Die Liste von Sakralbauten in Oberhausen umfasst Sakralbauten in Trägerschaft der christlichen Konfessionen und anderer religiöser Gemeinschaften.
Römisch-katholische Kirchen
Finanzielle Probleme zwingen die Träger zur Kirchenschließung. Von den römisch-katholischen Kirchen wurden bereits einige profaniert oder abgerissen. Das Bistum Essen führt seit 2005 solche Gebäude, die noch in Nutzung sind, aber keine finanziellen Mittel erhalten, als „weitere Kirchen“ auf. Die wenigsten Stadtteile besitzen mehr als eine Kirche, in der noch regelmäßig Gottesdienst gefeiert wird.
Begriffsklärungen In Oberhausen gibt es die Pfarreien Herz Jesu, St. Clemens, St. Marien und St. Pankratius. Diese setzen sich aus einzelnen Seelsorgebezirken („Gemeinden“) zusammen. Die Hauptkirchen einer Pfarrei tragen den Titel „Pfarrkirche“, die Hauptkirchen eines Seelsorgebezirks den Titel „Gemeindekirche“. Alle anderen Kirchen, die keine „weiteren Kirchen“ sind, also noch Mittel aus dem Bistumshaushalt erhalten, werden als „Filialkirchen“ geführt.
In der Pfarrei Herz Jesu gibt es die Gemeinden „Herz Jesu und St. Joseph“ in der Innenstadt und Styrum sowie „St. Antonius“ in Alstaden.
In der Pfarrei St. Clemens gibt es die Seelsorgebereiche „Mitte“ (Herz Jesu mit St. Clemens) in Sterkrade-Mitte, Tackenberg und Alsfeld, „Süd“ (St. Josef) in Buschhausen, der Schwarzen Heide und Biefang, „St. Johann“ in Holten, „St. Josef“ in Schmachtendorf, „St. Theresia vom Kinde Jesu“ in Walsumermark und „St. Barbara“ in Königshardt. Die Seelsorgebezirke St. Johann, St. Josef (Schmachtendorf), St. Theresia und St. Barbara sollen zum Seelsorgebezirk „Nord“ zusammenwachsen.
In der Pfarrei St. Marien gibt es die Gemeinden „St. Marien“ (mit St. Michael und Heilig Geist) im Marien-, Knappenviertel und Bermensfeld, „St. Johannes“ im Schladviertel, „St. Katharina“ in Lirich und „Zu Unserer Lieben Frau“ in Styrum.
In der Pfarrei St. Pankratius gibt es die Gemeinden „St. Pankratius“ in Osterfeld-Mitte und Borbeck, „St. Marien“ in Rothebusch und „St. Franziskus“ (St. Antonius mit St. Jakobus) in Klosterhardt, Heide und Tackenberg.
