Durrenentzen () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé, zum Kanton Ensisheim und zum Gemeindeverband Communauté de communes Alsace Rhin Brisach. Die Bewohner werden Durrenentzeniens und Durrenentzeniennes genannt.

Geografie Die Gemeinde Durrenentzen liegt in der Oberrheinebene, etwa 11 Kilometer östlich von Colmar, etwa 40,5 Kilometer nordnordöstlich von Mülhausen, etwa 28 Kilometer nordwestlich von Freiburg im Breisgau und sechs Kilometer westlich des Rheins, der die Grenze zu Deutschland bildet.

Umgeben wird Durrenentzen von sechs Nachbargemeinden:

Geschichte Der Ortsname bedeutet dürres =(auf den kiesigen Böden) trockenes Ensisheim. Der Ort ist eine späte, erst um 1300 erstmals in den Urkunden als Einsinsheim erwähnte Rodesiedlung. 1456 hieß der Ort Dürren Enszheim. Die alte römische Rheinstraße Augst-Breisach-Straßburg verläuft unmittelbar westlich des Dorfes. Auf der Gemarkung wurden bronzezeitliche Fundstücke und eine römische Schmiede entdeckt. Der Ort gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Horbourg, die 1324 von Herzog Ulrich III. von Württemberg erworben wurde. Die Württemberger führten 1535 die Reformation ein.1793 kam Dürrenenzen mit dem linksrheinischen Besitz der Württemberger an Frankreich.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Dürrenenzen als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort stark beschädigt. Ein Stoßtrupp befreite am 31. Januar den Ort von der Nazi-Herrschaft.

Wappen Wappenbeschreibung: In Gold ein achtspeichiges schwarzes Rad über dem eine schwarze Hirschstange schwebt.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014 Einwohner 423 327 342 427 567 584 689 892 890

Sehenswürdigkeiten Sankt-Blasius-Kirche (Église Saint-Blaise) Von der Kirche des 12. Jahrhunderts existiert noch das Untergeschoss des alten Chorturms mit den Eckquadern und mit einem Kreuzgratgewölbe. Erhalten ist auch der Triumphbogen. !847/48 entstand die jetzige Kirche. Nach der Einführung der Reformation wurde das Gotteshaus Simultankirche. Bürgermeisteramt (Mairie) aus dem 19. Jahrhundert Bauernhaus aus dem 17. oder 18. Jahrhundert mini|links|hochkant=1|mini|links|hochkant=1|

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 98–100.

Weblinks

Einzelnachweise

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