mini|Ludwigsmedaille Die Ludwigsmedaille für Wissenschaft, Kunst und Industrie wurde am 25. August 1872 von König Ludwig II. von Bayern gestiftet und bis zum Ende des Königreichs Bayern 1918 vergeben.

Abteilungen Die Ludwigsmedaille besteht aus zwei Abteilungen:

Abteilung A für Wissenschaft und Kunst Abteilung B für Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Handel

Aussehen Die Medaille wurde zunächst aus Gold gefertigt und am 13. Juli 1914 um eine Stufe in Silber erweitert.

Die Medaille zeigt im Avers das Bildnis des Stifters mit dem Schriftzug LUDWIG II KÖNIG VON BAYERN. Im Revers unterscheiden sich die Abteilungen.

Abteilung „A“ zeigt einen geflügelten Genius, der mit der einen Hand einen Lorbeerkranz emporhebt und in der anderen eine Palme trägt.Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. Nr. 32 vom 20. Juli 1914, München 1914, S. 318. Umlaufend die Inschrift FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST. Abteilung „B“ zeigt lediglich ein Lorbeerkranz mit der Umschrift DEM VERDIENSTE zu sehen.

Die Porträtseite des Ehrenzeichens wurde von Johann Adam Ries entworfen und trägt seine Signatur. (Digitalscan)

Das Ordensband ist hellblau mit schmalen weißen Bord- und breiteren Mittelstreifen. Darin befinden sich blaue bayerische Wecken.

Pro Jahr wurde die Ludwigsmedaille maximal sechs Mal verliehen. Nach dem Tod des Inhabers war die Medaille rückgabepflichtig. Nur bei besonderen Umständen konnte sie auf Bitten der Hinterbliebenen als Andenken belassen werden.

Die Medaille ist nicht zu verwechseln mit der Ludwigsmedaille der Technischen Universität München / TUM.Ludwigsmedaille der TUM

Bekannte Inhaber 1872: Wilhelm Hauschild„...einer der ersten, welche die neue Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft erhielten“, nach , Maler, Jean Schoen, Michael Echter, Maler, Franz Napoleon Heigel, Maler 1873: Heinrich Richter, Schauspieler, Theaterregisseur und Hochschullehrer, Hermann Manz, Verleger, Buch- und Kunsthändler 1875: Mathilde Jörres, Unternehmerin und Stifterin 1879: Isabella Braun, Schriftstellerin 1882: Alfred Naumann, Fotograf 1896: Georg Jakobides, Maler 1900: Richard Stury, Schauspieler 1902: Hans Frahm, Theatermaler 1913: Karl Hagemeister, Maler

Literatur Georg Schreiber: Die Bayerischen Orden und Ehrenzeichen. Prestel, München 1964. Jörg Nimmergut: Deutschlandkatalog Orden und Ehrenzeichen. München 1977. Werner Bergmann: Die kgl. bayer. Ludwigs-Medaille für Wissenschaft, Kunst und Industrie. Eine Zwischenbilanz zu den Verleihungen 1872–1918. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik. Hrsg.: Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde, Heft 125, 22. Jahrgang, Gäufelden 2020, ISSN 1438-3772.

Einzelnachweise

Kategorie:Orden und Ehrenzeichen (Bayern) Kategorie:Erstverleihung 1872 Kategorie:Ludwig II. (Bayern) als Namensgeber Kategorie:Königreich Bayern Kategorie:Medaille