Tabelle
NameBildStadtteilErrichtungTrägerStatusBemerkungen Herz Jesu160x160px|Pfarrkirche Herz Jesu am Altmarkt InnenstadtChristoph-Schlingensief-Str. 10 1909–1911, 1953–1955 Pfarrei Herz Jesu Pfarrkirche Architekt: Hermann Wielers, neugotisch Konsekration am 16. Juli 1912 durch Weihbischof Joseph Müller 1943 durch Phosphorbomben zerstört und ab 1953 wiederaufgebaut, seit 1986 unter Denkmalschutz seit 2018 bildet Herz Jesu einen gemeinsamen Gemeinderat mit St. Joseph Styrum Homepage St. Antonius von Padua170x170px|St. Antonius Alstaden AlstadenAntoniusplatz 1 1895–1897, 1949 Pfarrei Herz Jesu Gemeindekirche Architekt: Franz Bögershausen, neuromanische Basilika Konsekration am 21. September 1897 durch Weihbischof Antonius Fischer 1903 als Pfarrei von St. Joseph Styrum abgetrennt 1943 bei einem Bombenangriff schwer beschädigt und ab 1949 wiederaufgebaut bekannte Kirchenfenster von Hildegard Bienen Homepage St. Peter 170x170px|St. Peter Alstaden AlstadenPeterplatz 5 1916–1918, 1952 Pfarrei Herz Jesu profaniert ehemals Filialkirche der Gemeinde St. Antonius Konsekration am 30. Juni 1918 durch Weihbischof Peter Lausberg besitzt lediglich eine Kirchenglocke (St. Johannes der Täufer) am 24. Oktober 2021 in einer feierlichen Messe außer Dienst gestellt und profaniert St. Hildegard am Ruhrpark140x140px|Kreuz der ehemaligen Hildegardkirche, aufgestellt vor der Mutterkirche St. Antonius Alstaden AlstadenKewerstr. 1968 zuletzt Pfarrei Herz Jesu niedergelegt ehemals Filialkirche der Gemeinde St. Antonius Architekt Theo Scholten Profanierung 2007, 2008 abgerissen Bild zeigt das ehemalige Kreuz, heute vor St. Antonius befindlich St. Joseph120px|St. Joseph Styrum StyrumLothringer Str. 154 1871–1874, 1947, 1962 Pfarrei Herz Jesu (Nutzungsrecht liegt beim Apostolat der Priesterbruderschaft St. Petrus im Ruhrgebiet) weitere Kirche Konsekration am 2. Juli 1872 durch Weihbischof Augustinus Baudri in Besitz der Kirchenglocke Joseph (im Volksmund: Dicker Jupp), der größten Kirchenglocke in Oberhausen St. Joseph besitzt mit einer Höhe von 73 Metern einen der höchsten Kirchtürme der Stadt. Kirchen wurden während des Kulturkampfes oft auf das Patrozinium des heiligen Josefs geweiht, da dieser Schutzheiliger der gesamten katholischen Kirche ist. Die Josephskirche ist die Mutterpfarrei der meisten Kirchen im Süden Oberhausens und Norden Mülheims, nämlich von: Herz Jesu Oberhausen (Abpfarrung 1892, selbst Mutterpfarrei von St. Johannes Evangelist (1906) und St. Peter Alstaden (1920)), St. Mariae Rosenkranz Oberstyrum (1899), St. Barbara Dümpten (1902), St. Antonius Alstaden (Abpfarrung 1903, selbst Mutterkirche von St. Hildegard Alstaden (1969)), Zu Unserer Lieben Frau Unterstyrum (1922) und St. Albertus Magnus Oberstyrum (1955). St. Joseph ist seit dem 1. Januar 2020 Heimat der Gemeinde Oberhausen der Petrusbruderschaft, wird aber auch werktags durch die Gemeinde Herz Jesu/St. Joseph genutztKirche der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter und Jungfrau Maria genannt: St. Marien160x160px|St. Marien MarienviertelElsa-Brändström-Str. 82 1891–1894, 1902, 1953 Pfarrei St. Marien Pfarrkirche Architekt: Friedrich von Schmidt (Dombaumeister zu Köln), neugotische Basilika 1943 durch Bomben schwer beschädigt Die Marienkirche ist die Mutterpfarrei der meisten Kirchen im Norden Alt-Oberhausens, nämlich von: St. Michael (Abpfarrung 1920), Heilig Geist (1958) und Heilige Familie (1958). St. Michael160x160px|St. Michael KnappenviertelFalkensteinstr. 