miniatur|László Lindner László Lindner (* 23. Dezember 1916 in Budapest; † 21. August 2004 in Budapest) war ein ungarischer Schachmeister mit jüdischen Wurzeln.

Leben Lindner war Doktor der Rechtswissenschaften und Wirtschaftswesen. Er war bei der Ungarischen Wirtschaftskammer Abteilungsleiter und als Journalist und Reisebuchautor tätig.

Lindner wurde 1944 nach Bor (Serbien) zu Zwangsarbeit deportiert, das Schachspiel hat sein Leben gerettet, in der Nacht vor dem Todesmarsch und dem Massenmord durch Erschießen der Juden bei Crvenka (deutsch Rotweil) in der Vojvodina hat er mit Tibor Flórián Schach gespielt.

Schachkomposition miniatur|László Lindner, 1996 Lindners erste Schachkompositionen sind im Jahr 1930 erschienen. Vorwiegend war er auf dem Gebiet des Hilfsmatts tätig.Dr. László Lindner. In: Schach-Echo vom 20. Juni 1954, S. 192. Nach eigenen Aussagen bemühte er sich aber um Ausgeglichenheit seines Schaffens auch in anderen Gattungen. Ein praktischer Spieler sollte sich seiner Meinung nach nicht der Endspielkomposition verweigern. In den Nachkriegsjahren komponierte er eine Reihe von Studien.László Lindner: Mattbilder eines Lebens. Kuhn-Murkisch-Serie Nr. 23, Selbstverlag der Herausgeber, Göttingen, Lüneburg, 1996, S. 247

Insgesamt hat er 747 Kompositionen erstellt, 250 sind ausgezeichnet worden, 102 haben einen Preis bekommen. Viele haben den Weg in die FIDE-Alben gefunden, hier kam er auf 35 Punkte. Dafür erhielt er 1984 den Titel Internationaler Meister für SchachkompositionenInternationale Meister für Schachkompositionen. Bereits 1956 wurde Lindner als Internationaler Schiedsrichter für SchachkompositionInternationale Schiedsrichter für Schachkompositionen benannt.

Lindner war begeistert von der Schachprogrammierung und war auch Organisator von Turnieren für Schachprogramme. Bis in das hohe Alter hinein nahm Lindner als Delegierter Ungarns an den jährlich stattfindenden PCCC-Tagungen teil. Dort initiierte er durch seine rege publizistische Tätigkeit die Gründung der Unterkommission für Computerschach (Computer matters subcommission), deren erster Sprecher er wurde.

Literatur miniatur|László Lindner auf dem 42. PCCC-Kongress 1999 in Netanja 1939 – Magyar sakkfeladvány-antológia (Ungarische Schachproblemantologie) mit Sándor Boros 1941 – A sakkjátszmától a feladványig (Von der Schachpartie zur Schachaufgabe) 1947 – Sakkmezők népe közt (Inmitten des Volkes der Schachfelder) 1947 – Centenáris nemzetközi sakkfeladványverseny (Internationales Jahrhundertturnier der Schachkomposition) 1954 – Sakkfeladvány iskola (Schule der Schachkomposition) 1961 – Schönes Paris – illustriert mit Fotografien vom Author 1964 – Ahol az Élet Vizét isszák (Wo man das Wasser des Lebens trinkt) 1972 – Milano und die norditalienischen Seen 1975 – DDR 1975 – Dänemark 1975 – Rotterdam 1975 – Dresden, Leipzig, Sächsische Schweiz 1977 – Unterwegs in Thüringen 1978 – Amsterdam 1979 – Im Tal der Loire 1981 – Unterwegs in Sachsen 1982 – Provence und die Französische Riviera 1982 – Kopenhagen 1985 – Hamburg und Umgebung 1987 – Sakkprogramozásról mindenkinek (Über Schachprogrammierung für Jeden) 1988 – Köln und Bonn 1988 – Schottland 1989 – Skandinavien 1996 – Mattbilder eines Lebens. Schachliche Selbstbiographie in drei Sätzen nicht nur für Könner 2002 – Weitere Mattbilder eines Lebens (I. Der Königsmarsch II. Das hebräische Alphabet)

Weblinks

Zwangsarbeit, Todesmarsch, Massenmord (Die Zwangsarbeit im Kupferbergwerk Bor) Lindner, László: Mattbilder eines Lebens

(ungarisch) Nachruf bei prim.hu Ungarisch

Einzelnachweise

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