Feinsteuerungsoperationen gehören zu den Offenmarktgeschäften der Europäischen Zentralbank (EZB). Mit ihnen kann die EZB unerwartete Zins- und Liquiditätsschwankungen ausgleichen und sich als Signalgeber durchsetzen.
Es stehen dazu mehrere Instrumente zur Verfügung: befristete Transaktionen (von Wertpapieren) über Schnelltender definitive (= endgültig) [Ver]käufe (von Wertpapieren) über bilaterale Geschäfte Devisenswaps über bilaterale Geschäfte Hereinnahme von Termineinlagen
Normalerweise werden die Feinsteuerungsoperationen von den Nationalen Zentralbanken durchgeführt, sie können in Ausnahmen aber auch von der EZB durchgeführt werden.
Operationale Merkmale Die Feinsteuerungsoperationen
sind liquiditätszuführende oder -absorbierende Transaktionen. finden nicht regelmäßig statt. weisen keine standardisierte Laufzeit auf. können in Ihrer Anzahl durch die Begrenzung der teilnehmenden Geschäftspartner durch das Eurosystem begrenzt werden. können durch alle Sicherheiten, die im einheitlichen Sicherheitenverzeichnis des Eurosystems gelistet sind, besichert werden.
Zeitlicher Ablauf +Zeitlicher Ablauf bei Feinsteuerungsoperationen:VorgangZeitVeröffentlichung: TenderankündigungZeitpunkt TFristende: Abgabe der Angebote der GeschäftspartnerT + 30 MinutenBekanntmachung: TenderergebnisseT + 90 Minuten
Einzelnachweise
Kategorie:Geldpolitik Kategorie:Finanzmarktgeschäft