1926–29 Pfarrei St. Marien profaniert ehemalige Filialkirche der Gemeinde St. Marien, 1944 bei einem Bombenangriff zerstört und bis 1953 wiederhergestellt; am 17. Februar 2024 profaniert. Heilig Geist BermensfeldHausmannsfeld 1959 Pfarrei St. Marien weitere Kirche Nutzung als Tagungskirche Heilig Geist Zu Unserer Lieben Frau vom heiligsten Herze Jesu160x160px|U.L.F. StyrumMülheimer Str. 365 1956–1957 Pfarrei St. Marien Gemeindekirche Konsekration am 10. November 1957 durch Bischof Carl Maria Splett Vorgängerbau 1922 errichtet, 1943 zerstört zuständig für den Osten von Styrum und den Westen von Dümpten 1957 als Pfarrei von St. Joseph Styrum abgetrennt Homepage St. Katharina160x160px|St. Katharina LirichWilmsstr. 67 1979–1982 (heutige Kirche) Pfarrei St. Marien Gemeindekirche jüngste Gemeindekirche auf Oberhausener Stadtgebiet, ältester Vorgängerbau: 1889 Heilige Familie160x160px|Heilige Familie LirichGustavstr. 54 1956 Pfarrei St. Marien umgenutztArchitekt: Prof. Dr. Ing. Rudolf Schwarz, Mitarbeiter: Herbert Herrmann seit 2003 Filialkirche von St. Katharina 2007 geschlossen, der Pfarrbezirk Heilige Familie ist seitdem Teil des Pfarrbezirks St. Katharina Nutzung durch die Oberhausener Tafel St. Johannes Evangelist SchladBarbarastr. 10 1904, 1951 Pfarrei St. Marien Gemeindekirche Architekten: Rudolf Wolters, Karl Berlitz Konsekration am 9. November 1952 durch Weihbischof Joseph Ferche 1963 Errichtung des KirchturmsPropsteikirche St. Pankratius160x160px|Propsteikirche St. Pankratius Osterfeld OsterfeldNürnberger Str. 6 1893–1895, 1945–1946 Pfarrei St. Pankratius Pfarrkirche Die Pankratiuskirche ist die Mutterkirche der meisten Kirchen in Osterfeld, nämlich von: St. Antonius Klosterhardt (Abpfarrung 1913, selbst Mutterpfarrei von St. Jakobus Tackenberg (1959)), St. Josef Heide (1922) und St. Marien Rothebusch (1952). St. Judas Thaddäus BorbeckEinbleckstr. 1960 Pfarrei St. Pankratius außer Dienst gestellt Architekt: Ernst Burghartz, Konsekration am 17. Juli 1960 durch Weihbischof Julius Angerhausen St. Judas Thaddäus wurde am 1. März 2020 außer Dienst gestellt. Die Gemeinde St. Pankratius nutzt seitdem am Standort Borbeck das evangelische Gemeindezentrum Quellstraße mit. St. Marien RothebuschLeutweinstr. 1925–1927 Pfarrei St. Pankratius Gemeindekirche Konsekration am 25. Juli 1927 durch Bischof Johannes Poggenburg soll um 2025 geschlossen werden St. Antonius170x170px|St. Antonius Klosterhardt KlosterhardtMemelstr. 1913–1915 Pfarrei St. Pankratius Gemeindekirche Architekt: Wilhelm Sunder-Plaßmann Hauptkirche der Gemeinde St. Franziskus St. Josef170x170px|St. Josef Osterfeld-Heide Osterfeld-HeideVestische Straße 112 1910 Pfarrei St. Pankratius außer Dienst gestelltArchitekt: Franz Lohmann
