mini|Gotische Wallfahrtskapelle St. Wendelin mini|Rathaus (Hôtel de ville) mini|Verkehrsader Rue du général Lebocq Hochfelden ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Verwaltungssitz der Communauté de communes du Pays de la Zorn. Am 1. Januar 2015 wechselte die Gemeinde vom Arrondissement Strasbourg-Campagne zum Arrondissement Saverne.legifrance.gouv.fr

Geographie Hochfelden liegt in der Kulturlandschaft des Elsass rund zehn Kilometer westlich von Brumath. Das Gemeindegebiet wird vom Fluss Zorn und seinen Zuflüssen Bachgraben (13 km) und Rohrbach (18 km) durchquert. Parallel zum Zorn verläuft auch der Schifffahrtskanal Canal de la Marne au Rhin.

Nachbargemeinden sind: Bossendorf im Norden, Alteckendorf im Nordosten, Schwindratzheim im Osten, Mutzenhouse im Südosten, Hohfrankenheim und Duntzenheim im Süden, Ingenheim im Südwesten, Melsheim und Scherlenheim im Westen und Wickersheim-Wilshausen im Nordwesten.

Geschichte Hochfelden wird das erste Mal erwähnt im Jahr 816 unter dem Namen Hocfeldis. Später finden sich auch die Schreibweisen Hoffelden und Hochfeld.

Bis zur Verbannung der Juden 1940 nach Südfrankreich besaß Hochfelden eine jüdische Gemeinde. Seit 1841 gab es in Hochfelden eine Synagoge. Damals zählte die Gemeinde über 200 Mitglieder. Während der deutschen Besatzungszeit wurden etwa dreißig ehemalige jüdische Einwohner Opfer der Endlösung.Hochfelden (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 23. Dezember 2024.

Am 13. Juli 1941, dem Vorabend des französischen Nationalfeiertages, demonstrierten etwa 200 junge Leute gegen die Besatzung durch das nationalsozialistische Deutschland, indem sie demonstrativ unter Absingen der Marseillaise vor der französischen Nationalflagge defilierten. In den folgenden Tagen wurden 108 von ihnen durch die Gestapo verhaftet und in das Sicherungslager Vorbruck-Schirmeck gebracht.

Am 1. Januar 2017 wurde die Gemeinde Schaffhouse-sur-Zorn nach Hochfelden eingegliedert.

Bevölkerungsverteilung und -fortschreibung Ortsteil ehemaliger INSEE-Code Fläche (km²) Höhenlage (m) Einwohnerzahlen (Census) 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008 2011 2013 2016 Hochfelden6720212,09155–22227552895294228772781294430363195345335163552 Schaffhouse-sur-Zorn674393,67158–214291270249307307349383393392405406 Hochfelden6720215,7630463165319131843088329334193588384539213958

Wappen Das Wappen zeigt den heiligen Petrus mit seinen Insignien Schlüssel und Buch.

Wirtschaft In Hochfelden wird seit 870 Bier gebraut. Die lokale Familienbrauerei Meteor betreibt eine Bierstube und ein Museum. Es werden Führungen angeboten.

Die Rohrbach Mülldeponie ist mit Lindan stark verseucht und muss vom Staat überwacht werden.BASOL (verseuchte Böden). Ministère du développement durable (französisch).

Partnergemeinden Hochfelden in der SchweizListe_Partnerschaften.pdf asccre.ch (PDF) abgerufen am 17. Februar 2010.

Sehenswürdigkeiten Ehemalige Synagoge und ehemaliges jüdisches Schulhaus, in dem sich heute das Heimatmuseum befindet.

Söhne und Töchter der Stadt Albert Wahl (1863–1941), Jurist und Hochschullehrer Charlotte Lutz (* 2005); Tischtennisspielerin

Literatur Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 507–510. Hochfelden. In: Matthäus Merian: Topographia Alsatiae. Frankfurt am Main 1643–1644, S. 25; Volltext (Wikisource).

Weblinks

Einzelnachweise

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