mini|Griechischer Bergtee (Sideritis scardica) aus Pieria, Griechenland Als Griechischer Bergtee ( Tsái tou vounoú, albanisch çaj mali) werden in Griechenland und Albanien regional verschiedene endemische Arten der Sektion Empedoclia aus der Gattung der Gliedkräuter (Sideritis) angeboten. Diese Teesorte ist aber auch in anderen Balkanländern verbreitet, wo er ebenfalls als „Bergtee“ bezeichnet wird.

Sorten Nach den jeweiligen lokal vorkommenden Sideritis-Arten unterscheidet man folgende Teesorten:

Epirischer Bergtee (τσάι βλάχικο) aus Sideritis perfoliata subsp. athoa Evischer Bergtee (τσάι της Εύβοιας) aus Sideritis euboea Olympischer Bergtee (τσάι του Ολύμπου) aus Sideritis scardica Taygetischer Bergtee (τσάι του Ταϋγέτου) aus Sideritis clandestina Parnassischer Bergtee (τσάι του Παρνασσού) resp. Albanischer Bergtee (çaj malit) aus Sideritis raeseri Kretischer Bergtee (τσάι της Κρήτης) aus Sideritis syriaca, auch Malotira genannt.

Gelegentlich wird Sideritis mit Diptam-Dost (Diktamos) verschnitten.

Alle Arten kommen ab einer Höhe von 1000 m vor und wachsen auf trockenem Untergrund.

Gewinnung Einige Sideritis-Arten, wie Sideritis raeseri, werden mittlerweile kultiviert. Vorherrschend ist aber nach wie vor die Ernte von Wildpflanzen, die die Bestände mehrerer Arten beeinträchtigt. Seit den verheerenden Waldbränden auf dem Peloponnes im Jahr 2007 ist dort vielerorts das Pflücken des Sideritis clandestina verboten.

Nutzung mini|Griechischer Bergteemit Sideritis-Bündel Der Tee wird durch Aufguss oder Abkochung ganzer oder zerkleinerter Stängel samt Blättern und Blüten in einer Kanne Wasser zubereitet. Der Sud muss etwa drei Minuten ziehen, bis sich der Geschmack entfaltet. Zusätzlich kann je nach Geschmack Honig (Zucker) und Zitrone hinzugefügt werden.

Anwendung Klassische Anwendungsgebiete sind Erkältungskrankheiten und Verdauungsprobleme. Zudem gibt es Hinweise auf zentralnervöse Effekte, wie zum Beispiel die Hemmung der Wiederaufnahme von Monoaminen.

Weblinks

Griechischer Bergtee als Heilpflanze bei AWL.ch.

Einzelnachweise Antonis Alibertis: Healing, aromatic and edible plants of Crete. Mystis, Heraklion, Crete 2007. ISBN 978-960-6655-20-3. Rainer Knörle, Peter Schnierle: Extrakte aus Sideritis ssp. (griechischer Bergtee): Innovative zentral aktive Pflanzenextrakte mit breitem Wirkprofil. http://ibam.de/pics/Poster-Wolnzach-2009.pdf Claus Baden: Sideritis L. In:

Kategorie:Teeähnliches Getränk Bergtee Kategorie:Balkanküche

el:Τσάι του βουνού mk:Планински чај sq:Çaji i malit en:Sideritis hr:Skadarska očist