Der T-38 war ein leichter sowjetischer Amphibien- und Spähpanzer des Zweiten Weltkrieges.
Geschichte Der Panzer war eine Weiterentwicklung des T-37 und wurde von der sowjetischen Führung zunächst als eine optimale Konstruktion angesehen. Bereits die Manöver im Jahr 1937 und der Winterkrieg zeigten jedoch, dass das Fahrzeug unzuverlässig und zu schwach gepanzert war. Der Panzer konnte nur bei guten Bedingungen schwimmen und dabei nicht einmal zwei Soldaten transportieren. Die darauf folgende Modernisierung brachte den T-38M hervor, von dem aber nur 15 Stück gebaut wurden, da nur ein Teil der Schwächen behoben werden konnte. Aus diesem Grund wurde die Weiterentwicklung des T-38 gestoppt und die Arbeiten am neuen Amphibien-Spähpanzer T-40 intensiviert. Der Großteil der T-38-Panzer ging in den Schlachten 1941 verloren, ihren letzten Einsatz hatten sie 1944 bei Leningrad.
Einsatz bei der Wehrmacht Erbeutete T-38 wurden von der Wehrmacht unter der Bezeichnung Schwimm-Panzerkampfwagen T 38-732 (r) meist bei Sicherungseinheiten im besetzten Hinterland der Sowjetunion oder als Zugmaschinen eingesetzt.Lüdeke: Beutepanzer der Wehrmacht. 2011, S. 49–50. Bei der Nutzung als Zugmaschine wurde häufig der Panzerturm entfernt. Infanterie-Einheiten nutzen den T-38 auch als Aufklärungsfahrzeug. Auch Sicherungseinheiten der Luftwaffe für Flugplätze nutzten den T-38. Deutsche Einheiten ersetzten den Panzerturm teilweise durch deutsche Maschinengewehre oder 2-cm-Maschinenkanonen mit Schutzschild.
Technische Daten Klassifikation: Leichter Kampfpanzer Chefkonstrukteur: Nikolai Alexandrowitsch Astrow
Hersteller: Werk Nr.37 (Sawod No.37) in Moskau (1340), Gorkowski Awtomobilny Sawod (36) Bewaffnung: 1 × 7,62-mm-MG Degtjarjow DT Munition: 1512 Schuss 7,62 × 54 mm R Panzerung: Wanne 9 mm Bug / Neigung 70° 9 mm Fahrerfront oben / 80° 6 mm Fahrerfront unten / 10° 6 mm Wannenseite / 90° 9 mm Heck 6 mm Decke / 0° 4 mm Boden / 0° Turm 9 mm Turmfront / 0° 9 mm Turmseite / 0° 9 mm Heck / 0° 6 mm Decke / 0° Gewicht: 3,3 Tonnen Motor: 4-Zylinder-Ottomotor aus Lkw GAZ-AA mit 29 kW (40 PS) Kraftstoffverbrauch auf 100 km (Straße): 48 Liter Kraftstoffvorrat: 120 Liter Leistungsgewicht: 8,9 kW/t (12,1 PS/t) Antriebslage: vorne Fahrbereich (Straße): 250 km Höchstgeschwindigkeit: (Straße/Gelände) 40 km/h/10–15 km/h Federung: Schraubenfedern Kettenbreite: 152 mm Bodendruck: 0,45 kg/cm² Bodenfreiheit: 30 cm
Länge über alles: 3780 mm Breite über alles: 2334 mm Höhe: 1630 mm
Besatzung: 2 Mann Baujahre: 1936–1937, 1939 Stückzahl: 1376
Siehe auch Sowjetische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
Literatur
Alexander Lüdeke: Beutepanzer der Wehrmacht – Großbritannien, Italien, Sowjetunion und USA 1939–45. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03359-7.
Свирин М. Н.: Броневой щит Сталина. История советского танка 1937–1943.(Swirin M. N. Der gepanzerte Schild Stalins. Die Geschichte des sowjetischen Panzers 1937–1943.) «Eksmo», Moskau 2007, ISBN 978-5-699-16243-7.
Weblinks
ArmorSite: T-37 und T-38, Fotos (russisch) ArmorSite: Die Erinnerungen des Chefkonstrukteurs N. A. Astrow über die T-37 und T-38-Panzer (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Leichter Panzer Kategorie:Kampfpanzer Kategorie:Spähpanzer Kategorie:Schwimmpanzer Kategorie:Militärfahrzeug des Zweiten Weltkrieges (Sowjetunion) Kategorie:Sowjetisches Militärfahrzeug Kategorie:Gorkowski Awtomobilny Sawod Kategorie:Prototyp der Sowjetarmee (Landfahrzeug)