Das Kloster Brondolo (Santissima Trinità e S. Michele; Brundulum) war eine im nordostitalienischen Venetien gelegene Abtei der Benediktiner, die 1229 den Zisterziensern übertragen wurde. Das vom frühen 8. bis zum späten 14. Jahrhundert bestehende Kloster lag bei Chioggia, nahe der Mündung des Flusses Brenta im Gebiet der heutigen Insel Borgo San Giovanni.

Geschichte Für das Jahr 724 ist ein Benediktinerkloster in Brondolo belegt. Da seine Disziplin nachgelassen hatte, vertraute es Papst Gregor IX. 1229 in einem Brief an den Abt des Klosters Chiaravalle della Colomba dem Zisterzienserorden an. Dieses entsandte sogleich einen Gründungskonvent unter Abt Zilio, der das Kloster in Besitz nahm. Damit gehörte das Kloster der Filiation der Primarabtei Clairvaux an.

In der Folgezeit konsolidierte sich das Kloster, jedoch besetzten im Zuge der Rivalität der Städte Venedig und Genua („Chioggia-Krieg“) 1379 genuesische Seetruppen Chioggia und rissen Brondolo nieder. Der Senat Venedigs entschloss sich darauf, das Gelände zu befestigen. Die Mönche erhielten dafür das Kloster Santo Spirito auf einer kleinen Insel in der Lagune von Venedig, das von den Augustiner-Chorherren verlassen worden war. Dies wurde 1409 vom Senat und von Papst Gregor XII. bestätigt. Jedoch verschwand das Zisterzienserkloster schon bald und wurde bei Gründung der italienischen Zisterzienserkongregation 1497 nicht mehr erwähnt.

Im Jahr 1791 gibt Johann C. Maier in seiner Beschreibung von Venedig an, „Es war hier ein beruͤhmtes Benediktiner- und hernach ein Ciſtercienserkloster, jezo aber ist von allem dem nichts mehr uübrig, als eine einsame Kirche, St. Michael von Brondolo genannt.“Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 86 (Digitalisat).

In Brondolo steht eine Kirche aus dem Jahr 1931. Santo Spirito ist heute unbewohnt und in ruinösem Zustand.

Quellen Bianca Lanfranchi Strina (Hrsg.): SS. Trinità e S. Michele Arcangelo di Brondolo, Venedig 1981.

Literatur Balduino Gustavo Bedini: Breve prospetto delle Abazie Cistercensi d’Italia, oO. (Casamari), 1964, ohne ISBN, S. 126 f. L’antico monastero di Brondolo, in: Chioggia News 24, 31. März 2017. Maria Dolfin, Dina Pozzato: Brundulum e il Monastero di San Michele, Artmedia 2001.

Weblinks Website der Certosa di Firenze über das Kloster (ital.)

Anmerkungen

Brondolo, Kloster Brondolo, Kloster Brondolo Brondolo Kategorie:Bauwerk in Chioggia Kloster Brondolo Kategorie:Michaeliskloster Kategorie:Dreifaltigkeitskloster Kategorie:Christentum (Venetien)