Peter Baumgartner (* 14. Februar 1939 in Höngg; † 23. August 2021) war ein Schweizer Kameramann.

Leben Der Sohn des Architekten Armin Baumgartner und seiner Frau Trudy beendete das Gymnasium mit der Handelsmatura. Er wurde zunächst Werbetexter und absolvierte dann die Rekrutenschule. Anschliessend zog er nach München und begann ein Studium an der Filmhochschule München in der Regieklasse. Er fand sich hier jedoch nicht zurecht und musste 1960 die Schule verlassen.

So kehrte er in die Schweiz zurück und konnte noch 1960 auf Vermittlung seines Onkels, des Filmkomponisten Walter Baumgartner, als Volontär in der Funktion eines Kameraassistenten an dem Film Der Teufel hat gut lachen mitwirken. Er war dann noch dreimal Kameraassistent und arbeitete bei Zürcher Dokumentarfilmfirmen.

1967 kam er zur Urania-Film von Erwin C. Dietrich und wurde dessen wichtigster Mitarbeiter. Er war nicht nur als Chefkameramann für die Aufnahmen von zahlreichen Sexfilmen verantwortlich, sondern arbeitete auch als Synchronregisseur sowie vereinzelt als Filmeditor (1981 war er für Schnitt des Films Mad Foxes – Feuer auf Räder verantwortlich), Regisseur, Darsteller und Produktionsleiter. Zugleich war er Mitinhaber von Dietrichs Firmen.

Baumgartner, der sich in Berlin niedergelassen hatte, trennte sich 1990 von Dietrich und widmete sich seiner Synchronfirma Cinephon Filmproduktions-GmbH, bis ihn mehrere Schlaganfälle zwangen, sich in das Privatleben zurückzuziehen.

Filmografie (als Kameramann) 1967: St. Pauli zwischen Nacht und Morgen 1967: Seitenstraße der Prostitution 1968: Unruhige Töchter 1968: … und noch nicht sechzehn (Regie und Drehbuch) 1968: Hinterhöfe der Liebe 1968: Die Nichten der Frau Oberst 1969: Weiße Haut auf schwarzem Markt 1969: Die Nichten der Frau Oberst. 2. Teil – Mein Bett ist meine Burg 1969: Die Neffen des Herrn General 1969: Champagner für Zimmer 17 1970: Schwarzer Nerz auf zarter Haut 1970: In der Glut des Mittags (La salamandra del deserto) 1970: Ich – ein Groupie (auch Co-Regie) 1970: Die Sex-Abenteuer der drei Musketiere 1971: Blutjunge Verführerinnen 1971: Die Stewardessen 1972: Blutjunge Verführerinnen. 2. Teil 1972: Mädchen mit offenen Lippen 1972: Die Mädchenhändler (auch Darsteller) 1972: Blutjunge Masseusen 1972: Blutjunge Verführerinnen. 3. Teil 1973: Die Betthostessen 1973: Mädchen, die nach Liebe schreien 1973: Eine Armee Gretchen 1974: Heißer Sex in Bangkok 1974: Der Teufel in Miss Jonas 1974: Frauen, die für Sex bezahlen 1974: Die bumsfidelen Mädchen vom Birkenhof 1974: Was geschah wirklich mit Miss Jonas 1975: Die Sex-Spelunke von Bangkok 1975: Heißer Mund auf feuchten Lippen 1975: Mädchen ohne Männer 1975: Mädchen, die sich selbst bedienen 1976: Mädchen, die am Wege liegen 1976: Frauengefängnis (nur Schnitt) 1976: Downtown (nur Schnitt) 1976: Mädchen im Nachtverkehr (nur Schnitt) 1976: Weiße Haut und schwarze Schenkel (nur Schnitt) 1976: Jack the Ripper – Der Dirnenmörder von London 1976: In 80 Betten um die Welt (nur Schnitt) 1976: Die Sklavinnen 1977: Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne 1977: Die teuflischen Schwestern 1977: Ruf der blonden Göttin 1978: Frauen ohne Unschuld (auch Darsteller) 1978: Mädchen nach Mitternacht 1979: Die Nichten der Frau Oberst 1980: Gefangene Frauen 1980: Sechs Schwedinnen von der Tankstelle 1980: Julchen und Jettchen, die verliebten Apothekerstöchter 1981: Sechs Schwedinnen auf Ibiza 1982: Ein lasterhafter Sommer 1982: Heißer Sex auf Ibiza 1983: Sechs Schwedinnen auf der Alm 1984: Geheimcode: Wildgänse 1985: Kommando Leopard 1988: Der Commander 1988: Ein Schweizer namens Nötzli 1990: Der doppelte Nötzli

Literatur Benedikt Eppenberger, Daniel Stapfer: Mädchen, Machos und Moneten. Die unglaubliche Geschichte des Schweizer Kinounternehmers Erwin C. Dietrich. Verlag Scharfe Stiefel. ISBN 3-033-00960-3, S. 54 ff.

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Einzelnachweise

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