Heinz Goll (* 26. Oktober 1938 in Rastatt) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Leben und Beruf Nach dem Volksschulabschluss in Bad Rotenfels absolvierte Heinz Goll bis 1956 eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Goll besuchte Internatsschulen des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der IG Metall. Bis 1963 war er Vorsitzender der Betriebsjugendvertretung im Daimler-Benz-Werk in Gaggenau, danach Betriebsrat. Im Jahr 1963 wurde er Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Gaggenau, 1972 zweiter Bevollmächtigter, und schließlich war er von 1980 bis 1996 erster Bevollmächtigter der IG Metall sowie Mitglied im Beirat der IG Metall auf Bundesebene. Außerdem war Goll lange Jahre ehrenamtlicher Richter am Sozial- und Arbeitsgericht sowie alternierender Vorsitzender der Agentur für Arbeit und Vorsitzender der Vertreterversammlung der AOK, Mitglied im Verwaltungsrat und weiteren Gremien der Sparkasse. Stellvertretender Vorsitzender im Verein Gaggenauer Altenhilfe, Mitglied im Aufsichtsrat Klinikum Mittelbaden und im Aufsichtsrat der Kurgesellschaft. Hinzu kommt, dass Goll auch Funktionen bekleidete in zahlreichen sozialen, kulturellen und sportlichen örtlichen Gruppierungen und Vereinen.

Goll ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik Im Jahr 1962 trat Goll der SPD bei. Von 1964 bis 1977 war er Ortsvereinsvorsitzender und von 1977 bis 1987 Vorsitzender des Kreisverbands der SPD. Er war außerdem in den Jahren 1969 bis 2011 Gemeinderat von Gaggenau und Oberbürgermeister-Stellvertreter. Von 1983 bis 2009 war er dort Vorsitzender der SPD-Fraktion. Viele Jahre war Goll auch Mitglied des Kreistages des Landkreises Rastatt. Mitglied im Parlament Oberrheinrat. 1984 wurde Goll Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg. Er gehörte ihm bis 2001 insgesamt vier Legislaturperioden an. Er vertrat dort den Wahlkreis 32 (Rastatt). Von 1976 bis 1999 war ununterbrochen Mitglied der Bundesversammlung, Wahl des Bundespräsidenten.

Ehrungen 1987 Ehrenmedaille der französischen Gewerkschaft Force ouvrière (FO) 1988 Ehrenmedaille der israelischen Gewerkschaft Histadrut 1990: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (durch MP Lothar Späth) 1998 Badische Sparkassen Medaille in Gold 2001: Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (durch MP Erwin Teufel) 2008: Verdienstabzeichen in Gold mit Lorbeerkranz des Städtetag Baden-Württemberg 2009: Willy-Brandt-Medaille 2011 Ehrenbürgerwürde der Stadt Annemasse (Frankreich) 2013: Ehrenbürgerwürde der Stadt Gaggenau

Weblinks Seite beim Landtag Baden-Württemberg (PDF-Datei; 16 kB)

Einzelnachweise

Kategorie:Landtagsabgeordneter (Baden-Württemberg) Kategorie:Kommunalpolitiker (Landkreis Rastatt) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:IG-Metall-Funktionär Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Ehrenbürger von Gaggenau Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Mann