Die Sonklarspitze ( nach dem östlich gelegenen Übeltalferner, ), auch der Sonklarspitz genannt, ist ein (früher ) hoher Berg im Hauptkamm der Stubaier Alpen. Er liegt genau auf der Staatsgrenze zwischen dem österreichischen Bundesland Tirol und der autonomen italienischen Provinz Südtirol. Der Berg wurde nach dem k.k. Militärgeographen und Vermesser Carl Albrecht Sonklar von Innstädten benannt. Der Gipfel war früher eine breite, firnbedeckte Kuppe, die nach Norden, Richtung Wilder Pfaff, einen ausgeprägten Nordgrat sendet. Der höchste Punkt liegt infolge des klimawandelbedingten Abschmelzen des Gipfelfirns jedoch mittlerweile beim Gipfelkreuz.Austrian Map beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich, abgerufen am 30. November 2025. Der eingezeichnete Höhenwert ist veraltet. Aktuellere Höhenangaben sind durch Klick in die Karte abrufbar.
Lage und Umgebung Der Berg liegt etwa 7 km Luftlinie nordöstlich vom Timmelsjoch, 9 km nördlich von Rabenstein (Gemeinde Moos in Passeier), 11 km nordwestlich von Ridnaun im Ridnauntal (Gemeinde Ratschings), 12 km östlich von Sölden in Ötztal und 10 km südwestlich von Ranalt im Stubaital. Östlich der Sonklarspitze liegt der Übeltalferner, der bis zu einer Höhe von hinaufreicht, im Westen liegt der Triebenkarlesferner auf einer Höhe von bis zu Benachbarte Berge sind im Verlauf des Nordgrats, getrennt durch die auf Höhe gelegene Sonklarscharte, der hohe Wilde Pfaff und im Verlauf des firnbedeckten Südgrats das Hohe Eis (). Gut einen Kilometer Luftlinie entfernt liegt in nordwestlicher Richtung, getrennt durch den Triebenkarlesferner das Zuckerhütl, mit der höchste Berg der Stubaier Alpen.
Geologie Das Gebiet um die Sonklarspitze wurde in einer Schlingentektonik aufgefaltet und besteht in den Gipfelfluren aus nicht besonders erosionsfesten Schiefergneisen, die ein äußerst brüchiges Gestein mit ausgeprägter Steinschlaggefahr bilden. Den Untergrund der Sonklarspitze bilden hingegen sehr harte amphibolithaltige Biotitgneise.Raimund von Klebelsberg: Geologie von Tirol, Berlin 1935, S. 151, 166 u. 402
Stützpunkte und Routen Der Weg der Erstbesteiger am 5. August 1869 führte Richard Gutberlet und seine Gefährten von der nördlich gelegenen Sulzenaualpe, in der Nähe der heutigen Sulzenauhütte, über den Sulzenauferner hinauf zum Verbindungsgrat Wilder Pfaff-Sonklarspitze (Sonklarscharte) und über den Nordgrat zum Gipfel. Man brauchte etwa sechs Stunden von der Sulzenaualpe aus.Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins, Band I, München 1870, S. 223 ff. Der Normalweg auf die Sonklarspitze führt heute vom Übeltalferner in leichter Kletterei im Schwierigkeitsgrad UIAA II über den Ostgrat zum Gipfel. Der in älterer Literatur als Normalweg angegebene Nordgrat wird aufgrund seiner zunehmenden Brüchigkeit heute nur noch sehr selten begangen. Zusätzlich ist durch das Abschmelzen des Gletschers die Sonklarscharte nicht mehr direkt vom Übeltalferner zu erreichen. Als Stützpunkt dient heute entweder die Müllerhütte (Rifugio Cima Libera) auf Höhe, oder das Becherhaus (Rif. Gino Biasi alla Pinta del Bicchiere), Der Weg über den Gletscher ist eine Hochtour, die entsprechende Ausrüstung und Kenntnisse verlangt. Weitere Touren sind auch als Überschreitung von der südlich gelegenen Siegerlandhütte () aus möglich.Walter Klier: Alpenvereinsführer Stubaier Alpen, München 2006, S. 338 ff.
Abschmelzen des Firngipfels
Literatur und Karte DAV Sektion Siegerland (Hrsg.): Söldens Stille Seite, Wanderführer über das Windachtal und die umliegenden Hütten, Verlag Vorländer Siegen 2008, ISBN 978-3-923483-90-7 Walter Klier: Alpenvereinsführer Stubaier Alpen, München 2006, ISBN 978-3-7633-1271-9 Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 31/1, Stubaier Alpen, Hochstubai
Siehe auch Höchste und bekannteste Gipfel der Stubaier Alpen
Weblink
Einzelnachweise
Kategorie:Berg in den Stubaier Alpen Kategorie:Geographie (Ratschings) Kategorie:Geographie (Sölden) Kategorie:Grenze zwischen Italien und Österreich