhaftung durch die Geheime Staatspolizei zu entgehen. Vier Tage später und nachdem man ihn noch ohne Rücksicht auf seinen kritischen Zustand unablässig vernommen hatte, verstarb er an den Folgen des SturzesRenata Schmidtkunz: Mit meinen Fotos erzähle ich Lebensgeschichten - Im Gespräch mit der Fotografin Christine de Grancy, Ö1, 17. März 2016, 21:00 im KZ Sachsenhausen.

Am 3. August 1944 wurden seiner Witwe Carla-Luise Wagner, geb. Kuhns,Babette Stadie (Hrsg.): Die Macht der Wahrheit, 2008, S. 253. seine persönlichen Gegenstände übersandt: eine Armbanduhr, einen Ring, das Eiserne Kreuz Erster Klasse und das Eiserne Kreuz mit Band und Schwertern. Ihre Tochter war mit einem Senarclens-Grancy verheiratet, der wenige Wochen vor Kriegsende in der Lüneburger Heide fiel. Über sie ist Siegfried Wagner der Großvater der Fotografin Christine de Grancy (1942–2025). (Abgerufen am 5. Mai 2019.)

Beigesetzt wurde Siegfried Wagners Leichnam auf dem Neuen Friedhof in Potsdam. Seit 2014 erinnert eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Kurfürstenstraße in Potsdam, worin sich heute Arztpraxen befinden, an den Widerstandskämpfer.Märkische Allgemeine am 19. Juli 2014: (Abgerufen am 5. Mai 2019.)

Siehe auch Personen des 20. Juli 1944

Literatur Ekkehard Klausa: Sie kamen aus dem „Stahlhelm“. Frühe Weggenossen Hitlers, die früh in den Widerstand gingen. In: ders.: Das wiedererwachte Gewissen. Konservative im Widerstand gegen den Nationalsozialismus (= Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Reihe A: Analysen und Darstellungen Band 16). Lukas Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86732-345-1, S. 261–277 (Abschnitt zu Wagner, S. 269–273)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 Kategorie:Todesopfer im KZ Sachsenhausen Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Militärperson (Oberkommando der Wehrmacht) Kategorie:Mitglied im Stahlhelm Kategorie:Deutscher Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1881 Kategorie:Gestorben 1944 Kategorie:Mann