mini|Pfarrkirche St. Maria von Heiligen Rosenkranz (Soltau) mini|Pfarrhaus in der Feldstraße mini|Kircheninneres St. Maria vom heiligen Rosenkranz ist die römisch-katholische Pfarrkirche im niedersächsischen Soltau im nördlichen Landkreis Heidekreis. Sie trägt das Patrozinium Marias unter dem Gesichtspunkt des Rosenkranzes und befindet sich in der Wiesenstraße 7, das benachbarte Pfarrhaus in der Feldstraße 22. Die gleichnamige Pfarrgemeinde umfasst auch die Filialkirche St. Ansgar in Schneverdingen und gehört zum Dekanat Celle des Bistums Hildesheim.

Geschichte Im Jahre 1901 wurden vom Kaplan der Schlosskapelle der Kettenburg bei Visselhövede (siehe auch Herz-Jesu-Kirche (Visselhövede)) die ersten katholischen Messen seit der Reformation in Soltau abgehalten. 1902 wurde eine sogenannte „Missionsstation“ errichtet, die am 1. August 1956 zur Kuratiegemeinde und am 1. Januar 1962 zur Pfarrgemeinde erhoben wurde.

1995 wurde das Dekanat Buchholz-Soltau gegründet, dem die Pfarrgemeinde Soltau angeschlossen wurde.Entwicklung Altarraum. Pfarrei St. Petrus, abgerufen am 6. September 2026. Zuvor gehörte die Pfarrgemeinde Soltau zum Dekanat Celle.St.-Godehards-Werk (Hrsg.): Der Dom ´91. Hildesheim 1990, S. 127. Seit dem 1. September 2004 gehört die Pfarrgemeinde Soltau wieder zum Dekanat Celle, das Dekanat Buchholz-Soltau wurde zu diesem Zeitpunkt wieder aufgelöst.Bischöfliches Generalvikariat: Urkunde über die Auflösung des Dekanates Buchholz-Soltau, über die Umbenennung und Veränderung des Dekanates Stade sowie über die Veränderung der Dekanate Celle und Verden. Bistum Hildesheim, Kirchlicher Anzeiger Nr. 7/2004, S. 230–231. Seit dem 1. November 2006 gehört auch die Kirche St. Ansgar in Schneverdingen zur Soltauer Pfarrgemeinde.

Kirchengebäude Nachdem sich in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg die Zahl der Katholiken in Soltau durch den Zuzug von Arbeitern und Soldaten erheblich vergrößert hatte, wurde 1912 das Kirchbaugrundstück angekauft. Am 1. Oktober 1914 erfolgte die Grundsteinlegung für die erste Kirche, und am 10. Oktober 1915 folgte ihre Weihe.

Durch den Zustrom von katholischen Flüchtlingen und Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Kirchengemeinde stark an. Daher wurde beschlossen, ein neues, größeres Gebäude zu errichten. Von 1975 bis 1976 wurde ein neues Gotteshaus an der Stelle der 1975 abgerissenen alten Kirche errichtet, damals war Georg Gedig (1926–2014) Pfarrer der Soltauer Pfarrgemeinde.KirchenZeitung. Ausgabe 50/2014 vom 14. Dezember 2014, S. 10 Es entstand nach den Plänen des Architekten Wolfgang Tschirschwitz aus Braunschweig und wurde am 20. März 1976 konsekriert. Der neobarocke Glockenturm der Vorgängerkirche blieb erhalten. Den Tabernakel entwarf der Künstler Claus Kilian.Franz Josef Wothe: Für die Menschen bestellt. Texte und Bilder aus dem Bistum Hildesheim. Bernward Verlag, Hildesheim 1978, ISBN 3-87065-133-4, S. 98.

Nachdem für die Kirchenmusik seit 1976 nacheinander drei elektronische Orgeln genutzt wurden, erfolgte 2017 erstmals die Aufstellung einer Pfeifenorgel. Das Instrument mit 13 Registern auf zwei Manualwerken wurde 1976 von G. F. Steinmeyer & Co. aus Oettingen in Bayern erbaut und stand zunächst im Konzertsaal des Windsbacher Knabenchores in Mittelfranken, bevor es nach Soltau umgesetzt wurde.KirchenZeitung. Ausgabe 10/2017 vom 12. März 2017, S. 19.

Gemeindeleben heute Bedeutende Gruppen innerhalb der Gemeinde bilden heute Spätaussiedler aus Polen und der ehemaligen Sowjetunion, Gemeindemitglieder italienischer und kroatischer Herkunft, ehemalige Heimatvertriebene und deren Nachkommen sowie Zugewanderte aus Süd- und Westdeutschland.

Siehe auch Liste der Kirchen im Bistum Hildesheim Rosenkranzkirche

Literatur Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 131 und 133.

Weblinks

Internetpräsenz der Pfarrgemeinde

Einzelnachweise

Maria Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Hildesheim Kategorie:Rosenkranzkirche Kategorie:Baudenkmal in Soltau Kategorie:Erbaut 1915 Kategorie:Erbaut 1976 Kategorie:Kirchengebäude in Europa