Die Burg Ruck, auch Burg Rugge geschrieben, ist die Ruine einer Felsenburg auf dem hohen Bismarckfelsen bei Blaubeuren im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Geschichte Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von Sigibot, dem Grafen von Tübingen, erbaut. Von Memminger sah in Manegold (* um 1034/43; † 1094), Stifter des Klosters Anhausen an der Brenz, den Vertreter einer Nebenlinie der Pfalzgrafen von Tübingen, die sich nach Burg Ruck benannten.Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Ulm, Stuttgart und Tübingen 1836, S. 196. Weitere Besitzer waren pfalzgräfliche Ministeriale und die Grafen von Helfenstein. Die Burg war auch Stammsitz des 1200 verstorbenen Minnesängers Heinrich von Rugge.

1563 wurde die Burg zum Wohnschloss weiter ausgebaut, nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel sie und wurde ab 1751 abgebrochen. Von der Burg sind nur noch geringe Mauerreste erhalten.

Literatur Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 2 – Alb Mitte-Süd: Wandern und entdecken zwischen Ulm und Sigmaringen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1989, ISBN 3-924489-45-9, S. 59–66. Max Miller (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6: Baden-Württemberg (= Kröners Taschenausgabe. Band 276). Kröner, Stuttgart 1965, .

Weblinks Die Burgen um Blaubeuren: Ruck, Hohengerhausen, Blauenstein (PDF; 730 kB) Historische Rekonstruktionszeichnung aus Burgrekonstruktion.de

Einzelnachweise

Ruck Kategorie:Bauwerk in Blaubeuren