Die Arado Ar 81 war ein deutsches Sturzkampfflugzeug der Arado Flugzeugwerke.
Entwicklung Entwickelt wurde das Flugzeug von Walter Blume aufgrund einer Ausschreibung des Technischen Amtes im Reichsluftfahrtministerium vom April 1934 für ein schweres Sturzkampfflugzeug, das Punktziele im Sturzflug angreifen sollte. Neben der Arado Ar 81 entstanden auf die Ausschreibung hin noch die Heinkel He 118 sowie die Junkers Ju 87, die das Vergleichsfliegen im Juli 1936 für sich entschied. Die nahezu gleichzeitig, aber völlig unabhängig davon laufende Ausschreibung für ein leichtes Sturzkampfflugzeug, für die die Blohm & Voss Ha 137, Fieseler Fi 98 und die Henschel Hs 123 entwickelt wurden, hat hiermit nichts zu tun. Beide Vorgänge werden aber in der Literatur häufig durcheinandergeworfen.
Die Arado Ar 81 war als zweisitziger Doppeldecker in Ganzmetallbauweise konzipiert worden. Das Fahrwerk bildete ein starres Normalfahrwerk mit Spornrad. Als Triebwerk fand ein Junkers Jumo 210 C mit 610 PS Verwendung, der einen dreiblättrigen Verstellpropeller antrieb.
Aufgrund der damals bereits veralteten Bauweise als Doppeldecker geriet die Arado Ar 81 beim Vergleichsfliegen schnell ins Hintertreffen. Die drei gebauten Prototypen unterschieden sich geringfügig. Die Ar 81 V1 (D-UJOX) und V2 (D-UPAR) erhielten ein doppeltes Seitenleitwerk, um das Schussfeld nach hinten freizuhalten. Die V3 (D-UDEX) wurde hingegen mit einem herkömmlichen Leitwerk ausgerüstet. Eine Ausführung als Tiefdecker mit Knickflügel und einfachem Leitwerk, aber ohne obere Tragfläche existierte nur als Projekt.Walter Zuerl (Hrsg.): Arado Flugzeugwerke. Zuerl, Steinebach/Wörthsee 1978, ISBN 3-87500-055-2, S. 105.
Technische Daten mini|Die Ar 81 V3 mit Einfachleitwerk
Kenngröße DatenVolker Koos: Arado Flugzeugwerke 1925–1945. Heel, Königswinter 2007, ISBN 978-3-89880-728-9, S. 67. Besatzung 2 Länge 10,50 m Spannweite 11,00 m (oben & unten) Höhe 3,60 m Flügelfläche 35,60 m² Flächenbelastung 90,00 kg/m²Jörg Armin Kranzhoff: Arado-Flugzeuge - Vom Doppeldecker zum Strahltriebwerk (= Die deutsche Luftfahrt, Band 31). Bernard & Graefe, Bonn 2001, ISBN 3-7637-6122-5, S. 99. Leistungsbelastung 5,00 kg/PS Rüstmasse 2069 kg Zuladung 1129 kg Startmasse 3198 kg Triebwerk 1 × flüssigkeitsgekühlter Zwölfzylinder-V-MotorJunkers Jumo 210 B, Höchstgeschwindigkeit 310 km/h in Bodennähe330 km/h in 4000 m Höhe Landegeschwindigkeit 97 km/h Steigzeit 11,0 min auf 4000 m Höhe Dienstgipfelhöhe 6600 m Reichweite 790 km Bewaffnung 1 × starres 7,92-mm-MG 17,1 × bewegliches 7,92-mm-MG 15,Jörg Armin Kranzhoff: Arado - Geschichte eines Flugzeugwerks. 1. Auflage, Aviatic, Oberhaching 1995, ISBN 3-925505-27-X, S. 66.250–500 kg Bombenlast
Siehe auch Liste von Flugzeugtypen
Literatur Volker Koos: Arado Flugzeugwerke 1925–1945. Heel, Königswinter 2007, ISBN 978-3-89880-728-9, S. 65–67. Jörg Armin Kranzhoff: Arado-Flugzeuge - Vom Doppeldecker zum Strahltriebwerk (= Die deutsche Luftfahrt, Band 31). Bernard & Graefe, Bonn 2001, ISBN 3-7637-6122-5, S. 96–99. Jörg Armin Kranzhoff: Arado - Geschichte eines Flugzeugwerks. 1. Auflage, Aviatic, Oberhaching 1995, ISBN 3-925505-27-X, S. 65–67. Alexander Lüdeke: Arado - seit 1925. 1. Auflage, Motorbuch, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-613-04310-7, S. 63–65.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Sturzkampfflugzeug Kategorie:Arado Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Nicht realisiertes Militärflugzeugprojekt (Deutschland) Kategorie:Erstflug 1936