miniatur|hochkant|Hansi Arnstädt Hansi Arnstaedt, auch Hansi Arnstädt bzw. Hanna Arnstädt, gebürtig Johanna Arnstädt (* 8. Dezember 1878Geburtsjahr 1878 laut Kay Weniger in Das große Personenlexikon des Films. IMDb, Filmportal u. a. nennen als Geburtsjahr 1887. in Dresden; † 8. Mai 1945 in Berlin), war eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin wie auch Tänzerin.
Leben Sie gab ihr Debüt 1898 als Chorsängerin am Stadttheater von Brieg. 1899 spielte sie am Lessingtheater Berlin. Danach erhielt sie ein Engagement an den Königlichen Schauspielen Wiesbaden. Dort verkörperte sie unter anderem Nerissa in Der Kaufmann von Venedig. Ihr Vielseitigkeit bewies sie auch als Tänzerin in „Die Hand“. 1903 wechselte sie an die Königlichen Schauspiele Berlin.
Ihr Rollenfach war das der Munteren und Naiven, später war sie in Charakterrollen zu sehen. 1913 erhielt sie die Rolle der Titelheldin in Franz Portens dreiteiliger Filmbiografie über die Königin Luise. Danach erschien sie erst wieder ab 1930 im Film. Meist war sie jetzt Nebendarstellerin, manchmal wie 1940 in Lauter Liebe als Mutter von Hertha Feiler übernahm sie auch größere Aufgaben. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Arnstädt, Johanna. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 366
Am Tag der deutschen Kapitulation zum Ende des Zweiten Weltkriegs beging sie in Berlin Selbstmord.
Filmografie 1913: Der Film von der Königin Luise (3 Teile) 1930: Dolly macht Karriere 1930: 1000 Worte Deutsch 1931: Drei Tage Liebe 1931: Der Bettelstudent 1931: So’n Windhund 1931: Kyritz - Pyritz 1931: Der Tanzhusar 1931: Der wahre Jakob 1932: Der Feldherrnhügel 1932: Der tolle Bomberg 1932: Ich bleib bei Dir 1933: Die kleine Schwindlerin 1933: Zwei gute Kameraden 1933: Liebe muß verstanden sein 1934: Mutter und Kind 1935: Der Schlafwagenkontrolleur 1936: Intermezzo 1936: Diener lassen bitten 1937: Ferngespräch mit Hamburg 1937: Die perfekte Sekretärin 1937: Die göttliche Jette 1938: Der eingebildete Kranke (Kurzfilm) 1938: Die fromme Lüge 1938: Die Umwege des schönen Karl 1938: Aber mein lieber Herr Neumann (Kurzfilm) 1938: Das Mädchen von gestern Nacht 1939: Der halbe Weg. 33 Minuten in Grüneberg (Kurzfilm) 1939: Modell Lu, der Lebensweg eines Hutes 1939: Die Geliebte 1939: Die Frau ohne Vergangenheit 1939: Hurra! Ich bin Papa! 1940: Lauter Liebe 1940: Herz geht vor Anker 1940: Was wird hier gespielt? 1941: Ich klage an 1941: Annelie 1943: Tolle Nacht
Literatur Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der deutschen Bühne im 19. Jahrhundert. List, Leipzig 1903, S. 35 Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Erster Band A – C. Erik Aaes – Jack Carson, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 155.
Weblinks
Hansi Arnstaedt bei cyranos.ch
Einzelnachweise
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