mini|hochkant|Dirck Helmbreker

Dirck Helmbreker, auch Helmbreecker oder Elembrech, (* 1624 oder 1633 in Haarlem; † 1683, 1694 oder im Frühsommer 1696 in Rom) war ein niederländischer Maler und Zeichner.

Leben Helmbreker war ein Sohn des Komponisten Cornelis Jansz. Helmbreecker, der auch Organist in der katholischen Kirche St. Bavo war. Er erlernte die Malerei bei Pieter de Grebber und wurde 1652 als Meister in die Gilde zu Haarlem aufgenommen. Nach dem Tod seines Vaters reiste er 1653 gemeinsam mit Cornelis Pietersz. Bega und Wilhelm Dubois (Willem, Guillam du Bois) und Vincent Laurensz. van der Vinne (1628–1702) durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich nach Italien. In Venedig hielt er sich 4 Monate lang in einem Palast der Adelsfamilie Loredan, wo er vermutlich für Giovan Francesco Loredan arbeitete. Im Herbst 1654 kam er nach Rom, wo er in der Villa des Kardinals Carlo di Ferdinando de’ Medici auf dem Monte Pincio wohnte. In Rom freundete er sich Jan Wils an, mit dem er sich auf den Rückweg nach Holland begab. In Lyon erkrankte er, so dass er dort 2 Jahre lang verweilte, ehe er kurzzeitig in seine Heimat zurückkehrte. 1668 lebte er bereits wieder in Rom und heiratete am 1. Mai die Römerin Anna Petronilla (geborene Belardini), die jedoch kurz darauf verstarb. Helmbreker lebte durch seine Trauer bedrückt im Orden der Jesuiten, ohne sich für ein geistliches Amt zu entscheiden. Helmbreker wohnte und arbeitete in einem Haus neben dem Oratorium des hl. Franz Xaver (), wo er mehrere Bilder malte, darunter ein kleines Gemälde, auf dem der Tod des Heiligen zu sehen war. Am 2. August 1669 trat er in die Bruderschaft Santa Maria in Campo Santo ein. Im Jahr 1672 hielt er sich in Neapel auf und arbeitete dort zweieinhalb Jahre im Ordenshaus der Jesuiten. 1675 bis 1677 hielt er sich zwischenzeitlich in Haarlem auf, um seine erkrankte Mutter zu pflegen. Nach ihrem Tode kehrte er nach Rom zurück und schloss eine zweite Ehe mit der rund 20 Jahre jüngeren Laura Caterina (geborene de Santi). Helmbreker war dort unter anderem Abraham Genoels befreundet. Ende 1678 zog er über Paris, wo er mit Frederik de Moucheron zusammenarbeitete, wieder kurzzeitig nach Holland. 1681 malte er in Turin für den Herzog von Savoyen eine Speisung von Armen an einer Klosterpforte und einen Quacksalber, der seine Mittel aanpreist. In Italien fand er zahlreiche Gönner unter den Edelleuten und Kardinälen. Am 8. Oktober 1684 Mitglied der Accademia di San Luca und wohnte seit 1686 in einem vornehmen Hause an der Piazza di Spagna in Rom. Er muss vor 1697 gestorben sein, da sich seine Witwe am 4. Februar 1697 erneut verheiratete.

Werke (Auswahl) Speisung von Armen an einer Klosterpforte Quacksalber, der seine Mittel anpreist (auf Holz, 57 × 45 cm) Bildnis eines jungen Mannes (rote Kreidezeichnung) Kopf eines jungen Mannes im Profil (rote Kreidezeichnung) Weibliches Brustbild (schwarze Kreidezeichnung, junge Frau mit Halsschmuck) 1653: Weibliches Bildnis (Kreidezeichnung, Aetatis 58, möglicherweise seine Mutter) Florenz: Maskerade in einem Dorfe Die vier großen Märkte in Rom: Auf dem Forum, auf der Piazza Navone, a la Boco della Verita und an der Grotta Ferrata * Die Verkündigung Landschaft mit Figuren Eine Kreuztragung, Christus am ölberge und Christus am Kreuze Ein Fruchtmarkt und Armenische Kaufleute

Im November 2025 erhielt das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig eine Schenkumn von 19 Gemälden niederländischer und flämischer Maler aus dem Nachlass des Ehepaars Gisela (7. April 1930 – 30. März 2025) und Eberhard Kornrumpf. Darunter auch das Rundgemälde Anbetung der Könige von Helmbreker.„Jahrhundert-Schenkung“: 19 Gemälde für Braunschweiger Museum 4. November 2025, ndr.de.

Literatur

H. Gerson: Ausbreitung und Nachwirkung der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Haarlem 1941 (Repr. Amsterdam 1983), S. 51.

Weblinks

Kurze Biografie (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Niederlande) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 17. Jahrhundert Kategorie:Mann