Filialkirche der Gemeinde St. Franziskus, Kirchen wurden während des Kulturkampfes oft auf das Patrozinium des heiligen Josefs geweiht, da dieser Schutzheiliger der gesamten katholischen Kirche ist. 2020 geschlossen worden St. Jakobus TackenbergAn St. Jakobus 1 1959–1960 Pfarrei St. Pankratius weitere Kirche Konsekration am 11. Juli 1960, heutzutage Nutzung als Schul- und Sozialkirche St. JakobusPropsteikirche St. Clemens160x160px|Propsteikirche St. Clemens Sterkrade SterkradeGroßer Markt 1952–1953 Pfarrei St. Clemens Pfarrkirche Erste Kirche 1150, der Status als Pfarrei ist seit 1281 belegt 1248–1809 Kloster der Zisterzienserinnen 1871 erste Kirche (im Zweiten Weltkrieg zerstört) Die Clemenskirche ist die Mutterpfarrei der meisten Kirchen in Sterkrade, nämlich von: St. Johann Holten (Abpfarrung 1782), St. Josef Schmachtendorf (1898, selbst Mutterpfarrei von St. Theresia vom Kinde Jesu (1974)), Herz Jesu Sterkrade (1899), St. Bernardus Tackenberg (1950), St. Barbara Königshardt (1966). seit 2018 bildet St. Clemens einen gemeinsamen Gemeinderat mit Herz Jesu („Seelsorgebereich Mitte“), Herz Jesu ist aber Gemeindekirche des Seelsorgebezirks Herz Jesu160x160px|Herz Jesu Sterkrade SterkradePostweg 1905–1907, 1964–1965 Pfarrei St. Clemens Gemeindekirche seit 2018 bildet Herz Jesu einen gemeinsamen Gemeinderat mit St. Clemens („Seelsorgebereich Mitte“), Herz Jesu ist aber Gemeindekirche des Seelsorgebezirks Homepage St. Bernardus170x170px|St. Bernardus Sterkrade TackenbergDorstener Str. 188 Pfarrei St. Clemens weitere Kirche Nutzung als Pfarrheim und Veranstaltungsraum St. Pius160x160px|St. Pius AlsfeldFörsterstr. 1961 zuletzt Pfarrei St. Clemens niedergelegt seit 2003 Filialkirche von Herz Jesu 2011 wurde die Kirche abgerissen, der Pfarrbezirk St. Pius ist seitdem Teil des Pfarrbezirks Herz Jesu heute Wohnbebauung(St. Mariä Himmelfahrt) genannt: Liebfrauen160x160px|Klosterkirche Liebfrauen Sterkrade-Schwarze Heide Schwarze HeideRoßbachstr. 41 1902, 1946–1952 Pfarrei St. Clemens außer Dienst gestellt ursprünglich Klosterkirche, seit Juli 2020 außer Dienst gestellt St. Josef160x160px|St. Josef Buschhausen BuschhausenLindnerstr. 197 1903–1904, 1950 Pfarrei St. Clemens Gemeindekirche Kirchen wurden während des Kulturkampfes oft auf das Patrozinium des heiligen Josefs geweiht, da dieser Schutzheiliger der gesamten katholischen Kirche ist.Christ König Jugendkirche TABGHA160x160px|Jugendkirche TABGHA BuschhausenFichtestr. 17 1960–1963 Pfarrei St. Clemens weitere Kirche ehemals Filialkirche von St. Josef dient als Heimat der Jugendkirche TABGHA, die aber in den kommenden Jahren nach Duisburg umziehen wird St. Konrad BiefangBeerenstr. 1967 Pfarrei St. Clemens weitere Kirche Kapelle St. Barbara KönigshardtHartmannstr. 83a Pfarrei St. Clemens Gemeindekirche St. Theresia vom Kinde Jesu WalsumermarkMergelkuhle 1 1971–1975 Pfarrei St. Clemens GemeindekircheKonsekration am 18. Oktober 1975 durch Weihbischof Julius Angerhausen St. Josef SchmachtendorfKaplan-Mertens-Weg 6 Pfarrei St. Clemens Gemeindekirche Kirchen wurden während des Kulturkampfes oft auf das Patrozinium des heiligen Josefs geweiht, da dieser Schutzheiliger der gesamten katholischen Kirche ist. St. Johann Baptist160x160px|St. Johann Baptist Holten HoltenMechthildisstr. 3 1873–1875, nach 1945 Pfarrei St. Clemens Gemeindekirche
Evangelische Kirchen
Kirchen der Rheinischen Landeskirche