Die Percival Proctor ist die militärische Ableitung aus der Percival Vega Gull. Sie wurde vornehmlich als Kommunikations- und Schulungsmaschine eingesetzt.

Der Erstflug der dreisitzigen Maschine erfolgte 1939 und es wurden im Anschluss 245 Stück der Proctor I an die Royal Air Force geliefert. Später folgten die Proctor II und III. Die weiterentwickelte Proctor IV hatte Platz für vier Personen.

Varianten S.28 Proctor I: dreisitziges Verbindungs-, Funk- und Navigationsschulflugzeug für die Royal Air Force, 147 gebaut S.28 Proctor IA: dreisitziges Schulflugzeug mit Doppelsteuerung zur Schulung von Decklandungen und als Ausbildungsflugzeug für Funker der Fleet Air Arm mit Stauplatz für ein Schlauchboot und Marineinstrumenten, 100 gebaut S.29 Proctor: Ein Flugzeug wurde versuchsweise zu einem leichten Bombenflugzeug umgebaut, die Bomben wurden unter den Tragflächen angebracht S.30 Proctor II: dreisitziges Ausbildungsflugzeug für Funker, 175 gebaut (darunter 112 IIA-Flugzeuge für die Royal Navy) S.34 Proctor III: dreisitziges Ausbildungsflugzeug für Funker des Bomber Command, 437 gebaut P.31 Proctor IV: viersitziges Ausbildungsflugzeug mit vergrößertem Rumpf, 258 gebaut Proctor 5: viersitziges ziviles Kleinflugzeug, 150 gebaut. RAF-Bezeichnung war Proctor C.Mk 5 Proctor 6: mit Schwimmern ausgerüstet, 1 gebaut

Produktionszahlen

Die Proctor wurde in Großbritannien bei Percival in Luton und Hills & Sons, Trafford Park gebaut.

+Militärische Produktion der Percival ProctorNational Archives, Kew, Bestand AVIA 10/311 Version Percival Hills Summe Mk I33625361 Mk II100100 Mk III437437 Mk IV6245251 Summe 342 807 1149

+Jährliche Produktion der Percival Proctor bis 31. Juli 1945 Jahr Anzahl 1939 18 1940 309 1941 75 1942 240 1943 258 1944 183 bis 31. Juli 1945 66 Summe 1149

Militärische Nutzung

Royal Australian Air Force

Belgische Luftkomponente – 4 P.31C wurden im Juni 1947 geliefert, eine im Oktober und eine im März 1948Paul A. Jackson: Belgian Military Aviation 1945–1977. Midland Counties Publications (1977). ISBN 0-904597-06-7. S. 5

Royal Canadian Air Force

Flyvevåbnet 6 P.44 Mk. III von November 1945 bis November 1951. Dies war das erste Flugzeug der dänischen Luftwaffe nach dem Zweiten Weltkrieg.

Armée de l’air

Aeronautica Militare

Royal Jordanian Air Force

Luftstreitkräfte des Libanon

Royal Netherlands Air Force – eine Mk III wurde im Juni 1946 geliefert, und 10 Proctor IV im Juni 1947, diese wurden bis 1953 als Verbindungsflugzeuge eingesetztPaul A. Jackson: Dutch Military Aviation 1945–1978. Midland Counties Publications (1978). ISBN 0-904597-11-3. S. 96

Polnische Streitkräfte im Westen einige Maschinen als Verbindungsflugzeuge

Syrische Luftstreitkräfte

Tschechoslowakische Luftwaffe im Exil 1 Maschine wurde von 1944 bis 1945 verwendet

Royal Air Force Fleet Air Arm

United States Army Air Forces – Von der RAF als Verbindungsflugzeug in Großbritannien ausgeliehen

Technische Daten Kenngröße Daten Besatzung 1 Passagiere 2 Länge 8,59 m Spannweite 12,04 m Höhe 2,21 m Flügelfläche 18,77 m² Flügelstreckung 7,7 Leermasse 1075 kg max. Startmasse 1588 kg Reisegeschwindigkeit 225 km/h Höchstgeschwindigkeit 257 km/h Dienstgipfelhöhe 4265 m Reichweite 805 km Triebwerk 1 × de Havilland Gipsy Queen II mit

Weblinks

Einzelnachweise

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